Blutige, ausgeschlagene Zähne

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Moderator: Mirakulix

Blutige, ausgeschlagene Zähne

Beitragvon Liesl79 » 23.11.2019, 23:37

Hallo zusammen! Ich hatte vor zwei Nächten einen Albtraum. Erst kurz zu mir. Ich bin 40 Jahre alt, weiblich und habe einen kleinen, fast 2 jährigen Sohn, der fast pausenlos in meinen Gedanken ist. Ich habe lange auf ihn gewartet und er war ein Wunschkind und ich mache mir ständig Sorgen um alles mögliche. Besonders sein Wohlergehen, wie wahrscheinlich jede Mutter.
Ich hatte davor 2 Fehlgeburten und dementsprechend während dieser Schwangerschaft mit ihm ständig verlusstängste, weil ich jetzt auch nicht mehr die jüngste Mutter bin.
Er ist aber da, gesund und aufgeweckt.

Vor ein paar Tagen hatte ich mich mit meiner Arbeitskollegin unterhalten und wir hatten das Thema Kinder, unsere Sorgen um sie und meine Fehlgeburten.
Normalerweise ist das kein alltägliches Thema bei mir. Ich weiß nicht mehr, ob es die gleiche Nacht war oder ein, zwei Nächte nach dem Gespräch mit meiner Kollegin.

Ich habe geträumt, ich wäre auf einer Party oder gesellschaftlicher Veranstaltung und mein Sohn lief lachend und spielend mit anderen Kindern durch den Flur. Auch ich habe mich im Traum mit einer anderen Mutter darüber amüsiert. Dann musste ich was aufräumen oder abspülen, ich weiß es nicht mehr genau. Dabei habe ich gedacht, ich müsste ja jetzt unbedingt nach meinem Sohn sehen.
Nur noch hier und da was wegräumen. Als ich dann nach ihm gesehen habe, war er auf einmal völlig apathisch und weggetreten und sein Gesicht war ausdruckslos. Wie eine Puppe.
Mein Gedanke war, er hätte Gift getrunken, oder Putzmittel, die ich stehen lassen habe. Im Traum fühlte ich Panik aufsteigen und blanke Angst um ihn und ich hab ihn auf den Arm genommen und wollte mit ihm in die Notaufnahme.
Dann hatte ich auf einmal zwei seiner unteren beiden, mittleren Schneidezähne in der Hand. Sie waren strahlend Weiss unter viel Blut und ich wusste, dass es seine Milchzähne sind und wollte ihn fragen, wer ihm die Zähne ausgeschlagen hat. Und dachte dabei immer du musst ins Krankenhaus mit ihm.

Wie das aber im Traum so ist, kam ich nicht dazu und dann bin ich aufgewacht und musste erstmal durchatmen.

Ich hab versucht, den Traum zu deuten, aber Zahnverlust ist ein allgemein negatives Traumbild, was mich etwas zittern lässt. Weil es so komplex ist, hab ich da so meine Probleme mit der Deutung.
Könnten die beiden ausgefallenen Zähne evtl für die Fehlgeburten stehen?
Laut Traumdetung stehen mir düstere Zeiten bevor und ich bin deswegen etwas verunsichert.
Ich habe letzte Nacht auch noch geträumt, dass mir die Haare ausfallen, was meine Unsicherheit oder eher Nervosität noch mehr anfeuert, das ist ja ebenfalls ein negatives Traumbild. Vielleicht kann mir jemand helfen? Danke euch schonmal und entschuldigt diesen Roman!
Liesl79
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Re: Blutige, ausgeschlagene Zähne

Beitragvon Almuth » 24.11.2019, 10:47

Hallo Liesl79,
erstmal zu deiner Beruhigung, deinem Sohn geschieht nichts Schlimmes und dir auch nicht.

Das ist das Problem bei diesen Auflistungen der Traumsymbole im Internet, für viele Symbole gelten sowohl positive als auch negative Deutungen. Es kommt halt immer auf den Zusammenhang des Traumgeschehens an. Das aber verstehen die meisten Menschen erstmal nicht.

