Zu viel/wenig Schlaf

Philosophische und kritische Überlegungen zum Thema Traum und Traumdeutung

Moderator: Mirakulix

Zu viel/wenig Schlaf

Beitragvon TheChosenPessimist » 03.11.2016, 17:11

Hallo Leute,

Ich wollte hier mal Eure Meinungen/Erfahrungen zum Thema zu viel oder zu wenig Schlaf hören.

Und nach wie vielen Stunden (oder sogar Minuten?) kommt man in der Phase wo man zu Träumen beginnt?
Ich habe mich ehrlich gesagt nie darüber informiert. Da war doch etwas mit diesem "REM-Schlaf", aber war das nicht sogar der Teil wo man nicht träumt?

Also meine Erfahrungen sind: Wenn ich über 9/10 Stunden schlafe habe ich das Gefühl gar nicht wirklich wach zu werden. Ich fühle mich schlapp und trotzdem Müde.
Aber ich habe es auch nicht geschafft früher aufzustehen. Meistens stelle ich mir, auch wenn ich nicht Arbeiten muss, einen Wecker so um 8 uhr.
Wenn ich dann nicht sofort aufstehe, schlafe ich wieder ein, und bin dann für den Rest des Tages müde.

Wenn ich zu wenig schlafe, ist es mal so mal so. Manchmal bin ich ganz fit, manchmal aber (so wie heute Nacht z.B.) habe ich das Gefühl überhaupt nicht geschlafen zu haben, da ich beim schlafen gespürt habe dass ich mich sehr viel bewegt habe, oder ich höre sogar mein eigenes Schnarchen :roll:
Liegt es vielleicht daran, dass ich nicht in dieser tiefen Phase kommen konnte (aus Zeitmangel?) und mich deswegen nur an diesen Halbschlaf erinnern kann?

Was meint Ihr?
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Re: Zu viel/wenig Schlaf

Beitragvon TheChosenPessimist » 06.11.2016, 18:47

Hallo Almuth,

danke für deine Erklärungen.

Zum Thema Unzufriedenheit: Ich bin mir nicht sicher ob es an mir liegt, also ob ich etwas direkt an mir zu bemängeln habe. Vielleicht mein gesundheitlicher Zustand..
Ich hatte glaube ich mal etwas von den neuen Busplänen in meiner Stadt erzählt. Jetzt muss ich immer zum Bahnhof laufen (dauert schon so 10-15min. und das im Winter..),
oder wenn ich mit dem Bus fahre muss ich umsteigen. Und den Anschlussbus zu verpassen liegt bei 99,9%. (Eigentlichen reichen 4min. wenn die Busse mal pünktlich wären, der Anschluss ist es natürlich immer)
Heute war mal wieder das beste Beispiel: Der Bus ist schon hinter mir und ich muss aber noch ein wenig zur anderen Haltestelle laufen. Rennen. Und ich habe nun mal bei solchen Momenten Asthma. Ich habe es schon seit Jahren. Sport allgemein geht nicht so gut aber das Bisschen reicht mir schon. Inliner fahren kann ich merkwürdigerweise ohne Probleme (Kopfsache?)
Es belastet mich einfach sehr, unter Zeitdruck gehen/laufen/rennen zu müssen, um den Anschluss zu bekommen oder rechtzeitig zur Arbeit. (Wohnung - Bahnhof/Bahnhof - Arbeit)
Aber was kann ich da schon tun? Wegen dem Asthma kann ich nur jede menge Medikamente nehmen, ich habe auch ca. ein Jahr lang eine Art Therapie gemacht aber ich möchte einfach nicht von soetwas abhängig sein. Deswegen habe ich es wieder abgesetzt.
Wegen der Bussituation gibt es die Optionen Auto kaufen (Geld fehlt) oder schon wieder umzuziehen und zwar mehr ins Zentrum (ebenfalls nicht genug Geld).

