Traum meiner Schwester: Tsunami

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Traum meiner Schwester: Tsunami

Beitragvon Paikya » 04.05.2019, 12:05

Hallo ihr Lieben

Hier poste ich ein Traum von meiner kleinen Schwester (22j.). Vielleicht kann ihr ja jemand weiterhelfen.

Hallo miteinander,
Ich hatte heute echt einen komischen Traum! Vielleicht könnt ihr mir ja sagen, was dies zu bedeuten hat...
Ich war mit meiner Schwester und Mutter unterwegs.. Dann hatte ich wie so eine Vorahnung im Traum, dass ein Tsunami kommen würde (erst so ca in 1 Woche).. ich sah meinen Namen auf der "Überlebtenliste".
Dann kam eine Frau (die ich auch persönlich im echten Leben kenne, sie legt Tarokarten und pendelt). Sie meinte zu uns, dass jemand von uns sterben würde an diesem Tag und sagte es sei meine Schwester.. Nicht gleich sofort sondern in der Woche darauf und meine Schwester sagte daraufhin: "Es ist okay. Ich habe mich damit abgefunden. Ich habe es gespürt, dass es so kommt."

Ich bin jetzt verwirrt und ängstlich.
Was hat das zu bedeuten??

Liebe Grüsse
Paikya
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Re: Traum meiner Schwester: Tsunami

Beitragvon Picadora » 05.05.2019, 10:50

Hey Paikya und Schwester von Paikya,

ein paar mehr Infos zur Träumerin wären schon gut, z.B. was am Vortag des Traumes passiert ist, was Dich aktuell so bewegt und umtreibt. Denn Träume resultieren in aller Regel aus Situationen, die uns unbewußt oder auch bewußt beschäftigen. Im Traum findet dann eine Art Auseinandersetzung damit statt.

Da ich also nichts weiß von Dir, kann ich erstmal nur vage Vermutungen anstellen:

zunächst: ein Tod im Traum (oder auch Sterben) heißt VERÄNDERUNG. Tod als Symbol deshalb, weil etwas Altes zuende geht und etwas Neues beginnt. Also der Tod der Schwester - im Traum - weist letztlich darauf hin, dass sich etwas entscheidendes in ihrem Leben ändern wird (und damit wohl auch in eurem)

Die 'Ursache' in Deinem Traum ist ja diese Vorahnung eines kommenden Tsunamis: ein Tsunami ist eine sehr lange Flutwelle, die meist durch Erdbeben oder Vulkanausbrüche entsteht und sich über große Entfernungen ausbreiten kann - und wenn sie auf Land trifft, ziemliche Verwüstungen anrichtet.
Auf mich wirkt es so, als verändere sich etwas an den Lebensumständen - der Schwester - (könnte z.B. ein anstehender Umzug weiter weg sein) und diese Veränderung haben Auswirkungen auf die gesamte Familie. Entsprechend dann diese Flutwelle, ein Traumsymbol, das man mit heftigen Emotionen (Wasserwelle) beschreiben kann.

Also um beim Beispiel zu bleiben:
Die Schwester zieht in naher Zukunft aus/weit weg - das ist vorgeplant, daher 'wissen' auch alle darum (= die Vorahnung);
die Träumerin ist traurig darüber bzw. 'fürchtet' sich auf gewisse Weise vor dieser Veränderung bzw. dass sie nicht so gut damit umgehen kann, eben weil sich dadurch auch für sie einiges im Leben verändert.
Allerdings sagt der Traum bzw. ihr Unbewußtes hier: Du überlebst das!! So schlimm wie Du es Dir vorstellst wird es nicht werden!
Die ältere Schwester (die auszieht) sieht der anstehenden Veränderung gelassener entgegen (wohl weil sie sie selbst gewählt hat).

Ich hab das Beispiel gewählt, um euch den Inhalt verständlicher zu machen - und um es irgendwie beschreiben zu können. Wie gesagt, ich weiß nicht, was da bei euch los ist, worum es wirklich geht. Je mehr ich von euch weiß, umso mehr kann ich zum Trauminhalt sagen.

Hoffe ihr könnt dennoch was damit anfangen.

