Abgrund

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Abgrund

Beitragvon Eileenx3 » 12.04.2019, 14:14

Hallo,

vor paar Tagen habe ich geträumt, dass ich mit dem Auto unterwegs war, irgendwie hat das ganze Auto verrückt gespielt und ich habe es versucht zu bändigen. Alles war sehr komisch, als hätte ich keine richtige Sicht und als konnte ich mein Auto nicht kontrollieren, ich habe dann währen der Fahrt die Handbremse gezogen und konnte diese unendlich weit hochziehen. Auch wenn ich auf die Bremse oder Kupplung getreten bin, da hat sich dann plötzlich mein Autositz nach vorne gestellt und mich gegen das Lenkrad gedrückt. Es war also kein richtiges Fahren möglich. Also bin ich auf einen Parkplatz gefahren, davor fuhr ich an einem Mann vorbei, der mich komisch ansah und mir daraufhin nach ist. Ich saß im Auto und dieses stand an einem Abgrund. Ich saß darin und plötzlich kam der Mann, ich hatte panische Angst und plötzlich bin ich rückwärts mit dem Auto den Abgrund heruntergefallen. Ich habe es richtig in Zeitlupe gespürt, wie ich falle und wie der Mann mir von oben nachsah. Während ich fiel und fiel war mein Blick auf den Mann nach oben gerichtet. Es war aber wie als hätte mir das nichts ausgemacht zu fallen. Plötzlich schaute ich hoch und der Mann war nicht mehr zu sehen sondern die Umrisse von meiner Mutter, die oben stand. Als ich sie sah machte ich noch einen Luftkuss, den ich ihr zuwarf, während ich Rückwärts in den Abgrund stürzte. Ich weiß aber nicht wie ich aufkam.

Über Deutungen würde ich mich freuen :-)
Eileenx3
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Re: Abgrund

Beitragvon Picadora » 12.04.2019, 16:20

Hey Eileen,

im Auto bist Du auf Deinem Lebensweg unterwegs. Es ist auch unser Lebens-Gefährt(e). Du schreibst leider nichts dazu, was gerade bei Dir los ist - kann sein, dass es nur um Dich selbst geht u. um Schwierigkeiten bei Dir - oder ob es sich um Probleme mit einem Freund handelt...

Offensichtlich läuft es gerade nicht besonders gut bei Dir - in welchem Bereich nun auch immer. Du hast anscheinend das Gefühl, die Kontrolle über Dich (oder eine Situation) zu verlieren. Dir scheint der Durchblick zu fehlen oder der Überblick (die Sicht) und Du hast offensichtlich Angst davor, worauf das rauslaufen könnte bzw. wie es sich entwickeln könnte.

Aus dieser Kontroll-Verlust-Angst heraus versuchst Du anzuhalten, doch wie es der Traum darstellt, ist dieser Versuch 'den Lauf der Dinge' zu stoppen 'übertrieben'. Er führt eher dazu, dass Du Dich selbst einschränkst und gar nichts mehr weiter geht - im Gegenteil:

Es klingt so, als ginge es letztlich um 'alte Ängste', oder eben um eine Situation, die diese 'alten Ängste' in Dir triggert u. heraufbeschwört - diese 'alte Angst' in Dir ist diese Furcht vor dem Unbekannten (der Mann im Traum) und darauf der Absturz in den Abgrund (ins 'dunkle Loch' der Depression vermutl.). Du scheinst so eine große Angst vor dem Unbekannten zu haben (also letztlich davor, die Dinge/Ereignisse/Zukunft) nicht kontrollieren zu können, dass Du lieber den Sturz in Kauf nimmst, als Dich darauf einzulassen u. den Dingen ihren Lauf zu lassen.

Vielleicht ist der letzte Teil - dass Du Deine Mutter siehst, dann, am Ende - ein Hinweis darauf, dass Du diese Ängste von ihr übernommen hast/oder in der Kindheit entwickelt hast, weil sie Dir nicht das an Gefühlen/Unterstützung etc. geben konnte, was Du benötigt hättest, um mit einer gewissen Selbstsicherheit u. Mut durchs Leben zu gehen.
Vielleicht kann man es aber auch so sehen: die Angst vor dem Unbekannten führt Dich an den Abgrund u. lässt Dich stürzen, doch beim genaueren Hinsehen erkennst Du, dass Dir das Unbekannte doch nicht so unbekannt ist, sondern etwas sehr Vertrautes (so wie Deine Mutter).
Also lass mal los, gebe Dich dem Lauf des Lebens hin, lass Dich in die Ereignisse hinein fallen, versuche nichts zu kontrollieren oder auszubremsen. Nimm die Dinge an, wie sie kommen - betrachte es als Chance.

Natürlich wissen wir nicht wie Dinge ausgehen oder sich entwickeln, aber die Chance ist letztlich 50:50, d.h. es muss nicht schlecht laufen, es kann genauso auch gut enden. Wenn man die Entwicklung nicht kennt, dann kann das auch mit Vorfreude und Neugierde darauf wie es weitergehen wird einhergehen.
Also begrüße den weiteren Verlauf (der Luftkuss). :wink:

viele Grüße
Pica


zum aktuellen Traum von heute Nacht:
ist ja anscheinend immer noch das gleiche Thema: es geht Dir zu schnell, die Dinge und Ereignisse um Dich herum.
Dass es bergab geht, kann heißen, dass Deine Ängste entsprechend größer werden, weil es Dir zu schnell geht.
Wie gesagt, ich weiß nicht, worum es geht - aber Du kannst vielleicht ja kommunizieren, dass Dir etwas zu schnell geht u. sagen, dass Du Dir einen langsameren Verlauf wünschst.

Bergab kann auch bedeuten, dass es Dir eine Zeitlang sehr gut ging, Du 'Höhenflüge' hattest (mit was auch immer) u. Du nun wieder - leider viel zu schnell - auf den Boden der Normalität zurückkehrst.


hoffe Du kannst was damit anfangen
Grüße
Pica
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