Wahrträume... langsam bekomme ich Angst

Philosophische und kritische Überlegungen zum Thema Traum und Traumdeutung

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Wahrträume... langsam bekomme ich Angst

Beitragvon Trottelchen » 14.01.2010, 14:19

Hallo, ich habe mich gerade hier registriert, weil ich momentan wirklich etwas verunsichert bin.

Ich hatte schon ziemlich oft "Wahrträume", also das ich etwas träume, was sich kurz darauf tatsächlich ereignet. Meistens sind das nur Banalitäten und Kleinigkeiten. Letzte Nachte habe ich z.B. wieder etwas geträumt, was dann heute tatsächlich passiert ist. Es ist wie eine "nächtliche Vorahnung", aber bisher wie gesagt nur schwachsinnige Kleinigkeiten, nichts wirklich von Bedeutung.

Allerdings hab ich zusätzlich die letzten beiden Nächte einen schlimmen Traum, der meine Mutter betrifft. Im Traum stirbt sie und es erscheint mir immer total realistisch. Es passierte jedesmal irgendwie, als sie draußen unterwegs war.

Meine Mutter ist gesundheitlich recht angeschlagen.
Letztes Jahr wurde bei ihr MS (Multiple Sklerose) diagnostiziert. Außerdem hat sie einen Herzklappenfehler, der aber laut Ärzten nicht so dramatisch ist. Aber durch MS wird sie immer unsicherer auf den Beinen und manchmal mache ich mir da schon Gedanken, dass ihr mal etwas passieren könnte dadurch.

Außerdem hab ich letztes Jahr ein Familienmitglied durch Krebs verloren, was mich auch belastet, da wird augenscheinlich immer eine perfekte Familie waren und ich nicht gedacht hätte, dass uns einmal sowas passieren würde.

Ich bin zwar schon 22, habe aber noch einen guten Kontakt zu meiner Mutter und sorge mich dementsprechend auch. Ich bin ohne Vater aufgewachsen, daher war in der Kindheit die Bindung zwischen meiner Mutter und mir sehr stark.

Da ich jetzt schon mehrfach solche "Wahrträume" hatte, fühl ich mich nun gar nicht wohl dabei, dass nun schon 2 mal hintereinander so dramatische Träume bezüglich meiner Mutter und ihrem Leben kamen. Ich möchte es wirklich nicht als "böses Omen" sehen, aber so etwas beunruhigt einen schon irgendwie.

Hat Jemand sowas schonmal erlebt, solche schlimmen Träume oder Wahrträume?
Trottelchen
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Ja das kenn ich...

Beitragvon kuschelbaer78 » 15.01.2010, 10:50

Hallo!

Ja solche Träume kenn ich. Hab ich auch oft. Da träume ich so Alltagssituationen die dann gewisse Zeit später wirklich passieren. Oft sind das nur kurze ausschnitte aus Unterhaltungen oder ich sehe mich etwas mit jemandem unternehmen.

Manchmal hatte ich das schon dass es bis zu nem halben jahr später erst passiert ist.

Das komischste war aber als ich einmal geträumt habe ich liege auf der couch und hatte eine kerze auf dem fernseher brennen. Die wurde zu heiss und begann sich in den Fernseher zu schmelzen, und dabei wurde das feuer immer grösser. ich konnte mein schlafendes ich, aber nicht wecken weil ich mich nicht bewegen konnte.

Da erschien mit einem mal meine beste freundin (die ich noch dazu über alles liebe) als engel in meinem Wohnzimmer. Sie sah wunderschön aus. mit grossen weissen Flügeln und einem weissen langen Kleid, und weissen High Heels Pantoffeln mit so einer Schnürung über den Unterschenkel.

Sie löschte das Feuer aus, und ging dann zu meinem schlafenden ich. Dann streichelte sie mir über die haare und die linke Backe und sagte "Pass besser auf mein Schatz, ich will doch nicht das Dir was schlimmes passiert." und dann verschwand sie wieder in einem hellen Licht durch das sie zuvor auch gekommen war.

