Graue Häuserblöcke der Menschenrealitäten

Philosophische und kritische Überlegungen zum Thema Traum und Traumdeutung

Moderator: Mirakulix

Graue Häuserblöcke der Menschenrealitäten

Beitragvon Irves » 12.07.2016, 02:39

Hallo erstmal und Vielen Dank an die Webmaster, Mods und anderen Teilnehmer, die so ein Forum am Leben halten :-)

Zu meiner Person:
Ich bin männlich, 41 Jahre alt und träume jede Nacht, wobei meine Träume in der letzten Zeit, nach dem Tod eines sehr nahe stehenden Familienmitglieds vor drei Monaten, noch intensiver geworden sind und ich quasi in Parallelrealitäten gleichzeitig lebe/träume und momentan den Faden verloren habe und diese Traumrealitäten einfach so als Bestandteil meiner multiblen Extistenz akzeptiere. Träume sind für mich so real wie die "Realität", die wir im "Alltag" erleben (wenn nicht sogar realer) aber dazu vielleicht ein anderes mal und in einer anderen Forumssektion, da dies hier den Rahmen sprengen würde.

Ein Traum, der mich sehr geformt hat, ist folgender und es würde mich sehr interessieren was ihr dazu denkt.

Es war ein sehr intensiver Traum und ich konnte fast
alles glasklar erkennen.

Ich befand mich in einem dunklen Korridor eines herabgekommenen Hauses.
Der Korridor war kärglich mit schwachen Lampen beleuchtet und die Blechlampen-
schirme reflektierten das Licht grotesk an die Wände, die grau und völlig verwahrlost waren.

Entlang des Korridors gab es sehr viele Türen, so dass ich mich entschloss in eine
Tür einzutreten. Was ich dahinter in einem einzelnen Raum sah, hat mich
sehr verblüfft. In diesem Raum war in einer Ecke eine Menschenmenge getürmt,
wie es bei einem Rugbyspiel üblich sind, wenn die Spieler um ein Ball
kämpfen und sich übereinander stapeln, nur dass die Leute in diesem Raum
versuchten sich in eine obere Ecke des Raumes zu drücken, wo absolut nichts war.
Sie kämpften regelrecht, wobei einige andere drückten, wegzogen,
über sie hinwegkletterten, aber auch halfen näher in die Ecke zu kommen.
Die Leute waren alle mit Anzügen und Kravatten gekleidet.
Der Raum hatte keine Fenster, war quadratisch, bedrückend klein und sehr schumrig beleuchtet.

Abseits standen einige sehr traurig als ob sie sich sehen würden ein Teil
dieses stupiden Haufens zu sein, die für ein Nichts an der Ecke miteinander
ringten.

Ich bin schnell raus, da es mir die Brust zuschnürte.

Ich bin in ein anderen Raum in diesem Korridor gegangen und habe ein gleiches Bild
gesehen nur, dass der "Rugbyhaufen" nur diesmal aus einfachen Arbeitern bestand,
die sehr abgearbeitet und müde aussahen. Ja fast schon bauernhaft, die ein leben lang
"ackerten".

In einem dritten Raum, habe ich Soldaten gesehen, deren Hauptmann auf dem
sich ringenden Haufen stand und in die (leere) Ecke salutierte.

Nach weiteren Räumen mit dem gleichen Bild jedoch unterschiedlichen
Menschengruppen (Ärzte, Obdachlose, Politiker...etc..), trat ich in ein Raum
mit einem Fenster und ich sprang sofort raus.

Ich landete in der Mitte eines Hinterhaushofes.
Umgeben war ich von Häuserwänden mit Fenstern an einigen Stellen.
Ich fand jedoch kein Ausgang, um diesen Ort zu verlassen.
Die Wände waren sehr hoch gen Himmel, wo ich jedoch ganz weit oben eine Art
Licht sah.

Ich wollte fliegen und flog auch. Ich flog höher und höher bis ich die Häusermauern überwunden
hatte. Was ich dann sah, hat mir den Hammer gegeben:

Bis zum Horizont Häuserblocks mit ähnlichen Höfen, aus denen es kein
Ausweg gab als zu fliegen und fliegend zu bleiben.

