Denken Gedanken in Träumen

Hier können sich Besucher untereinander Träume posten und helfen, diese zu deuten.

Moderator: Mirakulix

Denken Gedanken in Träumen

Beitragvon postfach » 07.07.2018, 06:23

Hallo,

ich träume seit fast zwei Wochen beinahe jede Nacht etwas. Mitunter ziemlich wirres Zeug, an das ich mich am Morgen dann auch nicht mehr erinnern kann. Eines ist mir aber aufgefallen, was ich so in früheren Träumen eigentlich nie gemacht habe. Und zwar mache ich mir im Traum Gedanken über die SItuation die da passiert. Als würde ich mit mir selber reden, ich spreche dabei aber nicht. Die Person im Traum (ich) denkt nach.

Zwei Beispiele aus der letzetn Nacht

Beispiel 1
Ich fahe mit dem Auto auf die Schnellstraße/Autobahn und muss eigentlich in die andere Richtung. Nach gut 400 Metern sehe ich eine Abbiegespur auf der linken Fahrbahn, wo ich drehen könnte. Es kommen von hinten aber immer Autos, so dass ich nicht von der rechten auf die linke Spur wechseln könnte.
Ich erkenne eine Lücke und ziehen nach links rüber. Da taucht plötzlich ein Auto auf un ich muss schnell reagieren und den Spurwechsel abbrechen.
In dem Moment denke ich als Ich im Traum: Der ist doch verrückt und viel zu schnell




Beispiel 2

Ich arbeite mit meinem alten Meister in einem Haus am Innenausbau. Er wirkt niedergeschlagen, sagt aber nichts. Ich stehe etwas weiter weg von ihm und es kommt jemand, der auch mit uns arbeitet. Ihm erzählt der Meister, dass seine Mutter gestorben ist. Er sagt, dass er heute alleine arbeiten möchte und seine Ruhe braucht. Die Person soll mit mir zum Eingang des Hauses gehen, dort wäre eine Person die unsere Hilfe brauchen würde.

Ich sehe mich im Traum nicht aus der Ich-Perspektive sondern schräg von oben. Während wir vor das Haus gehen dene ich mir Wenn meine Mutter gestorben wäre könnte ich bestimmt nicht arbeiten Ich sehe, dass sich meine Lippen währeddessen nicht bewegen.
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Re: Denken Gedanken in Träumen

Beitragvon Almuth » 07.07.2018, 07:41

Hallo Postfach,
über diese Fähigkeit im Traum kannst du dich eigentlich freuen. Nur solltest du versuchen, es noch ein bisschen auszubauen. So weit, dass du das Traumgeschehen beliebig in eine gewünschte Richtung verändern kannst.

Interessant ist aber, dass dein bewusster Gedanke zum Traumgeschehen jedes Mal der ist, dass du einen anderen Menschen bewertest, und zwar negativ. Der eine fährt zu schnell und der andere arbeitet, obwohl seine Mutter gestorben ist. Du bist Derjenige, der sozusagen ein Urteil fällt.

Dabei fährst ja eigentlich du in die falsche Richtung zu Beginn. Du irrst also, willst diesen Irrtum korrigieren, was dir nicht einfach so gelingen will.
Erlebst du auch real, dass andere Menschen um dich herum das Falsche tun und dich dabei behindern?
Herzliche Grüße Almuth
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Re: Denken Gedanken in Träumen

Beitragvon postfach » 07.07.2018, 08:16

Hallo Almuth,

danke erst einmal für die Antworten.

Wie lenkt man den seine eigenen Träume? Ich habe in meinem bisherigen Leben auch schon zwei oder dreimal die Situation gehabt, wo ich an einem Abend den Traum aus dem Vortag weitergeträumt habe. Zwei Arbeitskolleginnen von damals meinten zu mir, dass so etwas auch nicht so oft vorkommen würde.

Zu der Frage, "erlebst du auch real, dass andere Menschen um dich herum das Falsche tun und dich dabei behindern"?

Ich mache mich seit ein paar Monaten selbsständig (sehr onlinelastig). Es ist einiges an Vorarbeit zu leisten. Ich habe viele Ideen die man umsetzen kann, allerdings fehlt mir vielfach der "Drive" und der Elan dazu. Meine Finanzierung ist bis Anfang nächsten Jahres gesichert. Ich beziehe Förderung vom Amt und bin auch selber finanziell gut aufgestellt. Die Konzentration auf das alles fällt mir sehr schwer. Das ist im Endeffekt das erste mal, dass ich sozusagen mein eigener Chef bin und alles selber machen muss. Obwohl ich das eigentlich könnte. Ich bin scheinbar nicht bereit, mich auch nur den halben Tag lang auf diese selbstständigkeit zu konzentrieren. Allerdings werde ich von einer Agentur unterstützt (Seitenerstellung). Da ich nicht deren einziger Kunde bin fällt ihnen mein schleppendes Vorankommen auch nicht so recht auf.

