Mein Dämon

Hier können sich Besucher untereinander Träume posten und helfen, diese zu deuten.

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Mein Dämon

Beitragvon Paikya » 11.09.2018, 10:52

Liebe alle

Ich habe schon sehr lange nichts mehr geschrieben. Ich, weiblich, 24j, hatte letzte Nacht folgenden Traum und danke euch schon jetzt für eure Hilfe:

Das Ganze hat sich in der alten Wohnung meiner Mutter abgespielt (sie ist kürzlich umgezogen). Ich war da und habe eine schlechte Energie wahrgenommen. Ich fühlte mich beobachtet und verfolgt und hatte Angst. Dennoch entschief ich mich die Wäsche zu machen. Mit in der Wohnung waren meine Mutter und Schwester. Ich ging zum Aufzug (der sah genau gleich aus wie derbei meiner jetztigen Wohnung). Er war etwas älter und rot. Er hatte eine Tür zum aufstossen und in der Mitte der Tür ein schmales Fenster. Als ich unten ankam stand sie da. Och blickte raus in ihre Augen. Der Dämon war da draussen und kam auf mich zu. ICH kam auf mich zu. Er hatte meine Gestalt. ich hatte Panik und drückte wie wild den Knopf damit der Auftug wieder nach oben fährt. Die Tür öffnete dich einen Spalt doch ehe sie mich greiffen konnte, fuhr ich nach oben. In der Wohnung angekommen, sagte ich meiner Mutter dass ich die Wäsche in solchen Umständen nicht mehr mache. Ich wusste ja schon vorher, dass da etwas gruseliges um mich ist. Unsere zwei Katzen, welche wir aber schon länger nicht mehr haben, waren auch in der Wohnung und immer wieder klar im Bild. Zudem klingelte dann mein Handy und ich hörte die Stimme des Dämons mit mir sprechen... an mehr kann ich mich nicht erinnern.

Liebe Grüsse
Paikya
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Re: Mein Dämon

Beitragvon Almuth » 11.09.2018, 13:45

Hallo Paikya,
du hast hier schon Träume gebracht mit einem sehr besonderen Inhalt, der dir aber doch letztlich unverständlich blieb. Du hast geschrieben, wie sehr du dich bemühst, alles zu verstehen, was sich in deinen Träumen offenbart hat über dich und deine Fähigkeiten.
Wahrscheinlich bist du zu keinem runden Ergebnis gekommen. Denn du bist einfach noch viel zu jung, und das hatte ich dir schon geschrieben.

Wer aber so was wie übernatürliche Kräfte in sich bemerkt ohne sie rational einordnen zu können, der fängt an, sich vor sich selbst zu fürchten. Ist eine automatische Reaktion.

An dem Punkt stehst du wohl nun. Wenn du dich selbst als Dämon erlebst, der dich bedroht, vor dem du wegläufst, dann drückt das Angst aus vor sich selbst.

Du bist ein bisschen in der Vergangenheit zu Beginn. Heißt, das Geschehen nahm in der Vergangenheit seinen Anfang. Die Wäsche machen ist das klassische Traumbild für etwas bereinigen zu wollen im Außen, in der realen Welt. Wer Wäsche wäscht, will innen und außen in Übereinstimmung bringen.

Nach unten fahren heißt, sich in sein so genanntes Unterbewusstsein begeben. Dort in deinem Unten begegnest du dem Teil von dir, wovor du dich fürchtest. Und klar willst du sofort wieder hinauf in die reale, normale Welt. Dort ist alles in Ordnung in deinem Leben, dort hast du nichts zu fürchten.

Die Stimme deines Dämons aber erreicht dich doch. Das Handy ist das Symbol für Stimmen ohne Körper, ohne physische Gestalt. Heißt, du kannst nicht weglaufen vor dir selbst.

