Mehrere Träume - Hunde, Freibad, Haus, Bedrängnis

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Moderator: Mirakulix

Mehrere Träume - Hunde, Freibad, Haus, Bedrängnis

Beitragvon Eileenx3 » 14.01.2019, 12:38

Guten Morgen :)

ich hoffe ich bekomme meinen Traum von heute Nacht noch zusammen.
Leider weiß ich vieles nicht mehr, aber ich versuche mich so gut es geht zu erinnern.

Ich war wie in einer Art Zimmer, das Zimmer war mir fremd, möglicherweise war es ein Hotelzimmer?! Dort war ein Mann und eine Frau. Der Mann war jemand, der mir im echten Leben mal viel bedeutet hat und er hatte nun eine neue Frau an seiner Seite. Ich glaube denen haben auch zwei Golden Retriever Welpen gehört. Die Welpen hatten wie so eine Art Doppelleine, sie kamen auf mich zugerannt und wollten kuscheln und haben sich sehr gefreut. Es war ein schönes Gefühl. Dann fiel mir auf, dass der eine Hund etwas an seinem Rücken hatte, meine Mutter war plötzlich auch da und sprach das an. Dann meinte die Besitzerin, sie hat ein komischen Begriff gesagt, was das wäre und dass man dem Hund die Arme ( ja sie hat im Traum Arme gesagt) wegmachen müsste. Wir meinten dann sie solle mal zu einem anderen Tierarzt.

Dann geht es weiter, ich hoffe die Reihenfolge stimmt so, plötzlich war ich in einem Freibad, ich weiß nicht mehr mit welcher Person genau, auf jeden Fall war mein kleiner 11 jähriger Bruder dabei. Wir waren im Wellenbad. Die Wellen waren noch aus, eigentlich wollte ich nicht, dass mein Bruder in das Becken geht, weil ich Angst um ihn hatte, ich habe ihn aber dann trotzdem ins Becken gelassen, habe ihn dann wieder herausgetragen, am Beckenrand stand ein Junge und ich habe gehofft er hilft mir meinen Bruder oben abzufangen, aber er wollte nicht und wurde frech. Ich sagte dann nur zu ihm, dass wenn irgendwas mal passieren sollte, ich hoffe, dass er sein Leben lang mit diesem Gewissen leben muss.

Als nächstes (ich glaube das sind teilweise alles getrennte Träume) es war dunkel und ich saß im Auto und sah wie von hinten ein Mann sich näherte. Ich wollte abschließen, doch es war zu spät, er hat irgendwas aus meinem Kofferraum rausgeholt, ich bin ausgestiegen und bin auf ihn zu und wollte die Tüte dir er in der Hand hatte, ihm aus der Hand reißen. Dann habe ich laut nach Hilfe gerufen. Der Mann sah sehr alt aus. Im Zusammenhang mit diesem Traum wollte ich mir das zurückholen was mir gehört, jetzt wird es absolut nicht sinnhaft. Der der was aus meinem Auto gestohlen hat sah alt aus, den Jungs, denen ich dann begegnet bin, waren aber höchstens Anfang 20. Ich bin dann mit irgendwas gefahren, vermutlich mit dem Auto und habe dann festgestellt, dass das nicht meins ist, sondern dass ich dies vertauscht haben muss mit den Jungs und wollte es zurückholen und tauschen. Ja ich weiß, irgendwie ein komischer Traum.

Dann war ich irgendwo in einem Haus. Dieses Haus hatte an der Tür viel wie so Art Milchglas, man könnte kaum durchschauen. Unten an der Tür war wie ein Kreis, dort schaute ich raus, irgendjemand verfolgte mich, deshalb schaute ich raus. Plötzlich sah ich wie jemand von einem Dachfenster mir zugewunken hat, ich dachte mich würde niemand sehen, doch ich wurde gesehen. Ich machte einfach mit und habe zurückgewunken, erst sah ich nur eine Hand winken. Plötzlich kam ein Mann auf mich zu, ich bekam Angst. Ich wusste nicht was er von mir wollte, wir waren immer noch zwischen einer Scheibe getrennt. Er ging wieder.
In diesem Haus fühlte ich mich nicht wohl.


