Undefinierbarer Schlangenalptraum

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Moderator: Mirakulix

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Yasmin
Traumfänger(in)
Beiträge: 13
Registriert: 18.01.2011, 13:27

Undefinierbarer Schlangenalptraum

Beitrag von Yasmin »

Haallo liebe traumdeuter/In ! :)

es wäre die gute tat deines tages wenn du mir helfen würdest diesen traum zudeuten, denn ich habe es satt jede dritte nacht von meinen eigenen angstgestöhne und geweine aufzuwachen. :(

ich weiß mein text ist sehr lang, aber ich hätteso gerne eine möglichst "richtige" deutung, weswegen ich versucht alles zu schreiben was mir auffiel.

Zur Person: Ich bin weiblich, 21, bin vor kurzem von zuhause (deutschland) ausgezogen und zwar nach österreich, damit hab ich aber keine probleme(ich hatte in den letzten monat sehr viel finaziellen stress deswegen aber jetzt ist wieder alles gut.) und von der persönlichkeit her würde ich sagen bin ich ein humorvolles strahelekind die aber meine mutter zufolge weiß was sie tun muss. und eigentlich bin ich eine sehr mutige person aber seit ich mich erinnern kann, habe ich u n h e i m l i c h e angst vor schlange, und seit der kindheit die verschiedensten schlangenalpträume; allerdings hatte ich in den letzten jahren, durch viel mentale arbeit, wieder weniger angst und hab im zoo sogar den schlangen einen besuch abgestattet ohne jegliche angst zuhaben. doch seit dem ich diesen artikel über die anakonda die in der toillette einer frau lag gelesen habe, hab ich auch im wachen zustand immer das gefühl dass eine schlange in der nähe zuhaben und bin unwillentlich immer auf der hut.. :?

also mein traum:
ich war zuhause bei meine mutter, und wir haben aufgeräumt und immer neue sachen entdeckt usw. und dann hab ich einen schuhkarton geöffnet und da war eine große schwarze kobra drin. sie hat sich nicht bewegt aber sie war aufjedenfall total agressiv und ich war SOOO panisch! aber ich bin halt eher ein mensch die selbst in den brenzeligsten situationen die ruhe bewahre kann (ach übriegens sollt ich vllt sagen dass ich vom chinesischen strenzeichen schlange bin und eigentlich alle eigenschaften auf mich zutreffen)- jedenfalls hab ich versucht den karton mit hilfe eine stocks oder so etwas wieder zu zumachen, und hab dabei zufällig ihren rücken gestreift und das 2x und da hat sie angefangen zu zischen und wurde agressiv, ich weiß nicht mehr wie aber dann hab ichs doch geschafft den deckel zu zumachen aber es war immer noch eine spalte offen so dass sie theoretisch hätte rauskriechen können- und sie war echt laang! ka wie sie in den schukarton gepasst hat- und sie hat mich aus dem spalt böse angefunkelt- sie war auf der lauer. dann kam meine mutter und als sie sah das ich eig gleich vor angst sterbe meinte sie: nein sie ist ungefählich, schau wie süß sie ist, und egal wie sehr ich sie gewarnt habe, hat sie die hand ausgestreckt um die schlange zu streicheln oder ähnliches und die hat sie dann in eine superschnelle sprungbewegung in die zeigefinger gebissen. und dann war sie raus aus dem karton, und ich war soooo wütend und hatte unglaubliche angst zugleich, aber die wut überwog dann doch und ich hab sofort ein tuch über die kobra geworfen die sich darunter windete, und weil ich sie zuerts nicht anfassen wollte hab ich ein messer nach ihr geworfen, - währenddessen verbreitet sich das gift in meine mutter- aber ich hab die schlange verfehlt und dann hab ich all mein mut zusammengefasst und die schlange, unterdem tuch an ihrem hals angefasst, und versucht ihr den kopf mit dem messer abzuschneiden, aber die hat sich gewindet und sie war stark und ihre haut war so steinfest und nicht durchzuscheiden aber ich war total zornig und hab grad daran gedacht ob ich statt schneiden nicht besser stechen soll- da bin ich auch aufgewacht.
beim aufwachen war ich immer noch so "erregt" wie im traum, dann hab ich das fenster aufgemacht, etwas wasser getrunken und hab mich wieder schlafen gelegt und an schöne sachen gedacht so dass ich was schönes träume.
so gings weiter: meine freunde und ich waren an dem kleinen see wo wir im sommer auch immer sind -der see ist von im wald und auch eher grünlich und es gibt auch riesige fische dort, aber für mich war er immer ein ort der ruhe und frieden- ich habe erzählt dass meiner mutter wegen dem vorfall der finger amputiert wurde und obwohl ich intiutiv nicht ins wasser wollte, hab ich das drängen meiner freunde nachgegeben und bin mit ein schlechtes gefühl, gemischt mit "ach wird schon nichts passieren" schwimmen gegangen. ich weiß nicht warum aber eine meiner freunde ist am strand geblieben. und grade als ich dachte, ich hab mich umsonst gesorgt, fuhren spitze lange zähne in mein unterbein und ich schrei auf und sah mich um und sah die selbe schwarze kobra gerade noch mit eine geschmeidige bewegung wieder in den see untertauchen. und ich schriee und wurde total panisch- mein herz war kurz vorm stehen bleiben, ich konnte kaum noch atmen aber ich hab mich noch irgendwie an den strand gebracht und noch halb im moosstrand- was ich ebenfalls sehr ekelig finde- war mein freund/freundin (ich weiß nicht mehr wer es war oder ob es tatsächlich ein reale freund/in war) - ich glaube- schokiert aber trotzdem zurückhaltend und nicht hilfsbereit mir aus dem wasser zuhelfen, und ich hab mir die wunde angeschaut- es waren 4 rote offene aber kleine löcher und kein blut, aber es brannte wie hölle und ich wusste dass das gift sich am ausbreiten ist und ich sofort hilfe brauche und ich ncht lange zeit hab.
Dann bin ich mit den gleichen gefühlen von panik, herzrasen und totale verspannung am ganzen körper aufgewacht und konnte den biss an meine bein g a n z genau spüren, so wie jetzt nach 5 std. immernoch.