Ich habe also keine andere Wahl als mit der neuen Situation klarzukommen. Bin grade dabei ein Fahrrad zu besorgen, damit ich zumindest nicht mehr die Angst haben muss den Zug zu verpassen.
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Re: Zu viel/wenig Schlaf

Beitragvon Trigital » 22.11.2016, 05:46

Hallo TCP,
ich hab mal gelesen, dass wenn man sich in deinem Fall den Wecker auf sagen wir mal 5 Uhr stellt, kurz aufwacht, ihn ausmacht und weiterschläft, der kann sich besser an seine Träume erinnern, die er dann danach hat.
Ich habs ausprobiert und es hat funktioniert. Aber irgendwie schlaf ich lieber druch... außer heute...

Ich denke mal du bist sehr ein Kopf Mensch, der die Dinge mit Verstand aufgreift und sich dann eine sehr logische und vernünftige Antwort versucht zu finden?
Dabei solltest du die Sache mit dem Schlaf optimistischer sehen.
Du vergleichst deinen Schlaf wahrscheinlich mit dem von früher. Weil da war es so... richtig?
Und wenn es nicht so ist, dann ist es nicht richtig!
Aber das ist eher falsch.
Du bist älter geworden und komplizierter. Und das merkst du nun. Mal ist es mehr so und mal ist es mehr so. Dabei sollte dir auffallen, dass es immer mal wieder auch halbwegs gut ist. Und solange das noch ab und zu passiert heißt ja, dass es hin und wieder möglich ist richtig gut zu schlafen. Du mußt eben versuchen aus deinem älter werden schlauer, erfahrener zu werden.
Ich versuch mal die selbe Sache etwas ins Positive zu drehen:
Du bist kein teilnahmsloser Mensch, sondern ein Mensch der erkennt, dass die Dinge im Leben eine tiefere Bedeutung haben. Nur die Tiefe ist dir nicht ganz klar. Aber deshalb auch deine Probleme. Daran erkennst du, wie wichtig Lebensqualität ist und wie es ist, wenn man diese Dinge zum Lebensziel bekommt. Dann ändert sich automatisch die Perspektive wie man das Leben betrachtet. Und vielleicht erkennt man bei anderen Menschen auch, dass sie wissen, worum es im Leben gehen kann und woran man unbewußt oder bewußt arbeitet/wünscht.
Du kannst dich an früher erinnern und nimmst Veränderungen nicht teilnamslos hin. Du denkst aber, dass es so sein muß wie früher, anstatt auch zu überlegen, wohin kann es führen?
Das blöde ist nur, dass man meist nicht so schnell eine Antwort auf solche Fragen bekommt und die Fragen im Laufe der Zeit vergisst. Oder sie waren nicht so wichtig?
Du solltest also verstehen, dass aus deinen Problemen ein neuer Lebenssinn gekeimt ist. Und Lebenssinn ist was Positives.
Weil stell dir mal vor du löst das Problem und findest heraus, wie man wieder einen kindlichen Schlaf erhält???
Du müsstest dann nur noch Patent anmelden und wärst eine gemachte Frau. Jedenfalls könntest du dir doch dann auf die Schulter klopfen oder?
Und wenn du dann so mit deinen Lösungen beschäftigt bist, dann solltest du nicht den Misserfolg sehen, wenn deine Pläne nicht aufgehen. Du solltest eigentlich dann erkennen, dass das Leben doch anders ist, wie du dachtest. Da ist nicht schlimmes dabei, wenn man dran vorbei denkt. Im Gegenteil. Wenn man sich falsch verhält, dann kann man den Unterschied sehen und sich überlegen, ob man anders handeln möchte oder nicht.
Also ich hoffe du findest so was, wo du trotzdem nicht anders sein möchtest!!!
Ich finde es zum Beispiel interessant mit dem Inlinern:
Du bemerkst, dass dir das irgendwie besonders liegt und Spass und Freude bereitet. Es ist eigentlich genau das, was deine negative Erfahrungen mit dem Leben und dir ausgleichen müsste. Du müsstest dich wie ein Süchtiger drauf stürzen und es zur persönlichen Religion machen.