Ich fiel wieder zurück und erwachte.

Ich musste die restliche Nacht denkend verbringen:

Jeder hat ein gesellschaftliches Umfeld, in denen er gemäß seiner Erziehung,
seines Erfahrungsschatzes lebt. Jeder lebt in einem dieser Räume und versucht
als Sieger aus diesem Getümmel rauszukommen (bzw. "raufzukommen"). Es ist gleich, welchen
sozialen Status man hat, welcher "Kaste", Nationalität...etc man angehört.
Das Ziel was erreicht werden soll bzw. von wem auch immer
vorgegeben ist: eine ECKE, eine hohle, nichtsbedeutende ECKE.

Selbst wenn man als "Außenseiter" lebt,lebt man in einem Raum voller
"Außenseiter", die irgendwo ihre Ecke im Raum haben und irgendwas suchen.

Meistens ist es in ein anderen Raum ihrer Wünsche zu kommen, um Karriere
zu machen, um eine Familie zu gründen oder was auch immer. Also ein Bestandteil
eines anderen Raumes zu werden.

Nur wenige schaffen es ein Raum mit Fenster zu finden und rauszufliegen.

Aber wie geht es dann weiter ?
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Re: Graue Häuserblöcke der Menschenrealitäten

Beitragvon Alpha » 12.07.2016, 09:03

Du befindest dich im Labyrinth der gemachten Gesellschaft Irves

die instinklos im gemachten Quubus in das 3Eck zu gelangen versuchen ~ früher hiess es noch der Mensch is immer noch in der Hoehle ~

Solange du immer noch nach einem "Danach" suchst, bist du Bestandteil dieser irren Gesellschaft und ringst wie alle anderen um die 3er Ecke ~ also um die "Spitze" die es NICHT gibt und auch nie geben kann ~ dein AUSflug hat dir das ja bewiesen ~

du bist immer noch fest im Labyrinth der Matrix gefangen ~ bewegst dich immer noch programmiert wie ein Automat und faellst erst tot um, wenn du keine LebensKraft kein Saft mehr in dir Batterie fuer die Matrix in deinem Leib fliesst

ES gibt kein rAUS
rAUS is AUS is tot is NICHT

Als ich mehrmals im Labyrinth drin war(es gibt sogar verschiedene, die ich besuchen durfte), akzeptierte ich im Traum und bemuehte mich drin zu bleiben ~ im halbwachen Zustand sah ich meine Schlafstattumgebung und sank bewusst wieder ins Labyrinth ~ "ich WOLLTE drin bleiben!" und meine aufkommende Panik geniessen, mich an allen meinen Emotionen laben

Irves
~LEBEN~ is ewICHSEIN~ ~ ~ ~ ~~~~~~~~~~~~~~

kein Anfang kein Ende ~ zeitlos ~ ziellos ~ zahllos
solange du nach dem AUSgang suchst und einem zeitlichen danach ohne es akzeptierend transformiert zu haben kannst du NICHT
LEBEN sondern existierst wie alle anderen Lemminge ~ der Lemmming will rAUS ~~~ ICH bin drin ~ ICH bin SEIN ~~~ ICH bin das Labyrinth ~~~~ und ~~~~~~~~~~ lebe


:D ROSE ALL
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Re: Graue Häuserblöcke der Menschenrealitäten

Beitragvon Irves » 12.07.2016, 19:15

Hallo Alpha,

du hast geschrieben "Als ich mehrmals im Labyrinth drin war(es gibt sogar verschiedene, die ich besuchen durfte), akzeptierte ich im Traum und bemuehte mich drin zu bleiben ~ im halbwachen Zustand sah ich meine Schlafstattumgebung und sank bewusst wieder ins Labyrinth ~ "ich WOLLTE drin bleiben!" und meine aufkommende Panik geniessen, mich an allen meinen Emotionen laben "

Was für eine Erfahrung hast du gemacht, mit welcher Konsequenz für dein "Realleben" auf der Erde ? Und bevor ich dir weiter antworte und wir uns ggf. "mistverstehen": Was verstehst du unter "Tod" ? Kann man sterben ?