fällt dir dazu irgendetwas ein? ich hab das gefühl so lange ich nicht rausfinde was mein unterbewusstsein mir damit sagen will, werde ich sie immer weiter träumen. :(:(:(

liebste grüße und danke im vorraus
yasmin
Sóra
Traumaturg(in)
Beiträge: 114
Registriert: 22.05.2010, 01:46

Re: Undefinierbarer Schlangenalptraum

Beitrag von Sóra »

Hi Yasmin

Eine kleine Märchenstunde, die vielleicht ein wenig deine Sicht auf die Schlange verändern kann ;) :
Hast Du dich schon mal mit der Mythologischen Bedeutung der Schlange auseinandergesetzt? In vielen vormonotheistischen Mythologien ist die Schlange/der Drache ein Symbol für das Gute. Für die macht des Lebens. Sozusagen für Magie und das Lebensblut der Erde - zwar teilweise unberechenbar und wild aber dafür lebendig und majestätisch. Ich mag die gnostische Herangehensweise: Am Anfang des Seins kämpften das 'Gute' und das 'Böse' gegen einander und das 'Böse' gewann die Überhand. Also erschuf es die Welt mit den Tieren und Menschen etc. Allerdings hatte das 'Gute' nicht aufgegeben und pflanzte den Menschen einen 'Funken Hoffnung' ein, aus dem jeder Mensch ein Feuer des Lebens erschaffen konnte. Nachdem das 'Böse' seine Arbeit erledigt hatte, verschwand es für lange Zeit und die Menschen lebten in einer magischen und gefährlichen Welt, in der sie sich zwar nicht immer sicher fühlen konnten aber dafür die Liebe und das Leben voll genossen. Der Kampf der beiden Übermächte ging also auf subtiler Ebene weiter.
Weil die Menschen aber immer und immer mehr der Vernunft und Technik glaubten als dem Mysteriösen, schlief die Energie des 'Guten', die durch die Erde floss, ein und das 'Böse' gewann immer mehr an Macht. Und bis Heute geht dieser Kampf weiter. Aber das Böse ist wieder am gewinnen - denn die Menschen haben Angst vor unberechenbaren Dingen und leben leere, 'sichere' Leben, wie Tote, die nicht wissen, dass sie tot sind und weiter ihre grauen und kraftlosen Tage hinter sich bringen und versuchen ein kleines bisschen Glück aus ihrem traurigen Dasein zu schöpfen.
Das 'Gute' ist aber immer noch da und wir haben immer noch den 'Funken' und tief in unseren Herzen wissen wir auch, wie wir ihn entfachen können. Aber wir haben zu viel Angst.
Die Symbole des 'Guten' sind die Schlangen/Drachen, Hoffnung und Licht. Die des Bösen Spinnen, Verzweiflung und Dunkelheit.
Vielleicht macht Dir diese Perspektive - die sich vor Urzeiten in das menschliche Leben eingeprägt hat - die Schlange ja sympatischer. Eher als einen Beschützer als einen Angreifer.




