Großes Unwetter / Verirren in der eigenen Stadt

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Großes Unwetter / Verirren in der eigenen Stadt

Beitragvon LisaBt » 09.08.2019, 08:13

Ich hatte heute einen ziemlich verwirrenden, für meune Verhältnisse langen Traum und würde gerne wissen was ihr darüber denkt.
Der Traum begann damit, dass ich mit meiner Schulklasse und meiner Parallelklasse in einem großen Raum mit vielen Fenstern versammelt habe, es sollte ein Vortrag von einer Dame abgehalten werden die für die Stadt arbeitet.
Es wurden verschiedene Tischreihen für uns aufgestellt, sie waren aber nicht gerade sondern wurden so aufgestellt dass sie teilweise wie ein Bogen aussahen. Ich habe plötzlich bemerkt dass vereinzelt auch alte Kollegen meines FSJ s da waren, das ich vor 2 Jahren machte. Unter anderem mein Chef mit dem ich mich immer super verstand und der Kollege, von dem ich hier sogar öfter mal erzählt habe, weil er meine erste große Liebe war. Beide beachteten mich überhaupt nicht, meinen Kollegen von dem ich gerade erzählt habe, habe ich aus den Augen verloren und der Chef sah mich zwar kurz an aber es war ihm völlig gleichgültig (obwohl er sich immer total freut wenn wir uns mal sehen)
Ich habe mich mit meinen Freunden ziemlich abseits gesetzt, wir hatten keine Lust auf die vielen Leute, so sind wir auch im echten Leben, wir sind lieber unter uns als unter vielen Menschen. Es wurde ein Vortrag abgehalten, während dem es draußen gestürmt hat. Der Sturm wurde immer stärker und stärker, der Maibaum der Stadt stand in meinem Traum noch, er stand direkt an der evangelischen Kirche, wurde dann aber von dem Sturm umgehauen. Ich sah das Haus meines neuen Kollegen von dem ich hier auch schon erzählt habe, der aktuell auch noch immer mein Kollege ist (auch in ihn war ich ein bisschen verknallt, es hat aber stark nachgelassen und wir haben uns lang nicht gesehen)
Sein Haus wackelte vom Sturm, es sah aus als ob die Bäume außenrum gleich umkippen und auf das Haus stürzen. Plötzlich trat schwarzer Rauch /Staub auf und ich hab gehofft dass das Haus und vor allem mein Kollege in Ordnung ist. Mit dem Haus war alles gut aber die Kirchenuhr der katholischen Kirche ist aus irgend einem Grund runtergefallen. (ich weiß nicht wieso mehrmals Kirchen in meinem Traum vorkamen, ich bin nicht wirklich gläubig und gehe nie in die Kirche)
Die Dame die bei der stadt arbeitet musste schnell weg, weil sie sich in solchen Fällen um alles kümmert. Also durften wir nach Hause gehen und das machten wir auch. Ich wollte mich grade auf den Weg machen, da wurde ich von einem jungen aus meiner Klasse aufgehalten (ich dachte schon öfter dass er vielleicht verliebt in mich ist). Er hat an dem Tag schon öfter versucht meine Aufmerksamkeit zu bekommen, ich habe ihn aber ignoriert. Dieses Mal hat es aber geklappt, er war total aufgeregt und hat mir sehr viele kleine Alben gegeben, ein paar davon waren aber keine normalen Foto Alben, er hat Bilder und Gedichte aus dem Internet ausgedruckt und diese dann dort eingeklebt. Ich kann mich nicht an die genauen Worte erinnern aber im großen und ganzen hat er gesagt, dass diese Alben sein ganzes Leben zeigen und all seine Gedanken und seine Persönlichkeit. Ich habe sie angenommen und wollte sie zuhause unbedingt ansehen. Das war aber das nächste Problem, denn ich kam einfach nicht nach Hause. Ich bin von der Versammlung zum Bahnhof gelaufen was ich selbst im Traum nicht verstand weil ich ja schon in meiner Heimatstadt war. Plötzlich war ich aber in einer Umgebung die ich nicht kannte, bin durch eine Unterführung gegangen und stand dann plötzlich in Stuttgart, was etwa 30 km von mir entfernt liegt.
Ich habe versucht den Busbahnhof zu finden und bin durch die Straßen geirrt, öfter hab ich schilder gesehen die "Stuttgart/Paris Charles du Gaulle" anzeigten und ich verstand nicht warum, dachte dann aber dass Paris die Partnerstadt von Stuttgart ist. Ich lief weiter, an mir sind Krankenwägen mit Blaulicht aber ohne Ton vorbei gefahren.
Dann waren da Schilder die mich endlich zu den Bussen geführt haben aber als ich dann am Schalter war um mein Ticket zu kaufen habe ich bemerkt dass mein Rucksack weg ist und ich ihn sicher an der Unterführung vergessen habe, weil ich da für kurze Zeit saß. Also rannte ich los um ihn zu holen, dachte mir aber schon dass er bestimmt schon mitgenommen wurde und damit endete der Traum auch schon. Ich fand ihn ziemlich verwirrend und habe vor allem wegen dem Jungen aus meiner Klasse ein komisches Gefühl weil dieser Teil des Traums so echt war.

