Traum von Angst und Einsamkeit

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Traum von Angst und Einsamkeit

Beitragvon Nadasusu » 18.10.2019, 00:54

Zuerst habe ich geträumt, dass ein Mann einen Jungen (Schwarze Haare, Brille, Student, ca 23, eher unsicher, unerfahren, naiv aber sehr intelligent) angegriffen hat, in dem er ihm eine Giftspritze an den Hals setzte und ihm befal ihm etwas zu zeigen. Der Mann hatte eine Komplizin dabei, Frau, schlank, strenges Gesicht, im Bussines Anzug Blau und Schwarze Handschuhe. Der Junge führte die beiden zu einem Turm, der innen Grau war. Im Turm gab es einen Aufzug. Die 3 stiegen da rein. Als der Mann wusste, dass er zu seinem Ziel gelangen würde, hat er dem jungen mehrermale die Spritze injiziert (Im Hals). Der Junge starb nie. Er überlebte ca 3 mal. Der Mann wurde aggressiv und sagte ihm, er solle nun endlich sterben verdammt. Nach dem 3. Versuch, starb der Junge. Der Traum wechselte plötzlich. Ich war nicht mehr die Zuschauerin dieses Szenarios, sondern ich befand mich in meiner Wohnung mit ein paar Arbeitskolleginnen die ich hinterlistig finde. Ich habe Magenprobleme und musste viel Luft rauslassen
Diese Arbeitskolleginen schauten mich immer wieder böse an. Ich ging auf meiner Terrasse, wo ich, keine Ahnung wiso, verstecken musste
Da war ein junge (vielleicht 5 Jahre, unbekannt) der sich auch verstecke. Ich sah den Himmel, es war kalt, dunkel aber sie Sterne leuchteten es war Vollmond ( wie in der realen Welt auch).
Nun kam ein Mann. Der stellte sich zu uns. Und guckte den Himmel an. Ich bekam irgendwann angst. Ich fühlte mich extrem einsam. So einsam, dass ich eine Panik Attacke kriegte. Ich suchte nach meinem Freund im Traum, doch der lag mit dem Rücken zu mir im Bett und ich fühlte eine sehr grosse Distanz und entfremdung zu ihm. Er sagte mir plötzlich, er würde 3 Wochen lang spontan wegfliegen. Ich bekam noch mehr angst und panik, bis ich dann mit einer Panikattacke aufwachte.
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Re: Traum von Angst und Einsamkeit

Beitragvon Almuth » 18.10.2019, 09:28

Hallo Nadasusu,
Träume haben keine für alle Menschen gleichermaßen geltende Bedeutung. Sie erklären sich über die Person des Träumers. Also ohne auch nur die kleinste Information über deine Person kann man da nur allgemein schreiben.

Die erste Szene zeigt nur Gewalt. Sonst nichts. Weder der Mann noch der Junge verfolgen eine zielgerichtete Handlung, auch nicht, wenn der Mann etwas wissen will von dem Jungen.
Es geht um Macht und Gewalt über einen Menschen, die bis zum Tod führt.
Heißt, mit Machtgehabe anderer Menschen kennst du dich aus. Auch mit Panikattacken kennst du dich aus, also in der Realität.

Die andere Szene mit deinen Arbeitskolleginnen – das ist zumindest Mobbing.
Dass dir Luft entweichen muss, wie du schreibst, zeigt, dass du irgendwie irgendwas an dir hast, was andere Menschen, deine Kollegen, auf Abstand hält. Das muss dir nicht bewusst sein.

Du versteckst dich, und das kannst du wohl im übertragenen Sinne wörtlich nehmen. Auch in deinem realen Leben hältst du deine Person bedeckt so weit es geht...?
Ich fühlte mich extrem einsam.
Und das nicht nur in diesem Traum?

Zuletzt geht auch noch dein Freund auf Abstand. Er will weg für einige Zeit, ohne dich. Die Entfremdung, die du im Traum fühlst, die könnte sich schon eingeschlichen haben in eure Beziehung?
Herzliche Grüße Almuth
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Re: Traum von Angst und Einsamkeit

Beitragvon Ghost » 18.10.2019, 10:41


Hi Nadasusu,

dein Traum versetzt dich zunächst in eine Lebenslandschaft, in der ein Mann sich am Ende seiner Möglichkeiten sieht, sich in deinem Leben behaupten zu können. Ein konkurrierender Mann ist in deinem Leben aufgetaucht, den du jetzt noch nicht wirklich ernst nimmst, ihn noch als kleinen Jungen verstehst, obwohl er schon völlig erwachsen ist. Und dieser Giftspritzen- Mann, der sich in deinem Leben weiterlebend behaupten will, erkennt jedoch schon die Überlegenheit dieses kleinen Jungen, der den absolut sicheren Zugangsweg zu deiner geistigen Persönlichkeit als hoher menschlicher Turm, als Hochhaus für sehr viele Menschen weiß.

Dieser Giftspritzen-Mann hat sich entschieden, mit Unterstützung einer Frau aus deinem Umfeld, diesen von dir als Jungen angesehenen Mann innerlich zu bedrohen und umzubringen um einzig und alleine in deine geistige Welt mitbeherrschend eintreten zu können. Seine Tötungsabsichten für den Jungen haben scheinbar Erfolg.

Jetzt hat die begleitende Frau des Jungen-Vergifters die Oberhand. Sie kann nun mit vielen Wesensteile deine weibliche Seite in deinem Leben erschwerend bedrängen und deinen sozialen inneren Raum mit all ihren Wesensteilen besetzen.

