Alptraum

Hier können sich Besucher untereinander Träume posten und helfen, diese zu deuten.

Moderator: Mirakulix

Alptraum

Beitragvon Gertrude » 09.05.2019, 08:14

Vor etwa 3 Wochen hatte ich folgenden Traum,
ich stand in einem beleuchteten Raum und sah 2 Frauen an einem Tisch sitzen die sich unterhielten, jemand stand hinter einer art Wand die rosarot war..ich nahm diese Wand die eine größere Platte war weg und dahinter stand der ex freund meiner Tochter mit erhobener Hand samt Messer..ich fasste ihn am Handgelenk und hinderte ihn dran zuzustechen.. ich sah ihn an und habe laut nein gesagt und das Messer aus seiner Hand genommen..mit rasendem Herzklopfen wurde ich wach nahm Rescue Tropfen um mich zu beruhigen konnte aber nicht mehr einschlafen .

Vorgeschichte, vor 1 Jahr hat der Exfreund meiner Tochter seine Mutter erstochen,er wurde natürlich weggesperrt ,eh das Unglück letztes Jahr stattfand hatte ich ebenfalls einen Traum wo ich ganz viel Blut gesehen habe das aber nicht einordnen konnte bis es dann eben passiert war.

Ich bitte um eure Gedanken zum Geschehen meines Traumes denn in mir ist in der Tat Angst das dieser Mann wieder so grausames anrichten könnte und wird.
Gertrude
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Re: Alptraum

Beitragvon Ghost » 09.05.2019, 11:23


Hi Gertrude,

ich würde diese Traumhandlung nicht im Zusammenhang mit den vergangenen dramatischen Ereignissen des realen Exfreundes deiner Tochter verstehen. Unsere Träume sind ja permanent bemüht, unsere Lebensposition zu erhalten und dort wo es möglich ist, sie sogar zu verbessern. Wenn ich einmal mit einer spirituellen Brille auf deinen Traum schaue, dann schimmert für mich folgende Botschaft durch: Du befindest dich in einer Lebenssituation, in der es noch kein Mann wirklich geschafft hat, an deinen ungedeckten Tisch platz zu nehmen und darauf etwas hinzustellen, das Gemeinsamkeit schafft. Du bist noch immer mit 2 Wesensteilen von dir beobachtend beschäftigt, die keinerlei erkennbare Aktionen in dieser Zeit starten werden.

Und dann nähert sich hinter einer rosaroten Sperr-Wand für die Liebe ein Mann, den du so bedrohend empfindest wie den #x-Freund deiner Tochter. Natürlich hat er auch ein Messer in seiner Hand, das hier traumsymbolisch als Phallussymbol steht. Du bist es, die eine große trennende rosarote Wandplatte entfernt. Und jetzt zeigt sich, dieser Mann wirkt bedrohlich wie der Mann deiner Ex-Tochter, ABER er läßt sich mühelos von dir schon allein durch dein "Nein" von seinem Penetrierungswunsch abbringen. Jetzt dürfte auch dir hoffentlich klar werden, dass es ein riesiges Angst-Potential in deinem Leben gibt, einen Mann ganz nahe an dich heran zu lassen.

Dein Traumbild zeigt dir unmißverständlich, dass du sehr schnell glaubst, wieder so einen Mann wie den Mann deiner Ex-Tochter zu begegnen, in jedem Mann der sich deiner trennenden rosafarbenen Wand nähert.

Die gute Nachricht lautet also, es gibt Männer, die sind anders gestrickt als deine Vorurteile und sie lassen sich durch dein "Nein" wieder vertreiben. Was wird dann geschehen, wenn dieser Mann wieder weg ist, also 3 Wochen vergangen sind???. Dann sitzen deine Wesensteile wieder an den ungedeckten Tisch und labern so vor sich hin und du beobachtest besorgt ihr Gelaber..... Und wieder hat sich deine Situation nicht verbessert, Distanz vor allen Gefahrenmöglichkeiten stehen im Vordergrund. Und um den Zustand deiner Aktionslosigkeit zu beenden mußt du nun wieder hier im Forum aktiv werden. Ich bin sicher Picadora freut sich darüber, wieder von dir etwas zu lesen und sie wird bestimmt aktiv werden und dir antworten. Sind es diese Aktionen, die du gerne anstrebst???