Wie steht es um deine Fähigkeit, den Menschen vom Ende der Welt erzählen zu können, dem dann ein Neubeginn folgt? Wie kommst du klar mit dir selbst?
Herzliche Grüße Almuth
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Re: Mein Dämon

Beitragvon Paikya » 11.09.2018, 15:30

Hallo Almuth

Es ist schön von dir zu lesen. Danke, dass du dich noch an mich erinnerst. Das ist wirklich schön! Es ist bereits über ein Jahr her und ich habe meine alten Träume schon fast vergessen im Gegenteil zu dir. Ich kann mich aber gut erinnern. Nun da hat sich wohl nicht viel getan. Schon mit meinem letzten Traum vor einem Jahr kam das Resultat, dass ich vor mir weglaufen will. Nun scheinbar schon wieder und dennoch schlummert es tief in mir und kommt immer wieder zum Vorschein. Ich bin seither keinen Schritt weiter und habe mich auch nicht mehr damit befasst. Ich denke, ich habe das Thema vorerst abgehackt. Meine Träume von damals, welche ich wirklich sehr oft hatte, sind mit der Zeit verschwunden, die Stimme in mir ist erstummt. Ich führe ein normales Leben mit wenig spirituellen Gedanken. Kaum befasse ich mich nur ein klitzekleines Bisschen damit, kommen wieder so komische Träume. Lustig. Ich denke dieser Traum ist gekommen, weil meine Schwester ein Problem hat und eine der Antworten die ich auf ihr Problem hatte war spiritueller Natur. Vielleicht kam der Traum deswegen... Weil da trotzdem etwas ist und ich mich durch das wieder erinnert habe, dass es noch da ist. Ich träume viele verrückte Dinge, aber schreibe hier nur, wenn es etwas in mir bewegt. Heute musste ich im Geschäft ins Archiv im Keller und hatte im vollen Ernst Angst mir selbst zu begegnen. Es ist gruselig sich vorzustellen wie man vor sich selbst steht... Deine Traumdeutung macht wie immer Sinn. Alleine würde ich wohl nie auf dieses Ergebnis kommen und trotzdem ist es für mich sehr einleuchtend. Mit mir selbst komme ich eigentlich gut klar. Ich weiss nur nicht, ob es bedauerlich wäre, wenn ich diese Fähigkeiten, welche mir noch unbekannt sind und wohl irgendwo tief in mir schlummern, nicht fördere oder ob sie sogar verloren gehen, wenn ich mich nicht damit befasse. Manchmal frage ich mich, ob Wissen aus der Vergangenheit weiterhelfen würde die Gegenwart zu verstehen oder allenfalls eine Blockade zu lösen. Vielleicht bin ich zu jung, vielleicht aber auch einfach zu unwissend. Ich habe mir schon Gedanken zu einer Rückführung gemacht, weil ich das Gefühl habe es gäbe etwas Entscheidendes in einem vergangenen Leben, was für die Gegenwart von Bedeutung wäre. Dann habe ich aber wieder Angst, dass die Erkenntnis mich zu fest prägen könnte - dann laufe ich wieder vor mir weg. Ich werde im November die Welt bereisen. Vielleicht finde ich irgendwo auf meinem Weg Antworten. Ich will nicht zu jung sein um das alles zu verstehen. Ist man mit 24 zu jung? Wie lange muss man da warten bis man sich entfalten kann. Man kann doch hier kein genaues Alter nennen. Vielleicht geht es bis dann verloren.. Kannst du mehr als Träume deuten? Hast du spirituelle/übernatürliche Fähigkeiten und wenn ja, wann hast du sie "gefunden"? Du bist hier schon eine Ewigkeit im Forum und hilfst uns immer weiter. Danke dafür!

Liebe Grüsse
Paikya
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Re: Mein Dämon

Beitragvon Almuth » 12.09.2018, 08:19

Hallo Paikya,
ich habe meine alten Träume schon fast vergessen im Gegenteil zu dir.
Ich hatte sie auch vergessen, aber man kann hier ja alles schön nachlesen. :wink:

Schon mit meinem letzten Traum vor einem Jahr kam das Resultat, dass ich vor mir weglaufen will. Nun scheinbar schon wieder
Nein. Das Weglaufen war nicht die Info dieses Traumes, sondern die Erkenntnis, dass du etwas in dir hast, wovor du dich fürchtest. Weglaufen ist erstmal die normale Reaktion.
Aber vor dem „Dämon“, der eigentlich keiner ist, kannst du nicht weglaufen.
Dämon nur deshalb, weil du etwas in dir spürst und auch erlebt hast, womit du nichts anfangen kannst, was du nicht verstehst. Das macht alles zum Angstgegner.

