Eine Tür - ich kann sie nicht betreten, werde zurückgehalten

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Moderator: Mirakulix

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Astorek
Träumerle
Beiträge: 6
Registriert: 19.09.2010, 23:21

Eine Tür - ich kann sie nicht betreten, werde zurückgehalten

Beitrag von Astorek »

Hi @ all,

Da mir beim ersten Mal hier im Forum so gut geholfen wurde, poste ich gleich mal meinen zweiten Traum, den ich letzte Nacht hatte und aus dem ich nicht wirklich schlau werde^^.

Zu meiner Person (die ich 1 zu 1 von meinem ersten Beitrag hier übernommen habe, falls jemand den Beitrag schon kennt ;) )
Bin 23 Jahre alt, männlich, ledig (ehrlichgesagt keine Zeit für eine Freundin) und von Beruf Fachinformatiker, allerdings seit knapp 3 Monaten arbeitslos und wohne noch bei den Eltern. Ich würde mich als durchaus selbstständigen Menschen bezeichnen - sobald ich eine passende Arbeitsstelle gefunden habe, habe ich vor, aus meinem Elternhaus auszuziehen. Zwar nagt nat. die Arbeitslosigkeit, bin aber nach wie vor recht zuversichtlich, dass ich bald eine Stelle irgendwo in Deutschland schon finden werde...


Zum Traum: Ich bin in einem Art Labyrinth eingesperrt. Ich weiß, dass ich vor 'irgendwelche Wesen' den Ausgang finden muss. 'Irgendwelche Wesen' könnte man wohl am Ehesten als (ich weiß es klingt blöd) Zombies bezeichnen... Ich weiß auch, dass ich Türen durchschreiten muss in diesem Labyrinth. Ich finde mich im Labyrinth mit Leichtigkeit zurecht und finde, trotz verzweigter Gänge, schnurstracks die richtigen Wege und die richtigen Türen. Irgendwelche Angst oder Selbstzweifel hatte ich in dem Moment nicht.

Irgendwann stand ich vor der letzten Tür. Ich will hinlaufen und die Tür aufreissen, ich kriege auch den Henkel zu fassen und auch einen klitzekleinen Spalt auf (konnte leider nicht dahinter sehen), aber dann werde ich von Hinten von einem 'Zombie' gepackt. Ich versuche mich loszureißen, schaffe es jedoch nicht; irgendwann falle ich zu Boden und kann mich kaum noch richtig bewegen, während die 'Zombies' mich weiterhin festhalten. Zu dem Zeitpunkt dachte ich mir im Traum sowas wie "das gibts doch nicht, ausgerechnet direkt vor der letzten Türe, das darf nicht wahr sein (usw.)"... Den 'Zombie' konnte ich nur sehr verschwommen erkennen. Ich merke, wie ich mich immer weniger bewegen und wehren konnte, dann wurde die Umgebung immer dunkler - bevor es völlig dunkel wurde, wachte ich auf.


Tjoar, was will mir dieser Traum sagen? :? Bin für jede Traumdeutung dankbar...
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Picadora
Traumaturg(in)
Beiträge: 853
Registriert: 02.08.2010, 13:12

Re: Eine Tür - ich kann sie nicht betreten, werde zurückgeha

Beitrag von Picadora »

Hey Astorek,

danke erstmal noch für dein positives feedback zur letzten Deutung. Ich war wirklich beeindruckt über deine Offenheit :wink:

dein jetziger Traum könnte man als Weiterführung desselben 'Themas' lesen.
So als wärst du 'in dich gegangen' (ins Innere, das dir wie ein Irrgarten vorkommt) und versuchst nun den Ausweg aus diesen Irrungen zu finden - dabei begegnest du diesen unbekannten Wesen - oder versuchst vor ihnen davonzulaufen (vielleicht denen, die dir 'Angst' machen, die du befürchtest ans Tageslicht zu lassen) - also die 'Grimassen' vom letzen Mal.

Immerhin, jetzt wird klar, dass es irgendwelche halbtoten / Untoten sind: das scheinen ungelebte Anteile von dir zu sein, die du eben deshalb als Zombies wahrnimmst, weil du sie bislang ja eher unter Verschluss hälst.

Nur als kleiner Tipp: in der Regel ist es so, in der Persönlichkeit von Menschen, dass Dinge (oder Anteile), die verdrängt werden, zwar scheinen, als seien sie aus dem Auge aus dem Sinn, aber in Wirklichkeit lassen sie sich nicht verdrängen, sondern wachsen innerlich immer mehr an.

weißt du, es sieht ja so aus, als ob du eigentlich gut 'in Dir' zurecht kommst, du findest alle Weg, trotz Irrgarten, und durchschreitest alle Türen, und findest den Ausgang.
Interessant ist vielleicht, dass dir deine bislang noch 'ungelebten Anteile' im Innen gar keine Probleme machen, nur in dem Moment, wo du die Schwelle ins Außen überschreiten willst, da fangen sie an, dir in die Quere zu kommen.
Sie halten dich zurück, lähmen dich sozusagen - naja, es klingt wie eine verdrehte Perspektive: denn beim letzen Mal ging es ja um das, was du zurückhälst, vor dem Außen, was du nicht zeigen willst.

