Und es regnete.... Blut

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Moderator: Mirakulix

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LamiaLuna
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Und es regnete.... Blut

Beitrag von LamiaLuna »

Hallo

ich bin weiblich und stolze 20 Jahre jung und setze mich oft und viel selbst mit meinen Träumen, und die von anderen, auseinander.
Zuerst zu meinem heutigen Traum:

Ich befand mich mit einigen Leuten auf einer art Lichtung. Insgesamt gab es da zwei Holzhäuser und eine art altes Bergwerk, oder Höhle.
Am Anfang des Traumes half ich einem etwas älteren Herren dabei seinen kleinen Garten zu verschönern. Und dann kam auch schon die Warnung von etwas weiter hinten: ein Sandsturmkommt auf uns zu.
2 Mädchen rannten in die Höhle, ich hinteher. Ich konnte ihre Angst spüren nicht ersticken zu wollen. Der Sandsturm war bereits da und kam unglücklicher weise auch durch Löcher in die Höhle... Ich sah wie die Mädchen unter dem Sand begruben wurden... Ich rannte raus. Ich rannte in ein Haus, in der Hoffnung dort ist man sicher. Inzwischen setzte auch ein Schneesturm ein... also Schnee und Sand zugleich. Ich saß mit ein paar Leuten drinnen- ich vor einem großen Glasfenster. Draußen war es ziemlich dunkel geworden. Dennoch konnte ich am Fenster einen Schatten erkennen, der mich böses ahnen ließ. Ich schrie "nein!", weil ich die Befürchtung hatte er wolle das Fenster zerbersten lassen, was dann auch geschah. Es landete auf mich mit der ganzen Last des Sandes. Ich kroch da weg und rannte in den 2.stock des Hauses. Komischer weise haben sich dort oben ein Junge und eine Mutter mit Baby hingelegt- zum ausruhen. Ich konnte das nicht verstehen und wartete ab.

Letztendlich war es fürs erste vorbei. Ich ging raus. Die sonne schien als wäre nichts gewesen.
Und irgendwie hatte ich zu dem Zeitpunkt kaum was an, also nur BH und einen Rock... Ich lief ein stück und dann hörte ich es regnen. Spürte aber fast nichts auf der Haut. Nur leichtes aufschlagen von Tropfen... Sie waren auch warm. Ich sah an mich runter und sah dass es Blut war... und irgendwie gefiel es mir auch... irgendwo auf dem Boden konnte ich eine art Steinplatte mit etwas gemeißelten drauf erkennen. "Männliche Vampire lieben es...." und dann war ich irgendwie weg... konnte es nich zuende lesen. Der traum ging noch weiter, aber da wüsste ich was es zu bedeuten hätte.

Ich muss noch sagen dass es seit heute nacht regnet und ich dem gerne zuhöre.

Womit ich mich in letzter Zeit beschäftige, oder mit was ich mich beschäftige? Nun ja... nichts was nur deutungsweise damit zu tun haben könte...PC, Kind, Vögel (haustiere)... vllt können Lateinkundige auch aus meinen Namen heraus erkennen, wie meine lebenseinstellung ist :lol: vllt hilft dies ja auch.

ich würde mich rießig freuen wenn jemand eine antwort wüsste, danke schonmal im vorraus
EveryBody_Hurts
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Re: Und es regnete.... Blut

Beitrag von EveryBody_Hurts »

Hallo :)
ähm kannst du dich daran erinnern wie das Blut ausgesehen hat? war es rot,dunkel,frisch oder schon geronnen? das ist nämlich ausschlaggebend für die Bedeutung des Blutes.
LamiaLuna
Traumfänger(in)
Beiträge: 24
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Re: Und es regnete.... Blut

Beitrag von LamiaLuna »

Es war so rot wie blut aussieht wenn es aus der wunde kommt. Und es war so warm, wie die körpertemperatur eines menschen
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oYo
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Re: Und es regnete.... Blut

Beitrag von oYo »

Hallo LamiaLuna,

seit Tagen schon will ich eine Deutung für Deinen Traum versuchen, aber irgendwie hab ich momentan viel zu tun. :roll: So, heute aber: :wink:

Ich denke, es geht hier um vergangene Geschehnisse aus der Kindheit oder Jugend, das wird sich aus der Deutung heraus noch deutlicher ergeben. Der Mann, mit dem Du den Garten verschönerst, könnte Dein Vater sein, mit dem Du gerne gemeinsam etwas gemacht hast. Der alte Bergstollen könnte dann für eine Frau stehen, vielleicht Deine Mutter, möglicherweise aber auch z.B. eine Stiefmutter? Ich komme deswegen darauf, weil Du es nicht von vornherein als Höhle beschreibst (dann hätte ich auf alle Fälle auf Deine Mutter getippt), sondern eben auch die Assoziation zum Bergwerk hast. Ein Bergwerk hat ja etwas von Menschenhand Gemachtes, es ist also eigentlich keine natürliche Höhle. Darum also die Vermutung, daß es hier um eine andere Frau als Deine leibliche Mutter gehen könnte.