Weiter geht's, ist glaub wieder separat. Ich hatte es eilig und wollte einkaufen gehen, wir wollten Leute zum Essen einladen. Dann bin ich in den Einkaufsladen und sah zuerst rosa Rettich, die klein waren, Dann ging ich auf die andere Seite und sah riesige Rettiche, einen habe ich mitgenommen, dieser war vorne schon wie "angeschnitten" ich bin weiter einkaufen gegangen und plötzlich kam ein Mann auf mich zu, er hätte dunklere Haut, kurze Haare und trag eine Mütze, er bedrängte mich, ich weiß nicht mehr genau was er von mir wollte... jedenfalls traf ich ihm später wieder im Laden und da entschuldigte er sich bei mir... komisch irgendwie.

Dieser Teil könnte möglicherweise zu dem letzten Traum gehören, Ich bin dann heim und wollte meine Mutter suchen, plötzlich war ich in einer Art Restaurant bzw sah es eher aus wie eine kleine Gaststätte. Meine Mutter saß dort tatsächlich und meinte das meine Kollegin bei ihr angerufen hätte und sie über mich ausgefragt hat. Sachen wie " hat sie aufgehört Drogen zu nehmen" (ich nehme keine Drogen) etc. Ich habe das belächelt vor meiner Mutter und bin gegangen.
Ich überquerte die Straße und kam an einem Haus an, dort ging ich rein. Noch bevor die Tür zu ging, liefen wieder zwei Hunde (wieder im Doppelpack) zur Tür rein wieder an einer Leine und freuten sich mich zu sehen, diesmal waren es zwei Jack Russel oder vllt auch Dackel, Ich tendiere aber eher zu Jack Russel. Dann kamen die Besitzer auch rein und ich sagte sie sollen es sich bequem machen, da wir noch auf meine Mutter und meinen Bruder warten mussten. In diesem Haus fühlte ich mich wie auch schon in dem Haus oben ebenfalls nicht wohl.
Es kam mir alles so komisch vor.

Den Rest weiß ich alles nicht mehr.
Sorry für das ganze Durcheinander.

Als ich aufwachte fühlte ich mich komisch und gekränkt irgendwie, in dem Moment versuchte ich mich an meinen Traum bevor ich aufgewacht bin zu erinnern, aber ich verstand den Sinn nicht, was an diesem Traum so schlimm war.

Über Deutungen freue ich mich.

Liebe Grüße Eileen
Eileenx3
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Re: Mehrere Träume - Hunde, Freibad, Haus, Bedrängnis

Beitragvon Picadora » 14.01.2019, 15:41

Hallo Eileen,

ich weiß dass Almuth regelmäßig Deine Träume deutet - dennoch möchte ich was dazu sagen, da ich mir Sorgen um Dich mache. Hab eben auch deine vorherigen Träume ein wenigüberflogen, um das Bild, das ich beim Lesen des jetztigen Traums hatte zu vervollständigen.

Es scheint hier um ein (Dein) Beziehungsthema zu gehen - offensichtlich auch Deinen Wunsch nach einem Partner, aber auch Deine Angst davor. Deine Angst vor einer Beziehung mit einem Mann und vor allem vor den Emotionen, die damit zusammenhängen u. ausgelöst werden (das Wellenbad), und die Angst diese Emotionen nicht händeln zu können - etwas wofür Du selbst nichts kannst, denn das hat ganz offensichtlich mit Deiner Geschichte zu tun, und mit Erlebnissen aus der (frühen) Kindheit.

Für mich klingt es nach einem traumatischen Ereigniss in Deiner Kindheit, wenn ich all Deine Träumen - all diese Verfolgungen u. Bedrohungen, die Du da erlebst - lese.
Das Trauma deutet zumindest auf einen emotionalen und psychischer Missbrauch hin, d.h. Ereignisse denen Du ausgesetzt warst, als Du noch sehr klein warst, die Du vermutlich nicht mehr erinnerst. Die aber noch in Dir gespeichert sind und sich ihren Weg bahnen in Deinen Träumen - bzw. auch in den Momenten, in denen sie durch Emotionen u. Gefühle getriggert werden (wie eben in Beziehungen).

Du hast - nicht ohne Grund - Angst vor Beziehungen, vor Männern, da Du ganz offensichtlich in frühkindlicher Zeit Dinge miterlebt hast (kann z.B. schon heftige Streits zwischen Deinen Eltern gewesen sein), die Du als erste emotionale Erfahrung erlebt hast. Das wird abgespeichert und daraus resultiert dann eine dauerhafte Angst u. Misstrauen vor allen Beziehungen und emotionalen Ereignissen.