Ein Traum der dich auffordert, mehr Kommunikation zum Zwecke des guten Kontaktaufbaues zu betreiben Setze deine spirituellen Möglichkeiten ein, um Spreu vom Weizen sicher zu unterscheiden........

Herzlichst

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Re: Alptraum

Beitragvon Evelin » 09.05.2019, 12:48

Hallo Gertrude

Ich will nicht ausschließen, dass Gohst recht haben könnte.

Meiner Sicht nach, handelt sich aber eher um deine Angst, dass deine Tochter nicht sicher sein könnte.
Das Bedürfnis nach Sicherheit, steht im Raum,
Du hast im Traum die Situation bewältigt, was bedeutet, die Gefahr besteht nicht mehr. Aber natürlich die Angst vor Gewalt die deiner Tochter angetan werden könnte, hat sich in dir gewissermaßen festgesetzt
Dadurch, dass du Nein sagtest, bist du auf dem Weg, mit deinen Gefühlen umzugehen und sie ablegen zu können.
Insofern, kommt die Aussage
unerfreuliche Ereignisse werden durch ein schönes und harmonisches Leben ersetzt, in deinem Traum zum tragen.

Deine Gedanken hierzu, du kannst sie positiv von Freude für die Zukunft, deiner und die deiner Tochter, oder negativ von Ängsten ausgelöst beeinflussen.

Liebe Grüße
Evelin
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Re: Alptraum

Beitragvon Ghost » 09.05.2019, 13:53


Hi Gertrude,

was spricht gegen den Deutungsansatz von Evelin??? Dein Unterbewußtsein gibt sich alle erdenkliche Mühe, um dir eine sehr korrekte Botschaft zu offenbaren. Wie geht nun so ein Unterbewußtsein, wie geht deine Seele nun bei der Traumhandlungserstellung genau vor. Die Antwort ist äußerst einfach. Ich will einmal versuchen, dir dies an einem kleinen Beispiel deutlich zu machen:

Du kannst deinen Traum wie ein kleines Theaterstück verstehen. Zu Beginn der Traumhandlung wird zu deiner Orientierung die Lebenssituation, die gerade beleuchtet werden soll, festgelegt. In diesem Falle also das Sitzen von zwei Wesensteilen von dir an einem umgedeckten Tisch die rumlabern, keine Anzeichen von Aktivitäten entwickeln. Keine Nahrungsaufnahme die sie aufnehmen, keine Gefühlsgetränke.

Zu Beginn deines Traumes wird also durch die Handlung die große Themen-Überschrift festgelegt. Das Thema: 2 Frauen labern ohne Aktionen an einem Tisch, ohne dass auf dem Tisch etwas besonderes kommt. Es kommen nicht einmal Symole der Angst auf den Tisch wie Totenmasken, Bilder von Verbrechen, von Vergewaltigungen oder gar Mord. All das ist auf dem Tisch deiner Traumhandlung nicht zu sehen. Damit ist der Ansatz von 'Eveline nicht mehr wirklich haltbar.

Was schließt du daraus messerscharf??? Na klar, es geht bei diesem Thema nicht um die Angst um deine Tochter. Worum geht es dann??? Und hier beginnt der

2. Traumakt
Du öffnest eine rosafarbene Wand-Sperre zur Liebe eines dahinter stehenden Mannes und kannst damit all seine Gefühle und Wünsche erblicken. Und sofort glaubst du das Wesen des Mannes deiner Ex-Tochter zu erkennen. Ist diese Einordnung richtig???