Die von dir angesprochenen "anderen Menschen um mich herum" sind in sofern von Bedeutung, da sie natürlich auch fragen wie es mit meiner Selbstständigkeit vorrangeht. Ihnen fehlt gerade im Onlinebereich das Know-How. Wenn ich sage, dass es sich noch etwas verzögert, so können sie es nicht nachprüfen. Das ich den halben Tag vor der xbox sitze sage ich natürlich nicht.

Vielleicht ist es insgeheim auch die Angst zu versagen, immerhin bin ich jetzt das erste mal in meinem Leben für mein eigentliches berufliches Handeln verantwortlich. Manchmal denke ich schon nach und frage mich (hatte ich auch mal in einem Traum), ob das wirklich die richtige Idee war.
Aber auf der anderen Seite habe ich kein großes Risiko, da ich eigentlich recht schnell einen Job finden sollte.
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Re: Denken Gedanken in Träumen

Beitragvon Torrot » 07.07.2018, 11:25

Hallo postfach :D

schaue ich deine fett gedruckten Gedankenso faellt mir sofort auf dass sie Kommentare sind die du wahrscheinlich oft von aelteren Menschen in deiner Umgebung unbewusst gehoert hast und diese so als GedankenMuster in dein Gehirn gepraegt wurden

da du nun eigenstaendig wirst ~ also die alte LebenSpur verlassend bist ~ reagiert dein eingepraegtes Muster mit den dir bekannten Worten
und
signalisiert dir ~ "immer mit der Ruhe und dann mit´n Ruck" ( :lol: auch so´n Spruch )
ich seh dein Selbststaendigwerden deshalb als genau in richtiger Geschwindigkeit und dein Ruhebeduerfnis (auch vor der Spielekonsole) entspannt deinen Leib UND vor allem Gehirn!! und lockert dich immer mehr fuer dein Eigenstaendigsein

der zweite GedankenGang
zeigt dein Loesen von deiner beengenden ferngesteuerten MutterWelt als trauernden Sohn (jeder Abschied is mit Traurichsein verbunden in dem die Verbindungsfaeden von der Person sich loesen koennen)
im
dich entwickeln zum eigenen Meister deines Leben´s

Ja
dazu passen
diese alten sich in dir loesenden Gedanken die vorher unterbewusst dich gesteuert hatten

:D
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Re: Denken Gedanken in Träumen

Beitragvon postfach » 09.07.2018, 05:48

Eigentlich müsste ich schon einen Ticken mehr machen, die richte Geschwindigkeit kann es eigentlich nicht sein mit der ich gegenwärtig meine Existenzgründung vorantreibe. Das ärgert mich insgeheim auch selber. Und macht mir vielleich auch ein klein wenig Sorgen.

Dazu passt vielleicht der Traum von heute bzw das, an was ich mich noch erinnern kann.

Ich fahre mit dem Fahrrad durch eine Passage mit vielen Bäumen. Plötzlich geht es etwas steiler bergauf. Aus der Straße liegen viele Äste und auch Baumwurzeln der angerenzenden Bäume ragen hervor. Nach einem geraden Verlauf schlängelt sich die Straße wie eine Bergstraße hinauf. Sie wird immer steiler und auch dreckiger. Auf einmal höre ich von unten/hinten ein Motorgeräusch und denke mir der kommt nicht an mir vorbei, die Straße ist zu eng.

Ich gehe aus dem Sttel und fange an schneller zu fahren. Allerdings wird die Wegstrecke so steil, dass ich absteigen muss. Dann werde ich wach.
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Re: Denken Gedanken in Träumen

Beitragvon Torrot » 09.07.2018, 08:36

Ja das stimmt :D

dein Traum zeigt ganz deutlich
je schneller du versuchst zu sein desto mehr hindert dich deine eigene Natur daran und du bist letztendlich in deiner naturlichen Geschwindigkeit OHNE technische HilfsMittel die deine naturlich~en Kraefte verzehren
das dich schwaechd und krank macht

wow ~ du hast ein gesundes "Immunsystem" :D
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Re: Denken Gedanken in Träumen

Beitragvon Almuth » 09.07.2018, 09:08

Hallo Postfach,
so wie du deine Selbständigkeit beschreibst, könnte man schon meinen, du gehst den falschen Weg.
Hast also die falsche Abfahrt genommen wie in deinem ersten Traumbild.
Nur der Spurwechsel, der funktioniert dann nicht mehr so leicht, wie du es im Moment noch meinst.