Irgendwann hast Du auch mal hier in einem post eine Angststörung erwähnt, die Du früher hattest. Bist Du da noch in therap. Behandlung?
Ich weiß nicht, wie alt Du inzwischen bist. Klar ist, dass Du Dich nach Liebe und Beziehung sehnst, dies aus Angst aber nicht 'aushälst' sozusagen - aufgrund eben dieser vergangenen traumat. Ereignisse. Dein Inneres scheint Dir über Deine Träume Hinweise geben zu wollen und Dein Wunsch nach Befreiung ist ziemlich deutlich.

Ich würde Dir dringend raten eine Trauma-Therapie zu machen. Eine derartige Therapie ist eine große Chance, Dich von diesen Lasten zu befreien, die Du da mit Dir rumschleppst, für die Du nichts kannst. Sie sind das, was Dich in all Deinen Träumen verfolgt, was Du nicht los wirst.

Mach eine Trauma-Therapie!

liebe Grüße
Pica
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Re: Mehrere Träume - Hunde, Freibad, Haus, Bedrängnis

Beitragvon Eileenx3 » 14.01.2019, 16:21

Hallo Pics,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ja du hast schon recht, das Problem ist mir bekannt... Bin 23 Jahre alt und habe nach wie vor die Angststörung, zwar nicht mehr so extrem wie früher, aber sie ist nach wie vor immer noch präsent und leider immer noch ein Teil von mir. Ich bin schon lange nicht mehr in therap. Behandlung. Hatte es auch mal mit Hypnose probiert, da hab ich sehr viel Geld reininvestiert, aber nach der ersten Sitzung hatte mein Kopf blockiert. (Hatte insgesamt 4 Sitzungen) ich weiß nicht wie ich aus dem ganzen heraus komme, gerade das Thema vertrauen und Emotionalität, ich bin an sich eine sehr starke Person, die sehr viel wegsteckt, selten weint und bin es gewohnt mit Stress umzugehen/klarzukommen. Beim Thema Vertrauen ist man irgendwo von anderen abhängig und da beginnt das Ganze auch schon, im Grunde wird man immer und immer wieder nur enttäuscht und egal wie aufrichtig und ehrlich man ist, man erlebt diese Erfahrung immer wieder. Es zieht sich wie ein roter Faden durchs Leben und es ist ermüdend und klar man zieht sich irgendwann zurück.

Ich bin kein Mensch der Leuten hinterherrennt, vllt finden auch die Menschen, dass vllt von mir zu wenig Emotionen kommen, ich bin halt einfach nur vorsichtig. Ich bin ein sehr empathischer Mensch und hab eine sehr gute Intuition. Leider bin ich mir sobald Menschen mir mehr bedeuten, zumindest vorwiegend bei Männern nicht mehr sicher, ob ich meiner eigenen Intuition noch trauen kann, da sich ein klares Muster abzeichnet, ich habe zu viele Zweifel und Ängste im Kopf, so dass meine eigene Intuition für mich nicht mehr zuordenbar ist, also ob das wirklich mein Bauchgefühl ist oder ob mich meine Zweifel im Kopf leiten.

Am liebsten würde ich mich von allem entziehen.... aber irgendwie geht das auch nicht. Ich habe das Gefühl, dass es eine endlose Schleife ist.

Liebe Grüße
Eileen
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Re: Mehrere Träume - Hunde, Freibad, Haus, Bedrängnis

Beitragvon Picadora » 14.01.2019, 16:49

Danke für Dein feedback, Eileen.

Ganz offensichtlich war die Hypnose-Therapie nichts für Dich - aber es gibt ja andere Therapie-Formen. Und da Deine 'Diagnose' bereits bekannt ist, wirst Du die in jedem Fall von der Kasse bezahlt bekommen. Ein erheblicher Leidensdruck ist ja auch da bei Dir.

Es ist nie ganz einfach, eine passende Therapie + Therapeutin zu finden, doch die Suche lohnt sich schon.
Wie Du ja selbst schreibst steckst Du da in einer Endlos-Schleife, d.h. ohne therap. Unterstützung wirst Du es da nicht rausschaffen (entschuldige, ich sage das nicht um Dich zu demotivieren). Auch ohne tiefsitzende Ängste, an deren Ursache und Lösung man nicht rankommt, ist es schon schwierig, eine gute Beziehung/Partner zu finden u. zu führen - aber mit all dem,...