Sturm steht für stürmische, bedrohliche Zeiten, der Sand ist trocken, also ohne Gefühl, und im Sturm noch dazu aggressiv. Das deutet also auf eine Zeit hin, in der es Dir nicht gut ging, Du Gefühllosigkeit und Aggression erleben mußtest. :( Du suchst Schutz bei der erwachsenen Frau, doch die bietet Dir keine Geborgenheit. Im Gegenteil, Du mußt erleben, wie Wesensanteile von Dir von der Gefühllosigkeit verschüttet und erstickt werden. Also flüchtest Du Dich in eins der Häuser, das kann für Dich selbst stehen, d.h. Du hast in Dir Schutz gesucht, aber auch für einen anderen Menschen (z.B. Deinen Vater). Jetzt kommt noch ein Schneesturm hinzu - Gefühlskälte. Der Blick durchs Fenster: Dunkel, vom Sturm wahrscheinlich auch die Sicht genommen, das deutet auf eine Zeit ohne jede Perspektive. Das einzige, was Du in dieser Zeit sehen kannst, das ist die furchtbare Bedrohung, die letztendlich doch über Dich hereinbricht, Deinen Schutz durchbricht und Dich verschüttet. Der dunkle Schatten vor dem Fenster kann natürlich auch einen wirklichen Menschen darstellen, von dem damals diese Bedrohung ausging, vielleicht aber auch 'nur' für die Bedrohung selbst stehen.

So schlimm diese Zeiten waren, Du hast es geschafft, irgendwie da weg zu kommen. Das Hinauflaufen in den 2. Stock würde ich verstehen als älter werden, z.B. zwanzig Jahre alt. :wink: Du stehst heute über diesen Dingen, d.h. Du kannst mit den Erlebnisse Deiner Kindheit oder Jugend heute umgehen. Die Mutter mit dem Kind, die sich da ausruht, steht für Geborgenheit und die Ruhe und den Schutz, die solch eine Geborgenheit bedeuten, also das Gefühl, das Du eigentlich in der Höhle für Dich gesucht hast. Du wunderst Dich über sie, aber ich denke, der Traum will zeigen, daß Du heute diese Geborgenheit erlebst und fühlst. Wer der Junge sein könnte, ist mir allerdings nicht klar. Vielleicht ein älterer Bruder? Oder ein 'männlicher' Wesenszug von Dir?

Wir befinden uns jetzt also in der Gegenwart. Hmmm, daß Du nur einen BH und einen Rock trägst, das kann ich nicht so recht deuten. Vielleicht das Gefühl, aus dieser Zeit mit einem Gefühl der Schutzlosigkeit (entblößt, aber nicht vollständig) herausgekommen zu sein, andererseits aber offen für neue Erlebnisse. Der Blutregen steht für lebendiges, warmes Gefühl, für pure Lebenskraft, die Dich jetzt berührt und umhüllt. Deine Lebensbasis ist eine feste, bodenständige Steinplatte, auf der steht 'Männliche Vampire lieben es...' ..., wenn Du halbnackt im Blutregen stehst und das warme Leben genießt. Vielleicht ist damit Dein Freund gemeint, vielleicht ein männlicher Wesenszug in Dir. Ein wunderschönes, romantisches, lebendiges, starkes Lebensgefühl... :)

Ich bin gespannt, ob Du Dich darin wiederfindest. :wink:

oYo
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LamiaLuna
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Re: Und es regnete.... Blut

Beitrag von LamiaLuna »

Hallo oYo

du bist einfach einzigartig! Unglaublich!