Du schreibst, du machst dir viele Sorgen um die Gesundheit deines Sohnes, was nach den Fehlgeburten ja auch verständlich ist.
Und über eben diese Sorgen hast du geträumt. Du wusstest im Traum schon, dass mit deinem Sohn etwas sein könnte, bevor du es sehen konntest. Heißt, du hast permanent den Gedanken, deinem Sohn geschieht etwas.
Er war apathisch. Und das ist einfach nur das Zeichen deiner Angst. Denn ein Kind kann sich nicht wehren gegen sämtliche Handlungen eines Erwachsenen. Es kann sich aber auch nicht wehren gegen die permanente Sorge der Mutter. Also am Tage!
Damit will ich dir sagen, dass deine ständige Erwartung, ihm könnte etwas geschehen, eine Belastung darstellt für ihn. Du belastest ihn sozusagen mit deinen Gedanken von Unheil und so.
Und richtig, du nimmst im Traum an, dass es dein Putzmittel gewesen sein könnte, was ihm schadet. Du bist also die Ursache seiner Apathie, seiner Wehrlosigkeit.

Was ihm nun ausgefallen sind, das sind Milchzähne, wie du im Traum selbst festgestellt hast. Dass die aber ausfallen, das ist etwas ganz Natürliches und kein Grund, ihn ins Krankenhaus zu bringen.

Zahnverlust im Traum symbolisiert den Verlust der normalen, natürlichen Aggression, die wir alle haben und brauchen, um die Anforderungen des Lebens bewältigen zu können. Dafür brauchen wie „Biss“. Aber das gilt nur, wenn der Träumer selbst den Zahnverlust erleidet.
Dein Kind hat die Zähne verloren zusammen mit Blut, das ebenfalls für die Lebensenergie steht.
Das heißt ausdrücklich nicht, dass ihm so was bevorsteht. Du hast im Traum das gesehen, was du am Tage befürchtes, denn du hattest im Traum erst die Angst und dann hast du das gesehen, wovor du Angst hast.

Es ist deine immerwährende Angst, die er sehr wohl spürt, auch dann, wenn du es ihm bewusst nicht sagst oder zeigst. Du meinst, es ihm nicht zu zeigen, machst es aber durchaus. Kinder wissen, was die Mutter, die Eltern denken und empfinden das Kind betreffend. Sie wissen das und verhalten sich entsprechend.
Heißt, dein Sohn kämpft seelisch die ganze Zeit gegen deine Angst an.
Er ist gesund und aufgeweckt, wie du schreibst. Er will sich sein Leben erobern, und das macht ein Kind jeden Tag vom morgendlichen Aufwachen bis zum Einschlafen. Es erobert sich sein Leben.

Deine ständige leise Sorge ist also wenig hilfreich, sie ist im Gegenteil eine Belastung für ihn.
Es ist natürlich nicht so einfach, so Gedanken abzustellen. Da spielt auch die Gewohnheit mit. Aber komm dahin, wo andere Mütter sind. Sie stehen symbolisch hinter dem Kind, behüten es. Aber sie lassen dem Kind nach vorn jede Freiheit, damit es seine Erfahrungen machen kann. Auch wenn dabei Erfahrungen vorkommen, die es scheinbar ausbremsen, wie bei einer Krankheit zum Beispiel.
Dein Kind hat eine selbst gewählte Lebensabsicht. Davon weiß das Kind nichts, und der erwachsene Mensch weiß davon in der Regel auch nicht viel. Diese Lebensabsicht erfüllt sich aber.
Was die Mutter machen kann, sie kann ihm die Freiheit lassen, seine Absicht zu erfüllen. Sie kann ihm das aber auch schwer machen. Und Ängste und Befürchtungen sind hinderlich für ihn.