Aber du kehrst dich zurück in dich und sagst: "Komisch"!
Machst du dir da wieder mal eine positive Sache kaputt? Oder kannst du dich darüber wundern und trotzdem noch eine gute Zeit damit haben?
Oder mußt du nicht eigentlich inlinern und dich dabei immer wieder wundern, dass es so anders ist, wie es eigentlich sein müsste?
Ich finde es toll und bezeichnend, dass du dich darüber wunderst.
Ich denke das ist dein eigentlicher Weg. Du möchtest das Rätsel lösen.
Das mit dem Fahrrad ist denke ich eine gute Sache! Nicht nur wegen der Ökologie. Nicht nur weil Sport gut ist.
Du wirst früher los müssen. Du wirst die Straßen aus anderem Blickwinkeln erfahren. Du wirst das Wetter erfahren. Dich wieder von natürlichen Dingen abhängig machen. Sozusagen ein bisschen Back to the Roots
Du wirst vielleicht den Sonnenaufgang erleben oder wies langsam hell wird. Wie die Vögel morgends zwitschern, wie sich die Straßen langsam füllen oder wie die morgndliche Kälte sich anfühlt...
Es sind keine Weltbewegende Dinge und deine Probleme mögen sich nicht ändern. Aber es ist eine Erfahrung, eine Art der Lebenswahrnehmung, die trotzdem wichtig sein kann. Vielleicht einfach nur, weil es anders ist mal den Tag so zu beginnen. Ich hätte bei der Fantasie nur keine Lust abends wieder heim zu radeln. Aber man kann ja trotzdem mit dem Zug.
Außerdem weiß ich aus Erfahrung, dass sowas ziemlich fit machen kann und dieser Effekt mußt du dann als Positiven wahrnehmen?
Aber du hast Recht. Im Winter damit anzufangen ist vielleicht eher ungüngstig. Aber vielleicht packt dich ja auch ein Gefühl?
Und für den guten Schlaf kann es eigentlich nicht schlecht sein, wenn man etwas Sport gemacht hat am Tag. Das ist wie Salat essen.
ich denke du merkst einfach, dass in drinnen was ist. Wie eine Lebensaufgabe oder ein Rätsel das du zu lösen hast. Nur nimmst du es als Problem war. Du solltest lieber aber herausfinden, dass es Sinn machen sollte. Und der Sinn kommt eigentlich erst mit dem Verständnis. Und Verständnis wächst oft durch Zwischenmenschlichkeiten. Wenn sie positiv sind usw.
Und deine kleinen Problemchen mit dem Bus und den Anschlüssen sind vielleicht nur kleine Übungseinheiten. Aber dahinter steht eigentlich etwas anderes.
Was würdest du eigentlich tun, wenn du keine Probleme hättest?
Das Selbe sollte sich ein Deuter vielleicht stellen: Was würde ich tun, wenn andere keine Fragen hätten?
Wie sollte ich dann blöde Fragen zurück stellen?
lg
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Re: Zu viel/wenig Schlaf

Beitragvon TheChosenPessimist » 01.12.2016, 20:30

Danke für Eure Antworten :)

Ich bin in letzter Zeit viel am Arbeiten und Lernen, ich habe mich nun für drei Prüfungen angemeldet, und es ist ein wenig schwer alles gleichzeitig zu schaffen.
Eigentlich hatte ich nicht die Absicht jetzt eine Diskussion über meine Probleme zu führen,
ich wollte nur wissen wie eure Erfahrungen so sind :roll:

Aber ich habe mir alles durchgelesen und mache mir Gedanken darüber :)
Wenn ich ein wenig mehr Zeit habe versuche ich auch mal richtig darauf zu antworten
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Re: Zu viel/wenig Schlaf

Beitragvon Trigital » 04.12.2016, 04:14

ja. genau. mal sehen, wie die Lust und Laune so macht. Aber halt. Das ist ja eher Optimismus.
lg
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