Grüße Picadora
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Re: Traum meiner Schwester: Tsunami

Beitragvon Paikya » 05.05.2019, 12:06

Schwester:

Ich wohne seit Ende März mit meinem Freund zusammen. Meine Schwester (Paikya) ist auf Weltreise seit November 2018. Nun ist sie das 2. mal nach Hause gekommen (das erste Mal im Februar für ca eine Woche). Nun ist sie wieder einen ganzen Monat hier und geht danach wieder weiter. Ich habe einen sehr guten Bezug zu meiner Schwester und vermisse sie sehr wenn sie weg ist. Als sie im November ging haben wir beide geweint (obwohl klar war, dass sie wieder zurück kommt im Mai für einen Monat). Da hatte ich eine schlimme erste Woche ohne sie. Wenn ich Halt brauchte, war sie da. Wenn ich einfach nur reden wollte, war sie da. Wenn ich etwas unternehmen wollte, war sie da. Sie war immer da, immer an meiner Seite. Natürlich ist sie das auch jetzt aber nicht mehr so intensiv. Ich sages mal so, es tut gut mal auf eigenen Beinen zu stehen, Entscheidungen zu treffen ohne sie zu Fragen was besser wäre. Aber sie fehlt mir so enorm. Die Vorstellung, dass sie dann wieder geht Ende Mai ist okay auch wenn ich sie lieber hier hätte. Ich gönne ihr das Glück, welches sie hat. Ich gönne ihr jede Sekunde welche sie neue Eindrücke, Liebe und alles drum und dran erfährt. Wir haben auch fast täglichen Kontakt wenn es irgendwie möglich ist. Es ist, als wären sie ein Herz und eine Seele. Und wenn sie da ist, geht es mir gut weil ich weiss sie ist hier, es ist nichts passiert. Sie lebt sie ist Gesund. Ich habe manchmal Angst, dass etwas passieren könnte wenn sie weg ist.
Den Traum den ich hatte, träumte ich einen Tag nach dem sie angekommen ist.

Liebe Grüsse
Schwester von Paikya
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Re: Traum meiner Schwester: Tsunami

Beitragvon Picadora » 05.05.2019, 20:17

Hey nochmal,

danke für die zusätzlichen Infos.

Passt dann ja ganz gut, was ich oben geschrieben hab:

die Vorahnung im Traum, ist das Wissen um die Schwester , die wieder weit weg fährt - der Tsunami die Angst vor den Emotionen, der kleinen Schwester, also vor dem erneuten Abschied (der Veränderung, im Traum als Sterben dargestellt).

Und eben der Hinweis: Du - kleine Schwester - überlebst auch diesen Abschied!

Grüße Picadora
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Re: Traum meiner Schwester: Tsunami

Beitragvon Paikya » 07.05.2019, 07:55

Vielen Dank für deine Hilfe liebe Picadora! :-)

Jetzt kann meine kleine Schwester etwas beruhigter sein. Wir neigen sehr stark zu "komischen Träumen", an welche wir uns dann meist sogar erinnern können. Hihi

Liebe Grüsse
Paikya und die "kleine" Schwester
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Re: Traum meiner Schwester: Tsunami

Beitragvon plush » 07.05.2019, 23:22

Ich sages mal so, es tut gut mal auf eigenen Beinen zu stehen, Entscheidungen zu treffen ohne sie zu Fragen was besser wäre. Aber sie fehlt mir so enorm. Die Vorstellung, dass sie dann wieder geht Ende Mai ist okay auch wenn ich sie lieber hier hätte. Ich gönne ihr das Glück, welches sie hat. Ich gönne ihr jede Sekunde welche sie neue Eindrücke, Liebe und alles drum und dran erfährt. Wir haben auch fast täglichen Kontakt wenn es irgendwie möglich ist. Es ist, als wären sie ein Herz und eine Seele. Und wenn sie da ist, geht es mir gut weil ich weiss sie ist hier, es ist nichts passiert. Sie lebt sie ist Gesund. Ich habe manchmal Angst, dass etwas passieren könnte wenn sie weg ist.
Den Traum den ich hatte, träumte ich einen Tag nach dem sie angekommen ist.

Dann bedeutet Dein Traum meiner Meinung nach, dass es in Dir zu einer Erdplattenverschiebung kommt (aufgrund des vulkanischen Feuers am Grunde Deiner Seele), die Dich psychisch-emotionell "Eigenständig" machen soll. Anders gesagt: Deine symbolische Schwester (Deine "Infantilität") soll sterben, untergehen in den Tsunamischen Aufwallungen Deiner vor Dir die emotionelle Nachreifung mit Nachdruck fordernden Seele. Nicht also die reale Schwester soll sterben. Nur der Umstand, dass Du auf sie eine Art Ersatzmutter projizierst, wenn sie auf Reisen geht die selbe Todesangst bekommend wie ein im Stich gelassener, allein nicht lebensfähiger Säugling. Der Tsunamie stellt also den Ausweg aus Deinem sog. narzisstischem Leiden dar...

Ist mein Deutungsversuch für Dich zu verstehen? Weißt Du Fragen oder Ergänzungen?
plush
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