Falls du noch Fragen hast ...... gerne.
Herzliche Grüße Almuth
Almuth
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Re: Blutige, ausgeschlagene Zähne

Beitragvon EROSA » 24.11.2019, 16:21

Hallo Liesl79 :)

die energetiche Nahrungsaufnahme deines Sohnes is wegen dem Verlust der beiden unteren Schneidezaehne vorerst behindert weniger als er braucht
ja
Almuth hat schon deine Aengste um ihn als den Grund benannt

Und ja
da es die Milchzaehne sind is seine damit verbundene Aphathie moeglicherweise voruebergehend

Nun waechst ja dein Sohn nicht in einem normalen Haushalt auf
du bist im Alter einer Oma und somit nicht mehr so frisch jugendlich und bewegungsfreudig wie eine naturlich gebaerfreudige Zwanzigerin
dafuer schenkst du schon mehr die Ruhe die sonst nur bei der Oma zu finden is die mit ihrer Lebenserfahrung gelassener lebt ~ in den naturvoelkern gebaeren die jungen Maedels und wachsen die Kinder in der Naehe der GrossMutter/GrossVater auf und die Junge kann frei ihre eigenen Lebenserfahrungen sammeln und nach Versiegen der Milch in ihrer Brust mehr ihren eigenen Interessen folgen ihr Kind wohlbehuetet bei den Grossaeltern wissend

Nun hast du ein ganz grosses Manko
einerseits liegen deine Interessen ja im Partybereich wo du unterhalten wirst und nix tun musst UND folgst deinem Pflichtgefuehl mit dem Erledigen von irgendwelchen sachen das sich dann im Putzen(Saeubern bzw reinigen von was) offenbahrt
und dann erst zwingt dich dein schlechtes Gewissen nach deinem Sohn zu schauen und bauschst du nun eine Fuersorglichkeit auf die deinen Sohn in seiner Bewegungsfreiheit einschraenken
dieses zwanghafte VerhaltensMuster kannst du fest eingepraegt nicht loesen solange du in einer Athmoshaere lebst die dieses Muster ebenso lebt

Hier
zeigt sich deutlich dein Hunger nach Betreutwerden (ein Hunger der in Kindertagen entstanden is als du genau das gebracht hast ~ die Wahrnehmung durch die Mutter im Echo "Jaaaa Ich bin das" )
dass dich in deinem Alter nun mit der Versagensangst als Mutter gekoppelt hat
und nun unbewusst deinen Sohn zum Betreuer fuer dich erzieht
sodass er dir dann im Alter von 20 ~ 30 Jahren immer treuer werdend aphatisch/unbewusst resigniert fuer dich da is entweder als dein Betreuer oder als dein von dir Betreuter

dein Traum is also ein VisionsTraum und schenkt dir letztendlich die Beruhigung dass er dich nicht verlassen wird du nicht alleingelassen wirst das ja deine eigentliche Angst is die dich steuert

das kostet deinem Sohn sein Saettigungsgefuehl und seine LebenKraft
das ihn schwaechd und nur seinen Biss durch´s Leben mindert wie so richtig Almuth schon erkannte und ich das in meiner energetichen Sicht bestaetigen kann

hm
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Re: Blutige, ausgeschlagene Zähne

Beitragvon Liesl79 » 25.11.2019, 07:44

Hallo Almuth, hallo Erosa!

Vielen Dank erstmal für eure Hilfe. Das hätte ich nie so deuten können, obwohl es natürlich Sinn macht, dass meine Ängste mich in den Schlaf begleiten oder heimsuchen. Ich bin jetzt keine Glucke und lasse meinen Sohn seine Erfahrungen machen. Trotzdem mache ich mir Gedanken, die ich meistens nicht ausspreche. Das ist wohl das Los "alter" Mütter. :( Man macht sich viel zu viele Gedanken :D auf jeden Fall bin ich jetzt beruhigter. Danke euch!
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Re: Blutige, ausgeschlagene Zähne

Beitragvon Almuth » 25.11.2019, 10:32

Danke für das Feedback, Liesl, aber du bist keine alte Mutter. Viele Frauen bekommen um die 40 ein Kind, ist heute schon fast normal.
Melde dich mal wieder, würde mich freuen, Almuth
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Re: Blutige, ausgeschlagene Zähne

Beitragvon EROSA » 25.11.2019, 16:06

Gerne Liesl :)

Altes Maedchen :wink:
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Re: Blutige, ausgeschlagene Zähne

Beitragvon Varzandeh » 04.12.2019, 14:06

Hallo,
zwei frauen von seinen familie werden sie besuchen in zwei wochen mit geschenke .
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