3. Traumakt
Natürlich nicht. Also zeigt dir deine Seele im 3. Traumakt einen Ex-Mann deiner Tochter, der sich aber allein durch dein "Nein" stoppen läßt. Und damit nicht genug. Er übergibt sein männliches Phallussymbol sogar deinen Händen, legt also traumsymbolisch sein männliches Glied in deine Hände. Er vertraut dir so sehr, dass er dein Ergreifen mit deinen Frauenhänden zuläßt und er vertraut weiter, dass du damit vorsichtig umgehst....

4. Traumakt
Bei soviel Bereitschaft des Mannes, seine Männlichkeit und seinen ganzen Wünsche in deine Hand zu legen, bekommst du vor Aufragung rasendes Herzklopfen die du dann nach dem Erwachen mit Rescue Tropfen auflöst. Das beginnende Herzklopfen der Liebe im Angesicht des Vertrauens des Mannes zu dir begegnest du mit Gefühlsdämpfenden Tropfen.........

Hier geht es also keinesfalls um deine Sorgen um deine Tochter, sondern um deine Angst im Angesicht des entwaffnenden Verrauens eines Mannes zu dir, der alles geschehen läßt, was deine Hand von ihm ergreifen möchte, ups, smile....

Herzlichst

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Re: Alptraum

Beitragvon Picadora » 10.05.2019, 12:07

Hey Gertrude,

was war denn da los, vor etwa drei Wochen, also bevor Du diesen Traum hattest?
Träume entstehen ja nicht aus dem Nichts heraus - es gibt immer einen Auslöser, etwas, das uns beschäftigt, emotional aufrührt etc. Das wär schon wichtig, um tatsächlich nachvollziehen zu können, was der Traum bedeutet.

Ich weiß nicht, ob sich Dein Traum auf diesen Ex Deiner Tochter bezieht. Du schreibst ja, dass er 'weggesperrt' ist - insofern besteht ja erstmal kein Grund, dass das jetzt wieder passieren könnte.
Oder jährt sich diese Geschichte gerade? War vor 3 Wochen der Jahrestag? Das könnte dann natürlich schon nochmal ein Auslöser darstellen.
Hat Deine Tochter wieder eine Beziehung?

Also vielleicht ist der Traum eine Verarbeitung - oder vielleicht die Angst davor, was Deiner Tochter nochmal passieren könnte. Aber letztlich ist es Dein Traum, und bedingt von dem, was bei Dir gerade los ist.

Ganz allgemein:
Die rosarote Wand im Traum wirkt tatsächlich wie eine Art 'rosarote' Brille: alles scheint wunderbar zu sein, doch schaut man hinter die 'Fassade' (oder nimmt eben diese rosa Brille ab), taucht da plötzlich die 'Gefahr' (oder die Angst) auf.

Beides sind extreme, d.h. übertriebene Sichtweisen: denn weder das Rosarote Alles-Wunderbar entspricht der 'Normalität' noch dieses Horror-Szenario, dass dahinter sichtbar wird.

Das Messer ist aus meiner Deutungssicht kein Phallussymbol - das ist eine sehr veraltete Ansicht, die von Freud stammt.
Meiner Erfahrung nach sind Messer in Träumen sowohl a) ein Symbol für ein Analyse-Instrument als auch b) etwas mit dem man, in Handlung übertragen, einen Schnitt machen kann.
a) Man sagt ja auch 'messerscharfe Gedanken' und wir Menschen neigen dazu, unsere Gefühle häufig im Kopf zu 'beschneiden' (also schon im Vorfeld, vor lauter Angst, zu unterdrücken oder nicht zuzulassen).
b) in Handlung übertragen kann es ein Hinweis sein, einen Schnitt oder Cut zu machen - das heißt: Stopp zu sagen, etwas zu beenden, oder auch 'Nein' zu sagen - ganz so, wie Du es im Traum auch getan hast.