Danke im Voraus
Irves
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Re: Graue Häuserblöcke der Menschenrealitäten

Beitragvon Alpha » 13.07.2016, 09:38

Irves hat geschrieben:Hallo Alpha,

du hast geschrieben "Als ich mehrmals im Labyrinth drin war(es gibt sogar verschiedene, die ich besuchen durfte), akzeptierte ich im Traum und bemuehte mich drin zu bleiben ~ im halbwachen Zustand sah ich meine Schlafstattumgebung und sank bewusst wieder ins Labyrinth ~ "ich WOLLTE drin bleiben!" und meine aufkommende Panik geniessen, mich an allen meinen Emotionen laben "

Was für eine Erfahrung hast du gemacht, mit welcher Konsequenz für dein "Realleben" auf der Erde ?
Ich lebe kein Realleben :)

Welche Erfahrung mit welcher Konsequenz habe ich also im wirklichen Leben ~
Tiefe Ruhe fliesst durch mich durch und hat mein Klammerreflex mit Haften an "reale" Ersatzbefriedigung geloest ~ diese Ruhe lies mich in den verschiedenen Labyrinthen einfach sein ~ seit dem ich mich nur noch mit dem unmittelbar meine Nase beruehrende loesend beschaeftige (also seit 2000) war ich erst in der Lage meine damaligen Probleme Welle fuer Welle zu loesen
Die Labyrinthe wurden mir eingespeist, sind also NICHT von mir ~ deshalb bin ich etwas irritiert im Antworten deiner Frage ~ mein eigenes Labyrinth wurde ja mit meinen Problemen geloest ohne mir je als Traum zu begegnen

Irves hat geschrieben: Und bevor ich dir weiter antworte und wir uns ggf. "mistverstehen": Was verstehst du unter "Tod" ? Kann man sterben ?

Danke im Voraus

Tod im Leben is dir vielleicht auch ein bekannter Spruch
Tod is Ende vom einem im Anfang vom anderen also Transformieren Hmm mein ganz besonders Faehichsein

Was stirbt also im Leben ~ ganz einfach ~ das Tote stirbt ~ die LebensLuege stirbt ~ und damit sterben alle Krankheiten und Schwaechen
Was is das Tote ~ das stauende behindernde Labyrinth=Wiederholungen Leben zehrende kraenkende schwaechende
Leben lebt
und kann naturlich NICHT sterben ~ ich habe das so viele Male versucht ~ der Tod haut foermlich vor mir ab, bin ihm auch eine Weile vor Jahren hinterher gelaufen, eher aus Jux ~ ich wollte es WISSEN!!
Im Leben gibt es keine Seelen ~ auch die sind tote Realitaeten ~~~ werden sie jedoch akzeptierend eingeladen in´s ichLich beleben sie sich im LeibLichsein

Ergo
kann man sterben ( ;) man ist NICHT Mann ;) )

So ~ das mal fuer´s erste ~ konnte ich mich "verstaendlich" "ausdruecken"?
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Re: Graue Häuserblöcke der Menschenrealitäten

Beitragvon Trigital » 18.07.2016, 14:03

Hallo Irves,
der Traum wirft für mich die Frage auf, ob es Kritik an uns Menschen ist oder ob es nur Kritik an dir selber ist?
Weil es ist ja dein Traum und bedingt durch deine analysen an uns Menschen. Trotzdem eine relativ deutliche. Aber es ist die Frage. Siehst du nur das aus dem Traum oder kannst du noch anderes erkennen, wenn du eine einzelne Person auf der Strasse triffst. Kannst du sehen ob sie Musik nur hören oder auch leben oder verstehen? Kannst du sehen, ob sie lieben oder leiden? Kannst du sehen, ob ihr inneres mehr oder weniger Sinn macht?
Ich denke nicht, dass man diese Dinge so leicht ausmacht. Deshalb glaube ich, dass dein Traum sich mehr auf eine doch wahrhaftige Oberflächlichkeit beruft.
Die Frage dabei ist vielleicht 'Was ist nichts?'
Ich denke es sind die Gefühle gemeint wonach wir uns richten. Ist es doch bedenklich, dass sie als nichts dargestellt werden. Als hätten sie einen unstillbaren Hunger nach etwas und dabei ist es egal, was sie essen?
lg
Zu Wissen ist ein Moment.
Unwissenheit der Zustand vom restlichen Teil des Lebens.
Das Schöne daran gut geschlafen zu haben ist, daß der Tag gut war, bevor er angefangen hat.
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Re: Graue Häuserblöcke der Menschenrealitäten

Beitragvon plush » 21.07.2016, 15:11

Hallo Irves!