Dazu passt auch dein neuer Traum. Er wird wohl für deinen neuen Lebensweg stehen. Und der führt dich ziemlich steil bergauf. Was du im übertragenen Sinne verstehen kannst.
Aber mit jedem Meter wird es beschwerlicher für dich. Zuletzt so sehr, dass du nur doch zu Fuß gehen kannst.
Erst mit dem Auto, dann mit dem Fahrrad, dann zu Fuß – du verstehst wohl diese Symbolik.

Das Auto, das dich überholen will, das du ausbremsen musst, das ist dann die liebe Konkurrenz. Mit der bekommst du zu tun. Dann wird das Berufsleben so richtig ungemütlich für dich.
Nicht dass ich dich erschrecken will. Aber sieh dir deine Traumbilder an unter diesem Gesichtspunkt...
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Re: Denken Gedanken in Träumen

Beitragvon postfach » 09.07.2018, 14:14

Ist für mich auf jedenfalls mal ein ganz anderer Blickwinkel, danke an der Stelle schon mal euch Beiden.

Mein Problem ist (und das haben mir schon viele gesagt), dass ich scheinbar nur ganz wenig Selbstbewusstsein habe und ein ganz schlechtes Selbstwertgefühl. Vielleicht spiegelt sich das auch in meinen Träumen wider. Beim Schlafen in den letzten Wochen bin ich mehrfach wach geworden mit einem ganz unbehaglichen Gefühl. Wo ich mir dann denke, ist es wirklich richtig was ich da gerade mache? Ich bin dann wach, aber das denken in diesem Augenblick findet gefühlt auf einer ganz anderen Ebene statt. Es ist dann immer ein ganz komisches Gefühl.

Aber im Endeffekt war die Chance für mich nie besser etwas eigenes auf die Beine zu stellen. Ich werde bis Oktober von der Arge diesbezüglich gefördert und habe auch danach keine finanziellen Ängste. Die Arge, die Agentur die mich berät, die IHK die mein Geschäftsmodell geprüft hat, alle bescheinigen mir, dass mein Geschäftsmodell sehr gut durchdacht ist und Aussicht auf Erfolg hat. Meine Freunde und die Familie stehen auch hinter mir. Ich besitze nachweislich das nötige Know How für mein Projekt. Ich sollte wenn ich möchte schnell wieder einen Job finden und kann die Selbstständigkeit auch "nebenher" betreiben. Im Endeffekt bin ich es, der die meisten Zweifel hegt.

Heute ist zum Beispiel der erste Tag nach langer Zeit wo ich sehr zufrieden bin mit dem was ich hierfür geleistet. Den halben Tag habe ich gearbeitet und viel kleine Fortschritte erzielt. Meine Beratungsagentur rief mich heute auch an, deren Meinung bin ich "im Soll" und Mitte August sollte es losgehen können.

Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich alles viel zu Pessimistisch sehe und ich mich vielleicht auch mehr auf mein Können verlassen sollte
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Re: Denken Gedanken in Träumen

Beitragvon Almuth » 10.07.2018, 08:04

postfach hat geschrieben:Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich alles viel zu Pessimistisch sehe und ich mich vielleicht auch mehr auf mein Können verlassen sollte

Ja, genau das solltest du tun.
Mach, was du vorhast. Mach deine Erfahrung. Keine Theorie kann das real erfahrene Leben ersetzen, und schon gar kein Traum.
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Re: Denken Gedanken in Träumen

Beitragvon postfach » 11.07.2018, 05:41

Ja, ich werde es versuchen so gut es geht. Die "Aufbruchsstimmung" scheint sich auch in meinen Träumen widerzuspiegeln.
Dort wollte ich mit dem Auto in Urlaub fahren und mein Fahrrad mitnehmen. Die Reifen waren aber platt bzw. die Luft war aus ihnen fast raus.
Ich dachte mir da muss ich jetzt was gegen machen, habe eine Luftpumpe gesucht und die Reifen dann aufgepustet.
Das Fahrrad wurde von mir in den Kofferraum meines Wagens verfrachtet und ich wollte losfahren, doch dann wurde ich wach.
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