Zusammengefasst würd ich sagen: der Traum will Dir vermutlich sagen, dass es Zeit ist, mit dieser Geschichte abzuschließen. Ihr habt da was furchtbares erlebt, sowohl Deine Tochter, als auch Du (als Mutter). Menschen sind leider nicht immer durchschaubar, und sicher wird Deine Tochter besonders vorsichtig sein, auf wen sie sich in Zukunft einlässt.

Ich glaube der Traum will Dir deutlich machen, dass es in der Regel eben nicht 'rosarot' ODER 'Horror' gibt im Leben. Das war eine Ausnahme-Situation. Und wenn man - bei allem Wohlgefühl - genau hinschaut, eben die rosa Brille abnimmt, dann erkennt man rechtzeitig was los ist, und kann auch rechtzeitig Stopp sagen.

soweit von meiner Seite,
viele Grüße Picadora
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Re: Alptraum

Beitragvon Ghost » 10.05.2019, 14:48


Hi Gertrude,

natürlich ist das Messer in Männerhand traumsymbolisch mehrfach besetzt. Männliches Phallussymbol, männliche Aggressivität, das mit dem Messer durchstoßen ( Defloration ), zustoßen, abtrennen, alles kann damit erfolgen. Da du auch schon eine gestandene Frau bist, ist also die Symbolbedeutung vergangener Zeit nicht unbeachtet zu lassen.

Da dein Traum ja mit dem Tischgespräch der beiden Frauen begann, dies also das zentrale Thema noch unverändert ist, erhebt sich die Frage, warum hast du die trennende rosarote Wand geöffnet, als du die aktionslose Gesprächsführung der beiden am Tisch bemerkt hast. Hier fällt mir als mögliche Lösung ein, dass dein Unterbewußtsein das Bild eines Patienten-Therapeutin-Gespräches signalisieren könnte, dass Du durch ein therapeutisches Einzel- oder Gruppengespräch gefordert bist, dich den Gefühlen der Liebe zu einem Mann zu öffnen.

Vor drei Wochen stand ja aufgrund deiner Träume die Frage des Auftauchens eines Mannes im Raum. Im aktuellen Traum stand tatsächlich auch ein Mann wartend auf dich hinter deiner Sperrwand der Liebe. Der Verlauf vieler Therapieformen zeigt als Ergebnis oft, dass sich bestimmte Anfangsbilder völlig verändern und manchmal sogar völlig auflösen.

Welches Bild könnte einer Veränderungforderung unterliegen??? Dein Bild von der Gewalttätigkeit, Rücksichtslosigkeit, des fehlendes Einfühlungsvedrmögens von Männern??? Dein Traum zeigt einen sehr einfühlsamen Mann, der deinen Händen alles ergreifen läßt, sogar wegnehmen läßt durch deine Hände............ Von deiner Tochter ist keine Spur in der Traumhandlung zu erkennen, wohl aber die Symbolik eines gewalttätigen Mannes als aktuelles, stets präsentes Männerbild.........

Herzlichst

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Re: Alptraum

Beitragvon Gertrude » 12.05.2019, 21:27

Guten Abend, konnte leider nicht früher antworten und mich für eure Gedanken zu meinem Traum bedanken da ich viel zu tun hatte.