Ungefähr 3 Wochen später ist das wirklich passiert. ich wachte auf weil ich das gefühl hatte mich hätte was am kopf berührt. und dann sah ich die rauchenden überreste der kerze im Fernseher Gehäuse stecken.

Die Träume mit Deiner Mutter kommen sicher daher, dass Du so Deine Angst verarbeitest sie zu verlieren. Das ist für Dich so das schlimmste was Du Dir vorstellen kannst, und so verarbeitest Du das dann.

Ich hatte solche Träume auch schon mit meiner schwester. Ich würde sie aber an Deiner Stelle nicht als böses Omen sehen. Sie sie als Ereignisse die hoffentlich nie eintreten, und geniesse die Zeit mit Deiner Mutter.

Vielleicht träumst Du das auch nur, damit Du im wachen Zustand den Kopf frei hast von solchen Gedanken. Sieh es mal so. Denn dann kannst Du Dich besser auf die schönen Erlebnisse mit Deiner Mutter konzentrieren.

Weisst Du was bei mir komisch ist. Bei mir passieren die Wahrträume nicht wenn ich sie jemandem erzähle. Also wenn ich jemandem erzähle "Du gestern hab ich geträumt das wir das und das reden." dann passiert es nicht. ist komisch, aber den Engel Traum hatte ich nie jemanden erzählt bevor das Ereignis eintrat.

Ich wünsche Dir das Du noch viele schöne Erlebnisse mit Deiner Mutter hast.

Liebe Grüsse
Christian
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Beitragvon Trottelchen » 15.01.2010, 14:10

Danke für deine Antwort, es beruhigt mich schon sehr, dass es auch anderen so geht wie mir. Manchmal dachte ich, ich bin irgendwie verrückt, wenn plötzlich Dinge passierten, die ich im Traum schon gesehen oder erlebt habe. Lustigerweise ist es bei mir auch so, dass bisher noch nie ein Traum wirklich wurde, wenn ich diesen Traum Jemanden erzählt habe. Ich habe gestern auch mit meiner Schwester darüber gesprochen, sie sagte mir, sie hatte auch schonmal derartige Träume.

Ich hab mir die letzten Tage zuvor auch oft Gedanken gemacht, wie das wohl in Zukunft weitergeht, ob es meiner Mutter jetzt immer schlechter gehen wird, etc. Vielleicht kamen die Träume wirklich als Reaktion darauf, weil ich das ganze so verarbeiten wollte.

Ich hoffe mal, das es so ist.
Danke für deine Antwort noch mal... ist schön mal zu lesen, dass es nicht nur mir so ergeht.
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Beitragvon Trottelchen » 03.02.2010, 14:13

Hi, ich melde mich noch mal.
Letzte Nacht hatte ich schon wieder einen solchen Traum über den Tod meiner Mutter. Allerdings war es diesmal etwas anders. Sonst war es eher so, dass ihr draußen etwas passierte. Im letzten Traum legte sie sich ins Bett und wachte nicht mehr auf, so wie ich mich noch daran erinner. Wieder fühlte es sich sehr real an. Ich hoffe, dass diese Träume bald ein Ende nehmen und ich wieder über angenehmere Dinge träumen kann.
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Beitragvon Schlafmütze » 06.04.2010, 16:46

Ja diese Dechavue Träume kenn ich auch.
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Tod der Mutter

Beitragvon Renate » 08.04.2010, 09:36

hallo,
hast du schon mal drüber nachgedacht, dass der Tod im Traum auch auf eine Veränderung hinweist?
Der Tod ist meist kein realer, sondern etwas in der Person, vielleicht auch im Bezug zu ihr, verändert sich.
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Beitragvon Ghost » 08.04.2010, 11:25