Wenn ich mir deine beiden Träume so durchlese denke ich, dass es etwas in deinem Leben gibt, dass dir Angst macht, dass Du in seiner wahren Form aber vielleicht gar nicht erkennst. Das scheint sich mir aus folgendem zu zeigen:
1. Die Schlange taucht zu allererst in einer von vielen Sachen vor, die Du mit deiner Mutter durchsieht - Sie gehört schon lange zu deinem Leben, ist aber in einer Ecke 'abgestellt', in die De Dein Denken selten richtest. Deine Mutter ist hierbei dein Helfer - sie zeigt Dir seiten an Dir die Du schon ganz vergessen hattest und für neu hältst. Wenn deine Mutter auch im wirklichen Leben ein Wegweiser für Dich ist, würde ich auch im Traum ihre Meinung nicht abtun.
2. Deine Mutter hat keine Angst vor der Schlange. (Auch wenn sie in den Finger gebissen wird passiert doch gar nicht viel mehr, sie stirbt ja nicht)
3. Wie Du mit der Schlange umgehst würde ich auch als Vermeidung deuten: bevor Du versuchst etwas an dem Schlangenproblem zu ändern bedeckst Du sie, sodass Du sie nicht sehen musst. Aber sie zu töten klappt nicht, denn solange du dem Problem nicht in die Augen siehst, wirst Du sie nicht lösen können.
4. Dass Dich die Schlange im Wasser beißt, könnte auf ein Problem auf der Gefühlsebene hindeuten. Auch, dass Du zuerst gar nicht ins Wasser wolltest. Die schlange zerstört den Frieden, der nur herrschen kann, solange Du das Problem ignorierst.
5. Aus deinen Wunden floss kein Blut. Wunden deuten oft auf tatsächliche Verletzungen hin - aber eben emotionale. Da die Wunde nicht blutet denke ich sie ist eigentlich schon Alt und die Schlangenbiss sollte Dich nur daran erinnern, dass sie da ist. Du solltest das auf keinen Fall ignorieren, denn es steht für etwas in deinem Leben, das wichtig ist aber das Du vielleicht nicht wahrhaben willst.
6. Im Vergleich zu deiner Mutter, sind deine Freunde in diesem Fall keine große Hilfe, können Dich aber durchaus an das Problem erinnern. Ich würde mich da also eher an Deine Mutter als Ratgeber halten.

Fazit:
Ich denke bei Dir ist es eine Schlange, weil Du vor schlangen Angst hast. Sie stellt etwas ganz anderes dar. Hättest du Angst vor... sagen wir mal... Wespen, wäre da vielleicht eine rieseige Wespe gewesen. Du solltest versuchen herauszufinden, was denn wirklich dahintersteckt.
Ganz abgesehen von meinem kleinen Ausflug in die Mythologie hat die Schlange sehr sehr viele Deutungen zu bieten, die ich nicht alle aufzählen will (sonst verdoppelt sich der Text). Aus dieser Seite (http://www.traumdeuter.ch/texte/8046.htm) findest du aber ganz viele davon.

Wenn Du noch Fragen hast zu dem 'Warum' meiner Auslegung, sag einfach. Ich hoffe das hilft Dir weiter :)


LG

Sora
Wer denkt, er weiss alles, der hat KEINE AHNUNG!"
Yasmin
Traumfänger(in)
Beiträge: 13
Registriert: 18.01.2011, 13:27

Re: Undefinierbarer Schlangenalptraum

Beitrag von Yasmin »

Hi Sòra,

erst mal danke für die zeit die du dir genommen hast =)

und ich glaube du hast den nagel total auf den kopf getroffen! ich war die ganze am grübeln ob die schwarze schlange nicht ein "feind" in der familie ist (weil die schlange im haus gefunden wird) und da gibts aufjedenfall auch jmd. aber das was du sagt ist viel logischer weil ich die träume ja schon seit jahren hab. und jetzt wo du das mit der wunde sagts, ist mir eingefallen, dass ich im traum seit langem nicht mehr blute wenn die schlange mich dann zufassen kriegt. und wenn ich so überlege passt mein erster schlangentraum zeitlich mit der scheidung meiner erltern zusammen,und in dem traum hab ich auch geblutet - dann wär auch richtig warum meine mutter mir helfen kann und meine freunde nicht- aber das einzige was nicht passt ist das ich nicht weiß wovor ich da angst haben sollte.. vor meinem vater hab ich keine angst, und bindungsangst hab ich etwas, aber das ist mir ja schon bewusst.. ich komm einfach nicht drauf wovor ich unbewusst angst habe..