@ Ghost @Picadora @Evelin
bezüglich Ex Freund meiner Tochter in meinem Traum soviel.. bei guter Führung und entsprechender Medikation besteht im realem Leben sehr wohl die Möglichkeit das er in absehbarer Zeit zumindest wieder kurzzeitig(zb Wochenende mit Fußfessel) nach Hause gehen darf,meine Tochter ist zwar auf Suche nach einer anderen Unterkunft aber lebt noch in dem Haus welches ihm gehört, dieses Haus soll verkauft werden weil Schulden drauf sind,ihr Exfreund war auf Montagearbeit sehr selten anwesend und sie hat alles gemacht was notwendig war um am Haus weiter zu bauen.. du siehst also das meine Sorge oder Angst das wieder etwas schreckliches passieren kann nicht unbegründet ist und ich denke jede Mutter würde sich beunruhigt fühlen. Ich hatte den Ex Freund meiner Tochter sehr gerne und war geschockt als ich erfuhr was vorgefallen war,ich brauchte lange um mir das bewusst zu machen und wenigstens ein bisserl zu verdauen, warum ich die rosarote Wand der Liebe wie du es nennst weggenommen habe fragst du.. jetzt kann ich es dir sagen nachdem ich deine Zeilen an mich gelesen habe.. ich habe mich nicht getraut genau hinzusehn weil es einfach brutalst gewesen ist,konnte es nicht glauben das er so ist, so etwas nicht tut, keinem Menschen das Leben nimmt, auch seiner Mutter nicht..aber es ist passiert und natürlich geht es um mich und meine Angst um mein Kind und es braucht Mut die rosarote Wand wegzunehmen und anzusehen was da ist und nicht das sehen zu wollen was man eben sehen will..ja wie Picadora schreibt ich habe die rosarote Brille abgenommen,ein paar Tage vor meinen Traum hat mir meine Tochter mitgeteilt das ihr Ex Freund ev mit Fußfessel wieder zwischenzeitlich heimkann..mein Verhältnis zum Ex meiner Tochter war ein gutes aber die Beziehung war problematisch zwischen meiner Tochter und ihm, er hatte ihr nicht gesagt das er schizophren ist,das kam erst so nach u nach heraus aus ihm. Evelin und Picadora haben mir den Traum sehr gut geholfen zu verstehen.. genau 1 Jahr ist es jetzt her..10 Mai letztes Jahr war das Geschehen. @ Ghost, Ein Gespräch oder eine Unterhaltung zwischen 2 Frauen ist nicht aktionslos,es ist eine Unterhaltung da müssen keine Symbole herumstehen oder liegen, es brannte licht und es war hell rosarote Wand, Mann, Messer, also Symbol genug meine ich. Es war meine rosarote Wand die ich weggenommen habe dh für mich das genug Liebe in mir ist und ich den Mut hatte anzusehen das es auch häßliches liebloses und bedrohliches gibt und noch etwas,ich schreibe hier in diesen Forum keinen Traum von mir nur weil mir langweilig ist sondern weil ich nicht einordnen oder zuordnen kann und dabei um Hilfe und Unterstützung bitte... deine Zeilen hier

Dann sitzen deine Wesensteile wieder an den ungedeckten Tisch und labern so vor sich hin und du beobachtest besorgt ihr Gelaber..... Und wieder hat sich deine Situation nicht verbessert, Distanz vor allen Gefahrenmöglichkeiten stehen im Vordergrund. Und um den Zustand deiner Aktionslosigkeit zu beenden mußt du nun wieder hier im Forum aktiv werden. Ich bin sicher Picadora freut sich darüber, wieder von dir etwas zu lesen und sie wird bestimmt aktiv werden und dir antworten. Sind es diese Aktionen, die du gerne anstrebst???

drücken zumindest für mich einiges an verachtung aus.. .
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Re: Alptraum

Beitragvon Ghost » 12.05.2019, 22:55


Hi Gertrude,

wenn ich deine Zeilen richtig verstanden habe, dann sind im Leben deiner Tochter noch einige bedrängende Probleme ganz aktuell zu finden, die nach Auflösung rufen. Diese Probleme deiner Tochter sind ihre Probleme und können von dir nicht gelöst werden. Sie wird zu diesen Problemen auch ihre eigenen, sehr hilfreichen Träume schon gehabt haben und auch zukünftig gut bekommen. Es war aber dein Traum und so bin ich in meinem Deutungsansatz davon ausgegangen, dass dein Unterbewußtsein sich mit der Weiterentwicklung deiner Persönlichkeit sehr krtitisch herausfordernd beschäftigt hat. Dazu hat es Bilder dir bekannter Bedrohungen gewählt.