Ich habe in deinem Text so viel aus meiner Vergangenheit wiedergesehen. Ich schlüssel mal auf:

Der Mann, mit dem Du den Garten verschönerst, könnte Dein Vater sein


Könnte sein, wir haben vor einigen Jahren mal einen Schrebergarten besessen, sollte mal hier und da mithelfen, auch oft mit widerwillen :lol: Und mich hatte es erschüttert als meine Eltern mir sagten, sie haben den wieder verkauft. Musst wissen sie sind alt, haben schon Rente und können wegen ihren Gebrechen nicht mehr so arg viel tun... schon gar nicht ständig auf Knieen rumrutschen. Letztes Jahr haben mein Verlobter und ich uns einen eigenen geholt, auch Schreber. Unser Gedanke lag darin unsere mittlerweile 2 Jahre alte Tochter bisschen Natur zu geben, Grün, Natur. Hatten uns schon überlegt wo alles hinkommt. Nur gab es Probleme, da wir leider nicht so viel Zeit dafür hatten um uns darum zu kümmern und haben den Garten gekündigt...
Der alte Bergstollen könnte dann für eine Frau stehen, vielleicht Deine Mutter, möglicherweise aber auch z.B. eine Stiefmutter?


Ich habe zum Glück keine Stiefmutter, aber ja, bei meiner Mutter fühle ich mich stehts geborgen und gut aufgehoben. Auch huete noch nehmen wir manchmal einen mehrstündigen Fahrweg auf uns, nur um meine Eltern zu sehen. SIe haben mir eine schöne Kindheit an sich ermöglicht. Haben fast nie geschimpft mit mir... Und haben versucht mir alles zu ermöglichen. Dennoch habe ich ihnen Sorgen bereitet... was sie mir aber nie sagten...

Das deutet also auf eine Zeit hin, in der es Dir nicht gut ging, Du Gefühllosigkeit und Aggression erleben mußtest


Oh ja... das war eine Zeit, die ich leider nie mehr vergessen werde... Ich wurde damals gehasst, regelrecht auch gejagd... Und niemand half mir so wirklich... Niemand verstand mich wenn es darum ging- selbst die Polizei- unser Freund und Helfer...pah...

Also flüchtest Du Dich in eins der Häuser, das kann für Dich selbst stehen,


Das Stimmt. Ich baute mir meine eigene Welt auf... zeichnete mir die Kreaturen und Abends im Bett "ging" ich in diese Welt... die meisten mochten mich da, klingt lächerlich, ich weiß. aber was will ein mädchen im alter von 9 jahren machen, wenn die "freunde" sich abwanden und gar Feinde wurden. Und die freunde die ich hatte, waren falsch. Hab das auch hinter mir gelassen... Freundschaft gekündigt ect.

Die Mutter mit dem Kind, die sich da ausruht, steht für Geborgenheit und die Ruhe und den Schutz


In dieser Phase befinde ich mich jetzt noch. Ich bin ausgzogen, zwar zum leid meiner Eltern, weil ich die letzte bin, die bis dato noch da gewohnt hat, aber ich war froh aus diesem Dorf weg zu sein. Nichts gegen das Dorf- es war schön und friedlich an sich, nur die idiotischen Jugendlichen machten es zu Hölle für mich...
Als ich weg war von all dem Leid konnte ein neues Leben beginnen. Zu dieser Zeit traf ich auch meine erste und hoffentlich letzte Liebe meines Lebens.
Jetzt wohn ich hier mit Verlobten und Tochter. Alles ist schön. Niemand will mir ein Leid tun. Meine Depression ging zurück (ich fühlte mich ungeliebt, mit 8 jahren sagte ich eines abends im Bett zu meiner mutter "keiner mag mich"...und mit 14 war es schlimm, da sich keiner in mich verlieben wollte)

Hier bin ich glücklich und will es um nichts in der Welt hergeben.

Ich hätte nie gedacht dass der Traum eigtl so schön ist.

Ich danke dir, danke dir sehr
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oYo
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Re: Und es regnete.... Blut

Beitrag von oYo »

Hallo LamiaLuna,

uff, da hast Du aber wirklich schreckliche Zeiten durchgemacht. :( Ich bin auch auf dem Dorf aufgewachsen, weiß also sehr gut, wie es da manchmal zugehen kann. Aber zum Glück bin ich bei den anderen Kindern nicht auf so harsche Ablehnung gestoßen. Es ist manchmal erschreckend, wie grausam Kinder zu anderen Kindern sein können. :shock:

Das Ende Deines Traumes finde ich total romantisch und sehr versöhnlich. Ja, so gesehen ist es wohl wirklich ein schöner Traum. :)

Vielen Dank für Dein Feedback. Bild

Lieben Gruß, oYo
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