Entkommen

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Entkommen

Beitragvon Eileenx3 » 09.09.2018, 13:10

Hallo,

heute Nacht hatte ich folgenden Traum:

ich war in meinem Auto, dies stand direkt vor meinem Haus. Plötzlich lief ein rothaariger jüngerer Mann am Auto vorbei. Noch bevor ich seine Absichten kannte, habe ich die Türen verriegelt. Und siehe da, er lief auf mich zu und wollte in mein Auto einfach einsteigen. Ich habe Vollgas gegeben und bin weggefahren. Er ist mir hinterhergerannt. Dann drehte ich den Spieß um und nutzte so die Gelegenheit aus dem Auto heraus Fotos zu machen, um diese der Polizei zu übermitteln. Diesmal lief er vor mir weg. Ich fühlte mich im Traum dennoch verfolgt...

Habt ihr Deutungen?

Ich träume so etwas ziemlich oft irgendwie in dieser Art. Nur war es in meinen anderen Träumen oft so, dass irgendwas blockiert hat, entweder konnte ich meine Autotür nicht richtig zumachen egal wie oft ich es versuchte oder ich fand nicht den Verriegelungsknopf, um abschließen zu können. Immer als wären böse Menschen um mich herum, die nichts gutes im Sinn haben und ich flüchten muss....

Vielen Dank im Voraus.

Liebe Grüße :)
Eileenx3
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Re: Entkommen

Beitragvon Almuth » 10.09.2018, 11:59

Fortsetzung des vorigen Traumes „Überfall“.
Auch hier bedroht dich wieder ein Mann, der für das Männliche allgemein steht.
Die roten Haare symbolisieren seine aggressiven Gedanken und damit Absichten. Nicht dass er die hat, du erwartest nichts anderes vom Mann...

Denn du verriegelst ja die Autotür beim bloßen Anblick eines Mannes.
Und natürlich will er dich bedrohen. Was sonst?

Abhauen war das Muster schon im vorigen Traum. Es gelingt dir wieder.

Du willst die Bedrohung festhalten. Du willst beweisen, dass du tatsächlich bedroht wirst und es dir nicht nur einbildest. Die Polizei ist deine eigene übergeordnete geistige Instanz, mit der du dein Verhalten, deine Gedanken und Gefühle als falsch oder richtig bewertest.
Du willst also dir selbst beweisen, dass du allen Grund hast, vor dem Mann wegzulaufen und von ihm nur das Schlechteste zu erwarten.

Der Mann läuft weg. Das allein ist doch schon Beweis genug, dass er dir was Böses will, dass er tatsächlich der Böse ist.
Natürlich fühlst du dich im Traum immer noch verfolgt obwohl er ja wegläuft. Denn wie gesagt, sein Weglaufen ist traumlogisch der Beweis dafür, dass du Grund hast, dich vor dem Mann zu fürchten.

Der Mann .........
Herzliche Grüße Almuth
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Re: Entkommen

Beitragvon Eileenx3 » 10.09.2018, 13:35

Hallo Almuth,

vielen Dank für deine Deutung, aber ich verstehe es nicht wirklich, was das Ganze zu bedeuten hat. Ich kann es mir absolut nicht erklären :( und warum das genau jetzt so häufig vorkommt mit diesen Verfolgungsträumen. Das waren nicht die einzigen, die ich in letzter Zeit hatte...
Eileenx3
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Re: Entkommen

Beitragvon Almuth » 11.09.2018, 13:12

Hallo Eileen,
ich habe mir deine Träume seit Januar noch mal angeschaut. Ist tatsächlich fast nur von Verfolgung und Flucht die Rede.

Verfolgungsträume hat man, wenn es etwas gibt in der Seele, was gut zugedeckt und unbewusst geblieben ist über lange Zeit.
Die Verfolgung im Traum bedeutet dann, dass genau das raus will, angeschaut und wahrgenommen werden will. Das aber kann der Träumende nicht zulassen, sich selbst nicht gestatten. Weil es eben etwas Unangenehmes, Belastendes ist. Etwas, wovon man meint, es wäre besser, es weiterhin unter der Decke zu halten. Deshalb fühlt er sich bedroht und flüchtet die ganze Zeit in seinen Träumen.

Und genau da kann dir von außen keiner weiterhelfen. Natürlich musst du selbst herausfinden, was sich irgendwann mal in deiner Vergangenheit ereignet hat, das du dann gut verdrängen konntest bis heute.

Deinen letzten Träumen nach zu urteilen geht es dabei um das Thema Mann. So was schrieb ich dir auch.
Jede Frau hat ein Muster dafür, was ein Mann als solcher für sie bedeutet, wie sie die Männer allgemein beurteil, was sie von ihnen erwartet, erhofft oder eben befürchtet.
Dieses Muster bildet sich automatisch über den Vater. Er ist sozusagen der erste Mann im Leben jeder Frau, auch dann, wenn er kaum anwesend war. Dann ist das ein Teil des Musters geworden.

Es kam der Traum mit deiner verstorbenen Oma. Auch das Thema hast du wohl sofort beiseite geschoben.

Eileen, es sind Angstträume die du hier schreibst. Und die Angst kannst du wörtlich nehmen.

Du. Hast. Angst!

Und keiner kann dir sagen, wovor. Aber helfen, es herauszufinden, wenn du dich darauf einlassen kannst.
Herzliche Grüße Almuth
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