Hi Trottelchen,

sich der Botschaft von Träumen wirklich zu nähern, ist ausgesprochen schwierig. Gerne würde ich deine Gedanken einmal mutig in eine andere Richtung lenken, als zu den bisher hier hier geposteten Richtungen. Warum sollten deine Träume eine bedrohende gesundheitliche Dramatik mit deiner Mutter aufgreifen, die dir ja bekannt ist??? Das wäre höchst sinnlos, dies nochmals in der Nacht dir vor Augen zu führen. Das hat auch nichts mit Aufarbeitung zu tun, denn dieses Problem besteht ja schon viele Tage, es war also genug Zeit, hier schon alles an Wirklichkeiten wahrzunehmen, aufzuarbeiten.

Fakt aber ist, deiner Mutter hat erhebliche gesundheitliche Probleme und kämpft um ihre Gesundung. Damit wird sie für dein Unterbewußtsein auch als Traumsymbol interessant. Wo in deinen Leben gibt es nun eine Frau, eine Freundin, die dich ähnlich behandelt, für dich sorgte oder dir auch Lasten auftrug wie deine Mutter??? Wie gehst du mit deinen Freundinnen in dir selbst um, die sich um dich sorgen, warum kannst du einen Menschen plötzlich nicht mehr zu einer gewissen, aufwachenden Lebendigkeit verhelfen.

Wer steht nun für deine Mutter, du selbst oder steht deine Mutter eben für eine gute Freundin, Nachbarin, Kollegin, Großmutter...

Herzlichst

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Beitragvon Dawn » 11.04.2010, 16:32

Hallo .
Auch mir geht es ähnlich.Ich träume von Dingen , die meist ein oder zwei Wochen später wirklich geschehen. Jedoch sind es des öfteren auch Sachen von denen ich vorher nicht die geringste Ahnung hatte , mit denen ich persönlich nichts zu tun habe oder geschweige denn davon weiß.Daher kann ich mir nicht vorstellen , dass es sich bei mir darum handelt , dass ich gewissen Dinge verarbeite.
Langsam macht mir diese Sache echt Sorgen , da es immer häufiger vorkommt.
Hilfe?! :?:
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Beitragvon torte » 28.04.2010, 11:59

hi ihr Träumer,

beim lesen im Forum erweckte sich für mich der Eindruck, dass es einigen Leuten Angst macht. Seit dem ich seit einigen Jahren auch eben diese Träume habe, die ich dann morgens Jemanden erzähle und die dann in wichtigen Details war werden, suche ich auch eine Erklärung. Solche für uns übersinnlichen Dinge wurden bis vor einiger Zeit von der Wissenschaft belächelt und von den Religionen als Gotteswerk gesehen. Nun weis ich aus einer sicheren Quelle, dass beispielsweise die Arbeit von sogenannte „Sehern“ oft erfolgreich für polizeiliche Ermittlungen herangezogen werden, diese Ergebnisse jedoch vor Gericht keine Zulassung als Beweismittel erhalten, weil eben wissenschaftlich nicht zu erklären sind. Nun will ich darauf verweisen, dass in der Vergangenheit unerklärliche Dinge nicht nur belächelt wurden, sonder zu Folter und Hinrichtungen geführt haben. Der Mensch kann nun mal nur glauben was er sich erklären kann.

Ich lasse für mich die Option offen, dass es eben doch ganz einfach zu erklärende Dinge sind, die es nur noch zu erforschen gilt. Mit Sicherheit wird es Dinge geben, die weit außerhalb unserer Wahrnehmung liegen. Nur wir, die Träumen können, was erst später passiert sind ansatzweise in der Lage die Relativität der Zeit wahrzunehmen- warum auch immer- eine Sinnesgabe, die vielleicht jeder hat, jedoch sie nicht anwenden kann.

Also keine Sorgen machen, irgendwann gibt es einen ganz schlauen Professor, der dahinterkommt und wir sagen erleichtert: achsooooooooooooooooooooooooo

P:S: Mich würde mal interessieren, wie viele Menschen es mit dieser Gabe gibt.
torte
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