Hallo Leute,
heute benötige ich wirklich einmal richtig Hilfe. Es ist jetzt schon 14.00 Uhr, aber noch immer spüre ich den Traum körperlich. Der Traum hatte eine solche Intensivität und Detailgenauigkeit. Ich glaube, dass wenn ich mich konzentrieren würde, mir noch die Straßennamen einfallen würden. Auch könnte ich ein Phantombild von den Menschen malen, die mir Leid antaten.
Genau genommen hatte ich zwei aufeinanderfolgende Träume, wovon mir besonders der zweite unter die Haut ging. In dem ersten Traum ging es um eine schwarzhaarige Dämonenfrau/ Geisterfrau, die viel Leid verbreitete. Sie tötete immer wieder Menschen. Im Laufe des Traumes, der zu kompliziert und verworren zu erklären ist, kristallisierte sich heraus, dass ich diesen Dämon nur besiegen konnte, wenn ich mich selbst tötete und auf der Geistebene gegen den Dämon antrat. Also schnitt ich mir selbst die Pulsadern auf und kämpfte gegen den Dämon. Direkt nach meinem Sieg (oder Niederlage, ich weiss nicht mehr genau) kam der zweite Traum, der so Detailgetreu und gefühlt echt war, dass ich noch immer eine Gänsehaut habe und weinen muss:
Ich war mit meinem Freund in einem Spanisch sprachigen Land. (Das ist die einzige Sache, die ich nicht genau weiß. Nämlich in welchen Land ich war.) Mein Freund war im Hotel und machte einen Mittagsschlaf. Ich konnte nicht schlafen, daher entschied ich mich aufzustehen und ein paar Besorgungen zu machen. Meinen Freund weckte ich nicht, da sowieso nicht lange weg bleiben wollte. Es war schon eher späterer Stunde, als ich mich mit Einkaufstüten vollbepackt zu meinem Mietauto quetschte und zurück zum Hotel fahren wollte. Irgendwo hatte ich gelesen, dass man keine Wertsachen im Auto lassen sollte, daher hatte ich das Navi mitgenommen. Ich kann mich erinnern, dass irgendwo in der Nähe ein Umzug war und daher viele Menschen unterwegs waren. Ich wollte durch die Fahrertür einsteigen und meine Einkäufe auf den Mitfahrersitzt werfen. Dabei flog das Navi aus der Handtasche und landete auf dem Gehweg. Ich drehte mich, beladen mit all den Tüten, um und suchte nach dem Gerät. In unmittelbarer Nähe standen zwei deutsch aussehende junge Männer. Der eine bot mir an mit mir zu suchen. Ich lächelte ihn an und bedankte mich. Doch dann sah ich aus dem Augenwinkel, wie der zweite heimlich das Navi einsteckte. Eine kurze Sekunde folgte, in der wir uns nur in die Augen sahen. Dann rannte der junge Mann los. Ich schrie: „Bleib stehen. Der hat mein Navi geklaut. Ich rufe die Polizei!“ Mit all meinen Tüten konnte ich den jungen Mann sowieso nicht verfolgen, also drehte ich mich um und hielt seinen Freund fest. Der wollte sich losreißen, aber ich war stink wütend und krallte mich in sein T-Shirt. Mit einer Hand kramte ich in meiner Handtasche und erwischte mein Handy. Aber dann viel mir ein, dass ich die Nummer der Polizei ja gar nicht kannte. Eine junge Frau meines Alters kam auf mich zu. Sie hatte die ganze Situation mit verfolgt. Hecktisch fragte sie mich, ob sie mir helfen könne. Ich fragte sie nach der Nummer der Polizei und sie gab mir bereitwillig eine Telefonnummer. Noch während ich sie eintippte nutzt der junge Mann, den ich festhielt, seine Chance und riss sich los und rannte weg. Ich sah ihm nach und fluchte. Dann rief ich die Nummer an. Es hob auch jemand ab, aber keiner Sprach. Ich hörte nur ein lautes Atmen und dann ein Lachen. Ich sah auf und wollte der jungen Frau sagen, dass die Nummer falsch sein, als ich bemerkte, dass auch sie weg war. Ich war total verzweifelt. Ich war in einem fremden Land, in einer fremden Stadt und war auf Diebe hereingefallen. Ich war den Tränen nahe. Mein Freund wusste nicht wo ich war und ich wusste nicht, wo das Hotel lag. Ganz in meiner Nähe sah ich ein Hotel. Es hatte einen kurzen, roten Teppich und eine kleine Überdachung vor dem Eingangsbereich. Über dem Eingang stand der Name. Irgendetwas mit Plaza. Aber ehrlich gesagt möchte ich darüber nicht weiter nachdenken. Jedenfalls dachte ich mir, dass man mir an der Rezeption bestimmt weiterhelfen könne. Aufgelöst wie ich war ging ich in das Gebäude. Am Empfang saß ein älterer Herr. Er wirkte nicht unbedingt unsympathisch, aber irgendwie inkompetent. Ich fragte ihn: Do you speak english or german?