Vielleicht könnt ihr ja helfen :?:
Einen schönen Tag euch :)
LisaBt
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Re: Großes Unwetter / Verirren in der eigenen Stadt

Beitragvon Almuth » 09.08.2019, 10:09

Hallo Lisa,
ein langer detaillierter Traum, aber die Botschaft ist wohl einfach nur, dass du dich in deinem eigenen Leben verlaufen hast. So wie du im Traum herumirrst, so irrst du auch durch dein Leben, ohne das zu bemerken.
Zu Beginn bist du einfach mit all den Menschen zusammen, die bisher eine Rolle gespielt haben für dich. Und das ist die Schule und das FJS.
Keine Ahnung, was du zur Zeit machst, aber es scheint etwas zu sein, das du machst, weil man halt was machen muss. Nichts, was dich erfüllt.

Der Vortrag einer Dame ist auch nicht das, was dich groß interessiert. Wer hört schon gern dem zu, was eine Dame zu erzählen hat?
Aber du bist mit deinen Freunden zusammen, so wie du früher mit ihnen zusammen warst. Diese Situation hast du dir im Traum nachgestellt und dich recht wohl gefühlt dabei.

Der ehemalige Chef beachtet dich nicht weiter. Und das symbolisiert ganz klar, dass er eben nicht mehr zu dir und deinem Leben gehört. Ihr seid Vergangenheit gegenseitig. Trifft auch auf diesen besonderen ehemaligen Kollegen zu.

Der Sturm draußen, das ist das wirklich wahre Leben. Da geht es eigentlich hoch her, also nicht so mit Freunden abseits sitzen und mit sich selbst zufrieden sein.

Der Maibaum symbolisiert den Frühling, und zwar den Frühling in deinem Leben, heißt die schöne Jugendzeit. Die Stürme des Lebens haben diese Zeit schon umgehauen. Der Mai, wo deine Weiblichkeit zart erblüht, ist vorbei.

Um deinen aktuellen Kollegen machst du dir ein bisschen Sorgen, dass er die Stürme des Lebens heil übersteht. Ist wohl so.

Von Kirche/n träumt man, wenn man den Sinn des Lebens sucht. Trifft besonders auf Menschen zu, die nicht in die Kirche gehen (für gläubige Menschen hat die Kirche eine andere Bedeutung).
Heißt, es muss doch was im Leben sein, was dem Ganzen eine Sinn verleiht außer essen, trinken, sich amüsieren und so. Welchen Wert hat mein Leben für mich?

Du willst nach Hause gehen, also zu dir selbst. Und damit fängt es an, das ist scheinbar unmöglich.
Zuerst kommt der Junge (kein Mann!), von dem du annimmst, dass er sich für dich interessiert. Sein Interesse zeigt er dir umfänglich. Er hat schon viel getan, womit er sich dir präsentieren könnte. Das nimmst du gern auf. Du willst wissen, wie sehr er sich für dich interessiert, was er schon alles angestellt hat, um deine Aufmerksamkeit zu bekommen.
Es ist nicht die Person des Jungen an sich, die dich interessiert. Es ist der Fakt, dass er dich will, was dir gefällt. Einer will mich...