Wie ich vorhin schon sagte: Dein Vertrauen in Menschen ist ganz offensichtlich schon sehr früh in Deinem Leben verletzt worden - daraus sind dann die Unsicherheiten u. Ängste u. all das Misstrauen entstanden. Doch Du kannst da nichts für.
Leider bist Du nun aber erwachsen u. selbst für Dich verantwortlich. Und leider bist Du auch die einzige Person, die das aktiv angehen und bearbeiten kann (und sollte). Das ist unfair. Aber auch Deine Chance.
Und dauerhafter Rückzug kann ja auch nicht das letzte Wort zum Thema sein, oder?

Lass Dir helfen. Versuch es nochmal mit Therapie.

Ich würde eine (Körperbezogene) Trauma-Therapie empfehlen, da geht es nicht um Hypnose - da geht es nicht mal unbedingt darum, all die Ursachen oder Situationen gezielt ans Licht zu holen, sondern darum Dich in Dir und mit Deinen Emotionen sicherer und wohler zu fühlen u. Deine Ängste abzubauen.

Ich will Dich nicht drängen. Die Entscheidung muss letztlich von Dir selbst kommen.

Alles Gute!
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Re: Mehrere Träume - Hunde, Freibad, Haus, Bedrängnis

Beitragvon Almuth » 17.01.2019, 12:54

Hallo Eileen,
natürlich kann ich was zu deinem Traum schreiben. Ich dachte nur, du liest vielleicht gern mal was von anderer Seite. Im wesentlichen hat aber Picadora schon das geschrieben, was ich auch geschrieben hätte.
Es gab etwas in deiner Kindheit, das du gut bedeckt hältst, so sehr, dass du auch selbst nichts mehr wahrnimmst davon.
Wenn es nun in deinen Träumen erscheint, stehst du vor einem Rätsel. Aber du hast das ja nun schon mehrfach gelesen hier. Heißt, viel anderes kommt da nicht mehr, außer jede Menge gute Ratschläge.

Träume, die aus verschiedenen zusammenhanglosen Fetzen bestehen, haben aber nicht so die tiefgründige Bedeutung wie ein Traum, der aus einer einzigen fortlaufenden Handlung besteht, an der der Träumer emotional beteiligt ist.

In dem fremden Zimmer, wo du auf diesen Mann mit einer anderen Frau triffst, begegnest du deinem Wunsch nach Liebe. Einer Liebe, die du wohl mal empfunden hast. Hunde symbolisieren die Fähigkeit zu lieben. Wenn die Welpen nun zu dir kommen, mit dir kuscheln wollen, dann ist das eben das Bild für „Diese Liebe, die dieser Mann nun mit einer anderen hat, diese Liebe wäre wunderschön. Sie soll so vertrauensvoll zu mir kommen wie die kleinen Tiere.“
Dass die Frau den Hunden die Arme brechen will, ist dann deine eigene Traumzensur. Es bedeutet, dass die Liebe des Mannes nicht handlungsfähig sein dar in dem Sinne, dass sie zu dir kommt. Ist aus der Sicht der Frau logisch.
Der andere Tierarzt aber, dieser Rat bezieht sich auf dich, denn alles im Traum, jedes Bild und jede Person symbolisiert den Träumer selbst.
Und ein Arzt steht für die Fähigkeit, seelische Krankheiten zu heilen. Der Tierarzt speziell heilt dann die Fähigkeit oder halt Unfähigkeit zu lieben.

Auch Wasser symbolisiert Gefühle. Und ein Wellenbad stellt nun real keine Gefahr dar für einen 11-Jährigen. Wenn du da Gefahren siehst, heißt das, vor bewegten, bewegenden Gefühlen muss man sich hüten. So sehr, dass du dem fremden Kind Schuldgefühle einreden willst. Dein Bruder und der andere Junge sind Kinder, die von den seelischen Ängsten, wie sie in dieser Szene deutlich werden, nichts wissen. Du aber bestehst darauf, dass deine Ängste rational und damit normales Denken sind.

Du sitzt im Dunklen im Auto, das Auto ist deine Art und Weise, deinen Lebensweg zu gehen.
Der unbekannte Mann nun, der sich aus dem Hinterhalt nähert, den du nicht abwehren kannst, stiehlt dir etwas. Was? Das Auto ist dein erweiterter Körper und von dem hat der große dunkle Unbekannte was weggenommen.
Du rufst nach Hilfe, hast also real nach Hilfe gerufen. Hat nichts genützt, hat keiner gehört.
Der Mann sieht sehr alt aus....! Ist ein Hinweis.
Die Handlung scheint keinen Sinn zumachen. Letztlich aber ist es so, dass du dein Auto mit jungen Männern vertauscht hast. Du bist also mit deren Auto deinen Lebensweg weitergefahren (hast das Weibliche weggelassen, hast mehr männlich gedacht und gefühlt).