“ Mit deutlich spanischem Akzent sagte er, dass er Deutsch spreche. Ich erzählte ihm meine Situation und fragte ihm, ob er mir die Nummer der Polizei geben könnte. Der Mann war sehr mitfühlend und ich hatte den Eindruck, dass ich an der richtigen Adresse gelandet war und mir nun weiter geholfen werden könne. Er nahm mich bei der Schulter und führte mich in ein Büro. Dort waren zwei Fenster, vor dem ein Schreibtisch stand. Ein alter PC summte und der dazugehörige, große Bildschirm zeigte irgendwelche Buchungsdaten. Zudem gab es eine kleine Liege/kleines Bett. Eben eine solche, die man öfters mal in kleinen Bürozimmern findet, in denen sich Mitarbeiter ausruhen dürfen. Ich lehnte mich also gegen den Schreibtisch, entlud meine Tüten und wartete auf die Polizei. Irgendwie war es eine komische Situation. Ich wollte weg, wusste aber auch nicht wohin. Also blieb ich. Und dann hörte ich, wie schwere Schritte fast schon den Gang lang rannten. Die Tür wurde aufgerissen und der ältere Herr kam mit einem Tier von Mann (groß, stämmig-dick, Glatze – Türsteherverschnitt) hereingestürzt. Keiner lächelte und sie hatten diesen kalten, starren Ausdruck. Ich wusste sofort was Sache war. Ich weichte in die hinterste Ecke zurück und wedelte panisch mit den Armen. Dabei schrie ich nur hysterisch: „Nein, nein, bitte nicht. Nein, nein.“ Die beiden Männer hielten nicht inne. Da war keine Sekunde der Überlegung. Es war eiskalt, berechnet, abgesprochen – irgendwie wie ein Job. Sie packten mich und schleuderten mich auf das Bett. Der große Mann find an auf mein Gesicht einzuschlagen, während ich versuchte es mit den Armen zu schützen. Er machte keine Pause oder hatte Mitleid. Seine Schläge waren irgendwie dumpf und ich wurde wie taub. Ich dachte noch: Wenn du dich wehrst, wird er vielleicht aufhören.“ Während mich der eine verprügelte, riss der Andere mir die Kleider vom Leid. Ich war wie gelöst und bekam kaum etwas mit. Ich dachte mir nur, dass sie mich sicherlich später nicht einfach gehen lassen würden und dass niemand wusste, wo ich war. Mit gebrochenen Gliedern, Blutgeschmack auf der Zunge und halb nackt trugen sie mich aus der Tür.
In dem Moment bin ich wach geworden. Ich wusste lange nicht wo ich war. Dann merkte ich, dass ich weinte und weckte meinen Freund. Ich sagte ihm:“Schatz, ich bin gerade Vergewaltigt worden.“ Der Arme sprang auf und war völlig verwirrt. Er riss mich an sich und wollte mich trösten. Aber, und das war echt komisch, ich war nicht richtig da. Ich wusste zwar, dass alles nur ein Traum gewesen war und dass ich Zuhause war, aber ich spürte meinen Freund nicht richtig. Nein das stimmt nicht ganz. Es ist schwer zu erklären. Ich merkte und spürte, dass er mich hielt, aber ich (mein denken, meine Person) war nicht da. Erst ganz allmählich bin ich zurück in meinen Körper. Der Satz hört sich auch komisch an. Es war einfach Gefühl, dass ich nicht erklären kann. Die restliche Nacht über konnte ich nicht schlafen, da ich noch immer die gebrochenen Rippen und blauen Flecken spürte. (Selbst jetzt merkte ich noch die Prellungen im Gesicht) Seit Wochen habe ich immer wieder Kopfschmerzen, aber heute war es so schlimm, dass ich nicht zur Arbeit gehen konnte. Auch wenn es albern klingt, war das Erste was ich heute tat, zum Spiegel zu gehen und zu gucken, ob ich ein blaues Auge habe.
Ich würde mir so freuen, wenn jemand mir weiterhelfen könnte. Ich hatte ja jetzt schon oft freaky Träume, aber niemals waren sie so real. Ich sehe jetzt noch die Graffiti an den Wänden, Risse im Asphalt, die Gesichter der beiden jungen Männer, der jungen Frau und der anderen beiden. Ich könnte das Hotel malen. Und ich bin mir sicher, dass mir sein Name einfallen würde, wenn ich mich darauf konzentrieren würde. Ich kann hier jetzt keinen Scheiß gebrauchen wie: Du suchst deine Sexualität oder dein GleichGEWICHT im unGLEICHGEWICHT deiner Sexuellen Findung. Ich brauche an dieser Stelle ernstzunehmenden Rat.
Shekara
Von Dämonen und Dieben - bitte helft mir.
Moderator: Mirakulix
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Ex ungue leonem -
An der Klaue erkennt man den Löwen.

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