Nun versuchst du, zu dir selbst zu kommen, und die Verwirrung dabei könnte kaum größer sein.
Zum Bahnhof geht man, wenn man weg will. Ist wohl der richtige Ort für dich. Denn weggehen, aufbrechen zu neuen Ufern, ein anderes Leben führen, ein neuer Mensch werden – das ist es, was du tun solltest und auch willst unter der Oberfläche.
Da dir das eben nicht bewusst ist, verirrst du dich.
Die Unterführung ist der traumlogisch stimmige Weg durch dein so genanntes Unterbewusstsein.
Von diesem Moment an begegnet dir im Traum das, was du mehr oder weniger bewusst schon manchmal gedacht hast. Zuerst in die nächst größere Stadt, Stuttgart, dann nach Paris. Es muss nicht wirklich Paris gemeint sein. Diese Stadt kann auch symbolisch als Stadt der Liebe gesehen werden.
Die Krankenwagen stehen für Menschen in Not. Und die ist im Traum immer als seelisch-emotionale Not zu verstehen. Ohne Signal ist es die stille verborgene Not.
Busse und Bahnen symbolisieren den Lebensweg, den wir alle gemeinsam gehen im gesellschaftlichen Zusammenleben. Einen solchen allgemein üblichen Weg willst du finden. Es ist immer noch der Weg zu dir selbst.
Aber du kannst dir kein Ticket kaufen, denn der Rucksack ist weg.
Und das ist nun ein Warnzeichen. Im Rucksack bzw. der Geldtasche befindet sich alles, was ein Mensch zum Leben braucht, was ihn als Person kennzeichnet, womit er sich identifizieren kann, sämtliche Ausweise und das Geld, das für die Lebensenergie steht.

Ohne das kannst du nicht mehr sagen, wer du bist. Du weißt es natürlich, aber wie machst du das nach außen deutlich?
Ohne Geld bist du hilflos, bist darauf angewiesen, dass andere dir mit ihrer Energie weiterhelfen.

Du machst dir besonders Gedanken wegen dem Jungen, schreibst du. Frage dich, ob der Junge dich interessiert oder ob sein Interesse an dir genau das war, was dir dein „komisches Gefühl“ gebracht hat.

Lisa, der Traum zeigt dir, dass du auf der Stelle stehst, nicht weißt, was du anfangen kannst mit deinem Leben und – dass du wohl recht einsam bist.
Herzliche Grüße Almuth
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Re: Großes Unwetter / Verirren in der eigenen Stadt

Beitragvon Ghost » 09.08.2019, 12:43


Hi LisaBt,

um sich einem Traum vernüftig nähern zu können ist es sehr sinnvoll zunächst der Frage zu folgen, in welche aktuelle Lebenslandschaft von dir dieser Traum hineingesetzt wurde. Ganz klar schreit vieles nach richtiger Neuorientierung in deinem Leben. Deine Verstandeswelt versucht mit den dir zugängigen Informationen der Menschheit filternd für dich brauchbare Orientierung und neue Ziele zu erkennen und diesen zu folgen.

Das sieht deine Seele, dein Unterbewußtsein als eine falsche Entwicklung an und sie versetzt dich in eine besondere Lebenssituation. Du wohnt wie eine Schülerin einem Vortrag bei, von einem Menschen, einer Frau abgehalten und wie brauchbar ist der Vortragsinhalt wirklich. Der Vortragsinhalt dieser Frau wird nicht bestätigt, aber deine Seele zeigt dir nun Entwicklungen, welche diese Frau nicht sehen konnte oder wollte.

Es geht hier um spirituelle Entwicklungen. Erst zeigt sich das Unwetter im Umfeld der Ev. Kirche und dann wird die Zeitmessung der Kath. Kirche aus ihren Angeln gestürzt. Hurra, jetzt gibt es in deinem Leben spirituelle Klarheit. Ev. Und Kath. Kirche haben nur noch eigene Bedrängungen und Untergangsaussichten zu bieten. Also willst du folgerichtig wieder in deine alte Persönlichkeit zurückfinden. Und hier ist deine Seele, dein Unterbewußtsein wieder gegen dich. Es läßt einen Jungen auftauchen, den du bisher stets ignoriert hast und dieser gibt dir etwas sehr wichtiges in dein Hand. Wie reagierst du??? Du willst ersteinmal wieder in deine alte Persönlichkeit hinein und dann dir alles wertend ansehen und beurteilen.

Dann zeigt dir dein Traum unmißverständlich weiter, das wird nicht gelingen dass du in deine alte Persönlichkeit wieder zurückfinden kannst. Nachdem Ev. Und Kath. Kirchge spirituell ausgeschieden sind als zukünftige, tragfähige spirituellen Quellen, sind die wirklichen tragfähigen Hinweise in den Alben des jungen Mannes zu finden. Diese Informationen und Bilder des jungen Mannes sind jetzt sofort anzuschauen, noch ist der junge Mann nicht weit weg. Die Übergabe erfolge ja gerade erst. Dann darfst du erwachen.......

Eine Kontaktherstellung mit diesem Jungen Mann, der hier als Synonym für einen anderen realen Mann stehen könnte, ist sofort aufzunehmen oder diese einmalige Chance ist vertan.........

