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Angst
ie spielt in Traumbildern sehr oft eine herausragende Rolle. Die alten Ägypter umschrieben das Angst haben damit, dass man wohl mit sich selbst nicht ganz zufrieden sei.
Die moderne Psychologie sieht darin einen Fehler, den man gern ungeschehen machen möchte.
Der Angstschrei im Traum deutet demnach auf einen besonders schweren Irrtum hin, dessen Wiedergutmachung Eigeninitiative erfordert.
Die Psychologen der verschiedensten Schulen gehen davon aus, dass Ängste bei jedem Menschen vorhanden sind: Einerseits als notwendige Schutzschalter und Sicherungen, andererseits als historische Erblast.
Wenn es in diesem Sinne "normal" ist, dass Sie gewisse Ängste haben, dann ist derjenige besser ausgestattet, der von den eigenen Ängsten auch träumt!
Die anderen, die nicht von ihren Ängsten träumen, haben genauso viel Ängste - nur sie haben es viel schwerer, diese Ängste zu bearbeiten, was wiederum die einzige Methode ist, um sie aufzuheben und loszuwerden.
Die Auseinandersetzung mit der Angst gehört zum Mensch sein. Verständlicherweise wollen wir jedoch nicht von dieser Angst berührt werden und verdrängen sie deswegen. Dadurch dass wir dahin tendieren, unsere Ängste zu verdrängen, suchen sie uns im nächtlichen Traum heim.
Wenn Sie also Angst haben, Ihre Aggressionen offen auszudrücken, werden Sie wahrscheinlich Träume haben, in denen Sie mit dieser Aggression konfrontiert werden.
Alles was Ihnen Angst einjagt und was Sie im Wachzustand deswegen umgehen, treffen Sie im nächtlichen Traum. Ein solcher Angsttraum kann sich bis zum Albtraum steigern, aus dem Sie schweißüberströmt oder bisweilen sogar schreiend aufwachen. Am besten schauen Sie sich nach dem Angst- oder Albtraum die Art und Ursache der Angst genau an.
Wenn Sie einen solchen Traum deuten möchten - und Sie sollten derartige Träume unbedingt deuten, da sie sonst eine Tendenz aufweisen, immer wiederzukehren -, stellen Sie sich folgende Fragen:
Was macht Ihnen in diesem Traum Angst?
Schauen Sie sich die Ihnen angsteinflößende Situation genau an und fragen Sie sich, woher Sie diese Situation aus Ihrem alltäglichen Leben kennen.
Wie reagieren Sie auf diese Angst im Traum?
Zu welchem Ergebnis führt diese Reaktion?
Welche anderen Reaktionsmöglichkeiten wären denkbar?
Spielen Sie zumindest in Ihrer Phantasie alternative Reaktionsmöglichkeiten durch.
Besser ist es jedoch, sich vorzunehmen, die alternativen Reaktionsmuster im Wachzustand auszuprobieren.
Warum träumen Sie gerade jetzt diesen Angst- oder Albtraum?
Meistens treten beängstigende Träume gerade dann auf, wenn kurz vorher das Angsteinflößende bewusst oder unbewusst erlebt wurde.
Gehen Sie also noch einmal genau die letzten Tage vor diesem Traum durch und schreiben Sie sich alle angsteinflößende Momente auf.
Wie können Sie diese oder einen von ihnen auf Ihren Traum beziehen?
Haben Sie einen vergleichbaren Traum schon zuvor gehabt? Versuchen Sie sich speziell daran zu erinnern, ob Sie in Ihrer Kindheit ähnliche angsteinflößende Träume gehabt haben. Ist dies der Fall, versuchen Sie, diese Träume zu verstehen und machen Sie sich klar, dass Ihre Reaktion sozusagen verjährt ist. Das bedeutet, dass Sie als Erwachsener diese Ängste, die in Ihrer Kindheit verständlich und womöglich funktional waren, heutzutage nicht mehr benötigen.
Wenn Sie sich mit diesen fünf Fragen ausführlich beschäftigen, sollte das nicht in einer distanzierten, unemotionalen Weise geschehen, sondern lassen Sie sich von der Angst und der Verunsicherung berühren. Wenn Sie sich einem Partner oder einem Freund anvertrauen wollen, dann können Sie, durch dessen Beisein gestärkt, diese Ängste untersuchen und in Ihrer Phantasie diese Ängste Stück für Stück "erinnern", wiederholen und durcharbeiten.
Danach ist es jedoch unabdingbar, Ihre Phantasien und Gefühle aus der Distanz zu betrachten.
Gehen Sie aber sogleich distanziert an Ihre Ängste heran, werden diese Sie nicht zu ihren Ursprünglichen führen. Im Grunde machen Sie sich bei dieser Technik die Ängste zu Ihrem Verbündeten, indem sie Ihnen zeigen, woher sie stammen. Wenn Sie das verstanden haben, können Sie meistens auch diese Ängste auflösen.
Sollte das jedoch wider allen Erwartens nicht möglich sein, sollten Sie einen Psychotherapeuten um Rat fragen, der im Umgang mit Träumen Erfahrung hat.
Träume, die Angst auslösen, sind immer Hinweise auf Zweifel, Unsicherheit, Hemmungen und Schuld- oder Minderwertigkeitsgefühle.
Wichtig für die Deutung solcher Träume ist, durch was die Angst ausgelöst wurde. Tritt ein bestimmter Angsttraum häufig auf und beunruhigt Sie das sehr, so deutet dies auf eine ernstzunehmende Störung hin, die einer möglicherweise therapeutischer Behandlung bedarf.
siehe auch: Albtraum
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