Und so erklärt es sich, dass du den Diebstahl, den dir ein alter Mann zugefügt hat, völlig ausblenden konntest. In dem anderen Auto, das du dir ruckzuck zugelegt hast, gab es keinen seelischen Diebstahl. Da kannst du in diversen Therapien lange nach suchen....

Jetzt aber bist du soweit, diesen Tausch zu bemerken. Jetzt willst du das was rückgängig machen, dir also dein Auto zurückholen.

Das folgende Haus ist dein Seelengebäude, also eigentlich auch so was wie ein Auto. Du meinst, dich gut verstecken zu können in dir selbst. Aber siehe da, man bemerkt dich trotzdem. Ist dir unangenehm.
Nun kommt, was immer kommt. Der unbekannte Mann. Vor dem hast du Angst, ohne einen Grund nennen zu können.
Aber er geht wieder. Ist das Zeichen in deinem Traum, dass deine Angst eben nur in deinem Kopf besteht. Real gibt es keinen Grund – mehr.
Du fühlst dich nicht wohl in deinem Seelengebäude, klar.

Rettich – wie zutreffend. Scharfes Essen steht für sexuelle Bedürfnisse, die man aber nicht auslebt, sondern sich diese Schärfe ersatzweise zum Mund hineinführt. Danach aber riecht man unangenehm aus dem Mund.
Heißt, Rettiche sind dein Wunsch nach heißer, leidenschaftlicher körperlicher Liebe, die dir einen üblen Nachgeschmack verursacht, weshalb du das lieber weglässt aus deinem Leben ....

Die kleinen rosa Rettiche, also ein bisschen zarte Körperlichkeit, die lässt du gleich weg. Ist zu wenig oder so.
Die riesigen aber, von denen nimmst du dir einen mit. Nur, der ist schon angeschnitten. Du setzt es selbst in „“, weißt also, dass angeschnitten ein Symbol ist für „von deiner Körperlichkeit hat sich wer schon was genommen, du bist nicht unversehrt“.

Angeschnitten – der Mann mit der Mütze, die sein Denken, seine wahren Absichten verbirgt, bedrängt dich erst, entschuldigt sich dann. Komisch, meinst du. Das sind alles Hinweise, Eileen.

Im letzten Bild bist du in deiner Gegenwart. Die Kollegin, die fragt, ob du Drogen nimmst, spricht einfach das aus, was du wohl schon einige Zeit machst. Drogen nehmen heißt, sich selbst in einen künstlichen Rauschzustand versetzen, in dem man die eigene wirklich wahre Realität nicht mehr wahrnehmen muss. Das deshalb, weil die – seelisch-emotionale - Realität zu niederdrückend ist.
Du betäubst dich irgendwie, willst etwas nicht sehen, nicht verstehen, heißt das. Naja, mit einem vertauschten Auto ist das auch gar nicht so einfach.

Du bist zwar mit deiner Mutter in dem Haus und wartest auf deinen Bruder, aber es ist nicht dein Haus. In einem Restaurant ist man nur zu Gast. Das meint einfach, du bist real immer noch nicht bei dir, deinem Haus bzw. Seelengebäude angekommen. Immer noch bist du irgendwo unterwegs, wo du dich nicht wohlfühlen kannst.
Die Hunde aber, die nun wieder erscheinen (die Rasse ist zweitrangig), die sind sozusagen das letzte Hoffnungszeichen. Seinen Hund liebt man bedingungslos, im Unterschied zur Liebe zu einem Menschen. Hunde symbolisieren die Fähigkeit zu lieben. Und die kommen wieder auf dich zu. Dass es jedes Mal zwei Hunde sind, soll wohl die Symbolik verstärken.
Die Liebe, lieben wollen und können, das begegnet dir im Doppelpack, und das auch noch zweimal in einer Nacht.