Mein Versuch war es die möglichen kritischen Traumelemente zu erkennen. Welche Wesensteile sind möglicher Weise einer guten Entwicklung gegenüberstehend, hemmend. Welche Wesensteile mit welchen Impulsen sind also abzulehnen, und zwar ohne das Bedürfnis deiner Verachtung. Das war mein Deutungsansatz. Wesensteile, die nix auf den Tisch bringen und nur diskutieren. Alles kann verändert werden und deshalb wäre Verachtung das letzte, was hilfreich ist. Es tut mir sehr leid, wenn du Verachtung als Änderungsziel meinst verstehen zu müssen.

Wenn du glaubst also in meinen Ausführungen Verachtung zu erkennen, so befremdet dies mich. Was könnte verändert werden, genau dies hatte ich auch in meiner Deutung gezeichnet. Handlungs-Aktionen im privaten Bereich, ein möglichst bestehendes allgemein negatives Männerbild zu verändern. Auch in meinem Falle bist du sofort bereit, einem Mann, also mir ein negatives Fähnchen anzuhängen, von Verachtungshaltung zu sprechen.

Traumdeutungsversuche ohne kritische Aussagen sind einfach nicht wirklich möglich. Es freut mich sehr, dass dir Picadoras und Evelins Deutungen sehr hilfreich sind. Ich würde es gut finden, wenn du ihnen dann weiter folgst... Ich wünsche dir für all deine weiteren Verständnisbemühungen zu deinen Träumen Erfolge ohne Ende... :D :D :D :D :D :D :D

Herzlichst

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Re: Alptraum

Beitragvon Picadora » 13.05.2019, 16:39

Danke für das feedback @Gertrude,

und für die ganzen zusätzlichen Hintergrundsinfos.

Tatsächlich hat wohl diese Kombination aus Jahrestag und die Info, dass der Ex möglicherweise in absehbarer Zeit wieder nach Hause darf, Deinen Traum ausgelöst.
Wie Du selbst schreibst, ist es Deine Sorge - als Mutter um ihr Kind - und auch Deine Art der nochmaligen Verarbeitung dieser schrecklichen Ereignisse.
Im Traum gelingt es Dir ja, das zu tun, was Du in Wirklichkeit nicht tun konntest: nämlich einzugreifen bevor etwas Schlimmeres passieren konnte. Sicher ein Stück weit ein Ausdruck davon, dass Du Dir zutiefst gewünscht hättest, dies wirklich tun zu können. Zumal man sich ja - in derartigen Situationen - höchstwahrscheinlich hinterher den Kopf zermartert, warum man es nicht 'früher' hätte erahnen/wissen können. Niemand wünscht sich, in so einer Situation zu sein - und eine Mutter wünscht sich sowas schon gar nicht für ihr Kind.
Gleichzeitig ist der Traum sicher auch eine Art innere 'Vorbereitung' von Dir, damit Du gewappnet bist, falls er wieder auftauchen sollte. Dieses Mal wirst Du nicht mehr 'geblendet' sein, von der rosa Wand (Brille), sondern bist bereit mit den Tatsachen umzugehen.

Für mich drückt der Traum - trotz aller Schrecklichkeit (wenn man die Hintergründe kennt) - sehr viel Mut und Kraft aus. Deine Mut und Deine Kraft - eben Dich in Bereitschaft zu halten u. der Realität, die da auf euch zukommen mag, zu stellen, ins Auge zu sehen und einzugreifen, falls nötig, d.h. Deine Tochter mit aller Dir zur Verfügung stehenden Macht zu schützen.

Viel Kraft dafür! (und ich bin froh, dass wir Dir ein wenig helfen konnten)
liebe Grüße
Picadora
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