und danke auch für die bedeutung der schlange in der mythologie. ich zwinge mich auch die ganze zeit mehr über die schlange zuerfahren, weil ich vllt nur angst vor ihr hab weil sie mir unbekannt ist... wobei, ich auch weiß das die schlange für weisheit und glück und fruchtbarkeit steht und ich bewundere sie auch etwas für ihre art zuleben, z.b das häuten und seltsamer weise kann ich mich auch sehr mit ihr identifizieren.. und eigentlcih sind schlangen auch freidlcih solange sie sich nicht bedroht fühlen aber sie sind halt so leichübersehbar, giftig und vorallem unbrechenbar.. :S

Liebe Grüße =)
Sóra
Traumaturg(in)
Beiträge: 114
Registriert: 22.05.2010, 01:46

Re: Undefinierbarer Schlangenalptraum

Beitrag von Sóra »

Hi Yasmin,

ich freue mich, dass ich Dir helfen konnte mal einen anderen Aspekt der Schlange in deinen Träumen zu sehen und es ist gern geschehen :)

Die Ehe meiner Schwester ist etwas schwierig - keine schlimmen Probleme wie Gewalt oder Unterdrückung, aber dennoch Probleme genug um sich zu trennen. Sie haben aber schon ein Kind zusammen - er ist 5 jetzt - und meine Schwester hat mir ein wenig erzählt, was Scheidungen bei Kindern auslösen können und dass sie sich deshalb auch noch ganz viel Mühe gibt in der Ehe, damit es vielleicht doch nochmal klappt. Naja, aus jeden Fall will ich darauf hinaus, dass eine Scheidung bei jungen Menschen alle möglichen Anomalien hervorrufen kann. Das können auch so Sachen wie Versagensängste oder sogar körperliches Unwohl-befinden sein. Das ist wie wenn dem Körper an einer bestimmten Substanz mangelt und es sich an einer völlig anderen Stelle zeigt - wie Depressionen bei Vitamin-D-Mangel zum Bleistift.
Versuch doch einfach ganz banal herauszufinden, was dich allgemein an deinem Leben oder Lebensstil oder deiner Umgebung stört und guck dann, ob es sich irgendwie auf besagtes Ereignis zurückführen lässt (wenn auch über ganz unlogische Umwege). Vielleicht kannst Du ja auf diesem Wege auch etwas finden, dass der Situation hilft.
Was auch gut ist, ist einer nahen Person (also deine Mama, dein Freund oder deine beste Freundin oder so) das zu erzählen und dann fragen, was diese sich vorstellen können, wo das herkommt - oft sehen die nämlich Aspekte unserer Persönlichkeit, die wir selbst nicht bemerken, weil sie für uns so alltäglich sind.

Was mir mal gegen Alpträume geholfen hat, war, dass ich mir vorm Schlafengehen vorgenommen habe, wenn ich wieder von der Situation träume, die mir das Grausen bereitet, frage ich mein gegenüber einfach, warum es so sein muss und was das Problem ist. Ich hab es mir oft gedacht und auch vorgestellt wie das sein würde und irgendwann hab ich das im Traum tatsächlich auch getan und ich wusste dann zwar auch nicht ganz genau, was ich mit dem gesagten anfangen sollte (in Träumen wird ja vieles in Archetypen und Sinnbildern gesagt, was einem auf direktem Wegen nicht einleuchtet) aber diese spezifischen Träume haben dann aufgehört. Vielleicht würde Dir das ja auch helfen, aber ich verteile keine Garantien, nur eigene Erfahrung ;)

lg

sora
Wer denkt, er weiss alles, der hat KEINE AHNUNG!"
Yasmin
Traumfänger(in)
Beiträge: 13
Registriert: 18.01.2011, 13:27

Re: Undefinierbarer Schlangenalptraum

Beitrag von Yasmin »

hey sòra ,

danke
ich schau ob ich da was entdecke :)

LG
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