Ich führe ein normales Leben mit wenig spirituellen Gedanken.
Gut so. Paikya, auch auf die Gefahr dich zu langweilen, alles im Leben hat seine Zeit. Und bis mindestens Anfang 40 will das normale Leben bewältigt werden. In dieser Zeit reift deine Persönlichkeit. Und das ist wichtig.

Ich weiss nur nicht, ob es bedauerlich wäre, wenn ich diese Fähigkeiten, welche mir noch unbekannt sind und wohl irgendwo tief in mir schlummern, nicht fördere oder ob sie sogar verloren gehen, wenn ich mich nicht damit befasse.
Wäre natürlich bedauerlich. Aber wirklich verloren gehen kann da nichts. Man kann es nur immer weiter bedeckt halten.
Aber fördern, wie du es nennst, kannst du es auch nicht. Wie denn? Und wie gesagt, alles hat seine Zeit.
Du kannst es nur in den Kopf holen und versuchen, es mit dem Kopf, also mit der Logik in den Griff zu bekommen. DAS wäre bedauerlich, denn es ist kein Bestandteil des rationalen Verstandes.
Bleibe bei dir, bei deinen Wahrnehmungen, deinem Gefühl für dich selbst. Reflektiere über die Dinge, die dir begegnen.

Vielleicht bin ich zu jung, vielleicht aber auch einfach zu unwissend.
Das Eine ergibt sich aus dem Anderen.

Ich habe mir schon Gedanken zu einer Rückführung gemacht, weil ich das Gefühl habe es gäbe etwas Entscheidendes in einem vergangenen Leben, was für die Gegenwart von Bedeutung wäre.
Es geschah jede Menge Entscheidendes in den vergangenen Leben. Aber, Paikya, nichts, was du hier und heute wissen und kennen müsstest. Wäre das so, dann wären die früheren Existenzen nicht aus unserem Bewusstsein verschwunden, dann wüssten wir, was wir wissen müssen.
Ich will dir nicht direkt abraten von so was. Viele Menschen versuchen es heute. Aber die Resultate fallen sehr, wirklich sehr verschieden aus. Du ahnst es schon selbst, es kann dich in eine völlig falsche Richtung führen.
Wenn du dir immer schön deine innerseelischen Vorgänge bewusst machst - wozu es auch einige Übung braucht – dann kommst du ganz von selbst auf Informationen, die Bedeutung haben für dich.
Und ganz generell: Jedes einzelne Leben ist so was wie ein in sich abgeschlossener Roman, auch wenn die Karmalegende da was anderes meint. Wir sind den Entscheidungen aus früheren Leben nicht ausgeliefert, müssen nichts abbüßen, nichts zu Ende bringen. Wir werden auch nicht bestraft (oder belohnt) für Dinge, auf die wir keinen Einfluss mehr haben.
Es gäbe hier noch viel zu sagen....................

Ich werde im November die Welt bereisen.
Das ist mal ein guter Anfang. Reisen erweitert den Horizont, und zwar den geistigen Horizont.

Ich will nicht zu jung sein um das alles zu verstehen. Ist man mit 24 zu jung?
Für alles, klar doch. Man ist im Grunde auch noch mit 90 zu jung, weil man nie alles versteht.

Kannst du mehr als Träume deuten?
Ich hoffe doch... :roll:

Hast du spirituelle/übernatürliche Fähigkeiten und wenn ja, wann hast du sie "gefunden"?
So, wie ich es dir oben geraten habe. Man hat alle Antworten in sich. Sie kommen nie wirklich von außen, auch wenn es manchmal so aussieht.
Der eigene Geist oder das Bewusstsein enthält das gesamte Wissen über Gott und die Welt und natürlich auch über die eigene Person, das eigene Leben, warum man hier ist und wo man hin will. Er kennt sämtliche frühere Leben und natürlich den eigenen selbst gewählten Lebensplan, und, und, und...
Auslöser war übrigens ein Traum, den ich mit 9 Jahren hatte.
Herzliche Grüße Almuth
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