Und hier nun - so könnte man es lesen, 'wendet' sich das, was du zurückhälst sozusagen gegen dich. Es verwehrt dir nun den Gang nach außen.
Evtl. ist das ein Hinweis: dass du aufpassen sollst, dass es nicht so kommt. - Oder auch, dass du mal schaust, was du schon so lange 'versteckt' hälst.
Bzw. es muß ja Gründe dafür geben. Sehr gute. Sonst tut man das ja nicht. In der Regel schützt man sich mit so einem Verhalten ja. Oder man beginnt mit so einem Verhalten, wenn man sich unsicher fühlt, das ist auch völlig in Ordnung. Nur sollte man nicht zu sehr und auf Dauer mit diesem Schutz verwachsen, sonst behindert er einen bei der Entwicklung.

Diese Zurückhaltung - vielleicht geht es darum. Mir scheint, dass du es eigentlich nicht nötig hast, dich zurückzuhalten oder zu verstecken. Innerlich scheint alles in Ordnung zu sein, da ist genügend Stärke und Durchblick vorhanden.

Die Frage ist, warum du selbst glaubst, dich zurückhalten zu müssen? Wovor glaubst du dich schützen zu müssen?
Was ist der eigentliche Grund, für diese Maske ?
(mußt du hier nicht beantworten - das sind Fragen für dich selbst)

Erinnerst du dich vielleicht noch, ob der Zombie am Ende von rechts oder links kam? Oder ob die Tür rechts oder links war ?
Das gäbe evtl. einen Aufschluss, um welchen Bereich es hier eigentlich geht. Kopf-/Verstand (rechts) oder Gefühlsseite (links), meine ich.

Sorry, sehr lange Antwort geworden - hoffentlich nicht zu verwirrend, was ich hier geschrieben habe. Sonst frag einfach nochmal nach.


lg Picadora


p.s. In jedem Fall find ich es klasse, dass da mal ein wenig Bewegung rein kommt, und du anfängst, dich damit auseinander zu setzen.
Und keine Sorge, es sieht momentan vielleicht gruseliger und schwieriger aus, als es in Wirklichkeit ist. :wink:
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monsignore
Traumolog(e/in)
Beiträge: 27
Registriert: 25.09.2010, 11:11

monignore deutet Deinen Traum

Beitrag von monsignore »

Lieber Astorek,

ich bin jetzt bereit, Deinen Traum zu deuten.

Es ist gut möglich, dass Du in wichtigen Dingen, die Dich und Dein Leben betreffen, den roten Faden verloren hast. Eine Person, die Dir dabei hätte helfen müssen, ist nicht gekommen oder hat sich auf „die andere“ Seite geschlagen. Es scheint Übereinstimmungen zwischen Beruf und Beziehung zu geben: hast Du Freundschaften verloren? Fühlst Du Dich alleine? Hast Du Deine Zeit falsch genutzt?

Schreib mir, damit ich den Traum ausdeuten kann.

LG
monsignore
Astorek
Träumerle
Beiträge: 6
Registriert: 19.09.2010, 23:21

Beitrag von Astorek »

Sorry dass ich so lange nicht geantwortet habe, ich musste und muss mir erstmal einige Sachen klarmachen...

Ich hoffe es klingt nicht irgendwie arrogant oder selbstgefällig, aber wenn ich vorher gewusst hätte dass man derart viel aus einem (vermeintlich) einfachen Traum deuten kann... Ich weiß nicht ob ich meine Träume hier preisgegeben hätte... Die Wirkung bzw. die Aussagekraft der Träume habe ich völlig unterschätzt oder ich steigere mich da zu stark rein, ich weiß es nicht...

Momentan habe ich tatsächlich sehr viel um die Ohren. Einmal ist mir eine für mich sehr wichtige Person unerreichbar geworden, zu der ich eine für mich ungewohnt starke emotionale Bindung aufgebaut hatte und immernoch habe. Auf der anderen Seite stecke ich beruflich momentan in einer starken Sackgasse, die mich seit einigen Wochen beschäftigt (ich überlege, auf einer BOS meine Fachhochschulreife und evtl. auch Abi nachzuholen und ich bin ein Mensch, der sich da - obwohl noch nichtmal ganz entschieden - sich da jetzt schon sehr viel Stress darüber macht... Details wären gelinde gesagt recht üble Finanzierungsfragen, meine Eltern die klar gemacht haben, dass sie absolut dagegen sind und eine Freundin, die ich für sehr intelligent halte und jetzt nach 3 Wochen BOS schon drauf und dran ist, ebenjene BOS-Schule hinzuschmeißen...)

Was meine Persönlichkeit angeht: Sorry, ich will darüber nicht reden...

Ehrlichgesagt geht mir die ganze Sache etwas an die Substanz. Ich habe mehrmals überlegt ob ich den Beitrag hier in dieser Form absenden soll oder nicht... Auf alle Fälle nochmals vielen Dank die Traumdeutungen, die in meinem Fall wohl mehr ins Schwarze getroffen haben, als mir aktuell lieb ist...
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