Herzlichst

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Re: Großes Unwetter / Verirren in der eigenen Stadt

Beitragvon plush » 11.08.2019, 14:27

sind Krankenwägen mit Blaulicht aber ohne Ton vorbei gefahren.
Dann waren da Schilder die mich endlich zu den Bussen geführt haben aber als ich dann am Schalter war um mein Ticket zu kaufen habe ich bemerkt dass mein Rucksack weg ist und ich ihn sicher an der Unterführung vergessen habe, weil ich da für kurze Zeit saß. Also rannte ich los um ihn zu holen, dachte mir aber schon dass er bestimmt schon mitgenommen wurde und damit endete der Traum auch schon. Ich fand ihn ziemlich verwirrend und habe vor allem wegen dem Jungen aus meiner Klasse ein komisches Gefühl weil dieser Teil des Traums so echt war

Hm. Da Du ja Lehrerin bist und dadurch die Aufgabe hast, Kinder bzw. Jugendliche zu erziehen, damit sie "arbeiten" gehen wie z.B. Du, kommt in diesem Traum das wirklich "echte" nur einer vagen Andeutung nach vor. Das kann der Logik nach aber nur sein: triebhaftes Vergnügen - und muß es mit Deinem verliebten Schüler zu tun haben, da er Dir einige zur Liebe sicherlich passende Einzelheiten (Gedichte sind Gefühle) aus dem wirklich echten Leben zeigen will.

Nun, bereits lange, bevor diese Deinem Ich auch nur ansatzweise bewusst werden können, wirst Du von Deinem Chef in Deinem erzogenen Gewissen dringlich zur gehorsamen Arbeitsamkeit (statt lustvollem Vergnügen) gemahnt. Wofür er (aus Deinem Über-Ich-Gewissen herab) Dich mit fieser Nicht-Beachtung bzw. Liebesentzug bestraft..

Deine Triebe (Freuds Es/ die GANZE Menschlichkeit auch mit der Sozialität, d.h. nicht lediglich die körperliche Lust) lassen aber nicht locker, sie versuchen es ihrem ICH (also Dir) unbedingt bewusst machen, was sie wollen, dass Du es tust. So kommt es zur zweiten Traumsequenz, wo also Dein Schüler nun explizit auftaucht.

Dein gut erzogenes Gewissen aber hat sich in seiner Strenge nach wie vor nicht geändert, deswegen greift es jetzt zum selben Zwecke, nur eben variiert ein: Der Rucksack mit den Fotos und Gedichten (Informationen des Mensch-SEINS) wird gestohlen bzw. verschwindet er 'irgendwie' (im Tiefen Unbewussten nänmlich), und statt dessen fährt das Blaulicht vorbei, Dein ICH subtil (tonlos wie der Chef) warnend, dass Du Dich selbst für Krank erklären oder ausschimpfen sollst, falls Du mit Freude daran denken würdest, was ein Verliebter mit seiner Angebeten - so sie ihm wohlwollend entgegen kommt - tut. Pariser bzw. Französische Aktivitäten kommen indirekt auch dabei vor, aber wie gesagt: die sind erst EIN Teil vom ganzen Menschen...

Ist mein Deutungsversuch für Dich in sich schlüssig, nachvollziehbar? Ich habe eine Stelle ausgelassen (das im Sturm schon wackelnde, Dein Seelenhaus), weil es darin meiner Ansicht nach um dasselbe gehen muss. Vielleicht gehe ich in die Irre, mal schauen, wie Du es siehst.

Ich freue mich sehr auf Deine Fragen oder Richtigstellungen!

Herzlichst, Dein Plus
Zuletzt geändert von plush am 12.08.2019, 09:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Großes Unwetter / Verirren in der eigenen Stadt

Beitragvon EROSA » 11.08.2019, 17:27

Ergaenzend zu Plush´s Deutung
kann ich nun essentiell deinen ersten Fall nach unten bestaetigen

denn
im Ende deines Traum bist du in die UNTER~Fuehrung gegangen ~ dort hast du das verloren das dir ermoeglich´t nach Hause in dein EigenLICH SEIN zu kommen

dein junger noch (lernender besser) erkennender Geist = dein innerer Schueler den du bisher ignoriert hast is wie Ghost schon richtig erkannte dein wirklicher Lehrmeister und fuehrt dich weg vom strafendem Chef hinab in deine weibliche Natur die dich ERDE´d

Wie dein ERDEn wirklich von dir erlebt wird is noch ganz offen

LIEBENden Gruss
ALLROSE EROSA
:D
SEIN
instinktiv fuehlend erkennend Geist
logICH=ENERGI=LEBEN=LIEBEN=SEIN
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