Lieben können, das willst du endlich angehen.
Herzliche Grüße Almuth
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Re: Mehrere Träume - Hunde, Freibad, Haus, Bedrängnis

Beitragvon Eileenx3 » 20.01.2019, 13:04

Hallo Almuth,

vielen Dank für deine Deutung, ich weiß nicht wie ich diese Probleme in mir lösen kann... Ich habe viel mehr das Gefühl, dass die Träume immer schlimmer werden und mein Gemütszustand sich immer mehr verschlechtert. Im Moment habe ich ein großes Tief und es kostet mich unglaublich viel Mühe dort wieder herauszufinden bzw. mir die schönen Dinge im Leben zu verinnerlichen.

Liebe Grüße

Eileen
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Re: Mehrere Träume - Hunde, Freibad, Haus, Bedrängnis

Beitragvon Picadora » 20.01.2019, 17:22

Liebe Eileen,

wie ich schon sagte, ich mach mir Sorgen um Dich, insbesondere wenn ich nun lese

...ich weiß nicht wie ich diese Probleme in mir lösen kann... Ich habe viel mehr das Gefühl, dass die Träume immer schlimmer werden und mein Gemütszustand sich immer mehr verschlechtert. Im Moment habe ich ein großes Tief und es kostet mich unglaublich viel Mühe dort wieder herauszufinden bzw. mir die schönen Dinge im Leben zu verinnerlichen.


hol Dir bitte therapeutische Hilfe


Ich hab den neuen Traum angesehen u. antworte jetzt mal hier:

Möglich dass dieser neue Traum durch den obigen u. die Antworten ausgelöst wurde - und dadurch, dass es Dir schlechter geht.
Ich weiß ja nicht, wieviel Du im Netz unterwegs bist, der Anfang, mit dem Raum mit den Menschen u. PC's klingt ein wenig nach Internet-Foren, könnte auch das hier gemeint sein.
Das ist nicht die reale Welt u. das merkst Du dann im Traum auch - dennoch arbeitet was in Dir, Du machst Dir Gedanken, Sorgen - bewußt und unbewußt. Realität und virtuelle Realität oder auch Traum und Wirklichkeit scheinen sich gerade immer mehr zu vermengen, bei Dir, v.a. weil Deine Träume schlimmer werden und Du willst, dass dies aufhört.

Die Szene mit dem Mann kann andeuten, dass Du vermutest, dass sich das gesamte Problem in Deinem Kopf (Verstand) abspielt - die Härte, auf die er sich bezieht, ist wohl der Schutz, den Du Dir (auch unbewußt u. über die Jahre) zugelegt hast und den Du nach außen zeigst (also inszenierst), eben um Deine Emotionen, die Du als Schwäche empfindest, nicht rauszulassen. Und ja, auf gewisse Weise kann man das als Simulation betrachten (so tun als ob, um durchzukommen)

Tatsächlich ist es - bei Trauma-Ereignissen (vor allem auch in jungen Jahren) so, dass die Person nicht in der Lage ist, mit dem Ereignis u. den dazugehörenden Emotionen klarzukommen. Deshalb 'entzieht' sich die Erinnerung mitsamt den zugehörigen Bildern u. Emotionen, also wird praktisch weggeschlossen (oder versteckt). Das ist ein Schutzmechanismus des Körpers, sonst wären wir nicht in der Lage derartige Traumatas zu überleben. Das was weggepackt wird, ist aber im Inneren, unbewußt immer noch da. Und im Laufe der Zeit wird es zunehmend zur Last und drängt sozusagen danach, bearbeitet zu werden (taucht immer wieder in Träumen auf). Insbesondere, da Bruchstücke davon durch aktuelle Ereignisse ins Bewußtsein zurückgespült werden - das kann ein Geruch sein, die Nähe eines Menschen, eine emotional für Dich herausfordernde Situation usw. All das sind die sogenannten Triggermomente, und die lösen dann in der Person die einst weggeschlossenen Emotionen wieder aus. Man bekommt Angst, Panik usw. und weiß meist nicht mal genau warum. Um diese Momente zu vermeiden, versuchst man dann möglichst allem aus dem Weg zu gehen, was mit Emotionen zu tun hat. Eben um sich zu schützen.

Also ja, auf eine Art hat Dein Verstand (der Mann) diesen Schutzmechanismus in Dir erschaffen - damals, um Dich zu retten.

Doch Du spürst nun immer mehr, dass Du damit an Deine Grenzen kommst. D.h. es wäre dringend nötig, in einem geschützten Raum - wie in einer Therapie - an diesen Schutz heranzugehen, in langsam zu lösen, und Dich nach u. nach mit Deinen Emotionen vertraut zu machen.

Es ist machbar, Du kannst das lernen.

soweit,
viele Grüße
Pica
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