Versuche mal bitte, Deinen Traum gemäß des Musters in dem Bespieltraum vorzubereiten, den Du Dir über den Link unten anschauen kannst. Hast Du vorab Fragen zu der Vorgehensweise?

Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit!
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Re: Graue Häuserblöcke der Menschenrealitäten

Beitragvon Alpha » 30.07.2016, 13:26

Heute nacht traeumte ich mich erst im Ende(Rueckzug in der pechschwarzen Nacht in der Angst vor dem StromSchlag) und dann im Anfangen (in der Bildung ) des Labyrinth und wurde da raus~gesaugt
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Re: Graue Häuserblöcke der Menschenrealitäten

Beitragvon plush » 30.07.2016, 14:57

Suchst süchtig einen Saugling, in der verirrten Einbildung, er könne Dich erlösen aus dem Labyrinth der zu Betonblöcken erstarrten 'Zwischenmenschlichkeit'? Am Anfang dieser Tragädie Deines (bisherigen) Lebens steht jedenfalls ein Trauma (verkleidet ins Symbol des Strom-Schlag), das von eben solch einem Riesensaugling verhängt worden sein muß: Dein Dich für Deine triebhafte Wissbegierde (an der 'Steckdose'?) strafender Erzieher...

"Menschen: Leute, die in Dreck gestoßen mit Dreck sich zu reinigen suchen" (Heraklit)
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Re: Graue Häuserblöcke der Menschenrealitäten

Beitragvon Alpha » 30.07.2016, 21:00

Danke Plush
deine Antwort hat mir eine Frage, die ich nicht stellen konnte beantwortet ~ der Tod meiner Mutter in meiner Geburt ~
WissbeGierde hatte ich noch nie ~ ich empfange reichlich das mir Leben mich darin erkennend fuehlend schenkt

Meine Praegung meiner rausgesaugten Geburt verhindert, dass ich von mir aus willentlich auf etwas zugehen kann
Ich muss bis in den Tod warten und werde dann geholt ~ ich habe und es gibt keinen Willen der mich bewegen kann

Die Macht des Labyrinth scheitert an meinem fehlenden Willen
meinem Sitzfleich und Beharrungsvermoegen
ueber die Grenzen des willentlich fordernden Erwartenden

Danke Plush! Deine Worte schenkten mir meine hier fliessende Antwort :D Endlich is mir mein so wohltuendes Verhalten klar :D das mir mein Fraulichsein so einfach gelingen laessd
DANKE DANKE DANKE
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Re: Graue Häuserblöcke der Menschenrealitäten

Beitragvon Alpha » 30.07.2016, 21:36

Wenn jedoch ich gesunde Frau betraeumt werde
mache ich das ich traeume zu meinem eigenen
der Betraeumer hat gar nix davon
er is immer noch mit seiner Wissbegierde im Labyrinth gefangen
weil er der Architekt/Programmierer vom Labyrinth is
Es gibt jedoch eine andere Moeglichkeit ~ dazu muesste er seine Praegung durchbrechen und nochmal zum Ende in die Nacht gehen und statt sich zurueckzuziehen
ins Wasser tauchen und den Stromschlag mit allen Folgen aushalten
so wird aus der Diva ein richtiger begehrend handelnder Mann, der keine Ent~Scheidung mehr braucht und weiter weiter geht immer weiter weg von seiner Bildung hinein in sein fuehlend instinktiv Logichsein
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Re: Graue Häuserblöcke der Menschenrealitäten

Beitragvon Alpha » 30.07.2016, 21:49

Wenns ohne mich nich klappt
dann gehts eben nur in meiner Anwesenheit in meiner "Aura" die ich nich habe

mich per Traum einfach benutzen is anscheinend doch nich moeglich

:D Alpha "ROSE ALL"
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