Was ist die Folge??? Na klar, du flüchtest aus deiner eigenen Persönlichkeit. Zwar noch nahe an deinem Persönlichkeitshaus verbleibend, aber du hast doch die innere Herrschaft darüber aufgegeben. Ausgedrückt durch dein Terrassenversteck. Und in dieser Situation erscheint wieder dieser Junge, der vergiftet worden ist und mit ihm seine wahre Persönlichkeit und wenn du deine Augen zum Himmel blickend erhebst, dann kannst du die Sterne, also die Zeichen am Himmel glasklar sehen......

Aber leider verstehst du es noch immer nicht die Zeichen an deinem Himmel richtig zu deuten. Der einzige der dir hier helfen könnte wäre dieser 5jährige Junge mit seinem Wesensteil als erwachsener Mann auf deiner Terrasse. Aber vor diesem Jungen und seinem Wesensteil hast du noch immer Angst. Warum??? Weil er Dinge in dein Leben bringen könnte, die dir noch völlig unbekannt sind. Dir einen völlig neuen Weg des Himmels zeigen könnte und dir diesen Weg an deinem Sternenhimmel erklären könnte. Dort ist alles schon zu sehen, als Zeichen des Himmels an deinem Himmel.

Aber was machst du in deiner Angst vor dem Unbekannten kleinen Jungen??? Du sehnst dich nach deinem alten Freund, gerne mit Panikattacken, die du mit deinem Freund nun in Verbindung bringen mußt.

Eine Traumbotschaft die dich auffordert, eine männliche Person, die du als kleinen Jungen derzeit noch ansiehst, anders wahrzunehmen, anders zu werten. Dir von ihm die Zeichen an deinem Himmel erklären lassen, damit du eine ganz neue Lebenslandschaft betreten kannst. Dann darfst du erwachen.....

Herzlichst

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Re: Traum von Angst und Einsamkeit

Beitragvon plush » 18.10.2019, 14:42

Hallo Nadasusu!

Träume stellen Botschaften des Unbewussten dar, die über Deine innere Situation berichten, die aber ausgelegt werden müssen. Dafür versetze Dich bitte nochmal in die Handlung Deines Traumes und suche eine zweite Überschrift, am besten eine poetische, so wie die Dichter für ihre Dramen machen.

Im nächsten Schritt geht es um die einzelnen Symbole Deines Traumes

(Das Folgende ist ein Schema, dafür gedacht, jedem sich neu meldenden Träumer ein kleines How-To zu vermitteln, das helfen soll, seinen Traum vorzubereiten auf den anschließend von mir unternommenen Versuch ihn zu deuten. Versuche bitte, das Schema auf Deinen Traum anzuwenden, auch wenn in ihm gar keine "Personen" vorkommen sollten, sondern vielleicht nur ein Tier oder leblose Gegenstände.)

Von Personen, die Du kennst, erstelle bitte Charakterportraits, die ihre Vorzüge und negativen Seiten beleuchten (eher lieber nicht öffentlich), so dass ich mir eine Vorstellung von ihnen machen kann. Wo Unbekannte auftauchen, da skizziere sie nach ihrem Aussehen, Gesichtsausdruck, Haltung usw. Überlege auch, an wen, oder an was für ein Ereignis sie Dich erinnern könnten.

Für die nicht-personalen Symbole gilt, dass Du bei jedem für sich beschreiben sollst, wie es funktioniert, was es tut, woher es stammt (entsteht oder hergestellt wird) und wozu es sich selbst oder seinem Nutzer dient. Ob Deine Einfälle wissenschaftlich richtig sind oder nicht, ist unwichtig. Auf keinen Fall schau in einem Lexikon nach.

Ein Beispiel, um Dir das „Freie Assoziieren“ besser nachvollziehbar zu machen:

Ein Junge träumte, er wurde von einem Arzt untersucht; der stellt fest: ein Organ liegt schief und soll operiert werden. Darnach schickt er ihn ein Stockwerk höher, um von drei anderen Ärzten seine Nase untersuchen zu lassen; sie entdecken Polypen, die sollen vorher operiert werden.

Dieser Traum hat 5 Symbole, die der Junge beschrieb wie folgt:

Ärzte: Sie haben Gesundheitsmodelle, die erlauben, Krankheiten zu erkennen.
.......................Gesundheit: Naturzustand

Organ: Körperbestandteil, das man braucht zum leben.
..........Körper: Ein Teil der Seele, die auch einen Geist hat.
......... Geist: Der Seelenteil, der gesundes und krankes unterscheidet.

operieren: Eingriffe machen, die die Heilung fördern.

Nase: zum Luft holen und Riechen
.............Luft: ein lebensnotwendiger Stoff.
.............Riechen: Qualität der Nahrung prüfen.

Polypen: Verstopfen die Nase.

Wie Du siehst, beim Beschreiben der ursprünglichen 5 Symbole tauchen neue auf, die auch definiert und beschrieben werden sollen. Je mehr "Freie Assoziationen", um so besser.. Seinem Traum gab der Junge die Überschrift "Unangenehme Überraschung".

Ich freue mich auf Deine Vorbereitungen!
Herzlichst, Plus
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Re: Traum von Angst und Einsamkeit

Beitragvon Nadasusu » 18.10.2019, 18:46

Ghost hat geschrieben:
Hi Nadasusu,

dein Traum versetzt dich zunächst in eine Lebenslandschaft, in der ein Mann sich am Ende seiner Möglichkeiten sieht, sich in deinem Leben behaupten zu können. Ein konkurrierender Mann ist in deinem Leben aufgetaucht, den du jetzt noch nicht wirklich ernst nimmst, ihn noch als kleinen Jungen verstehst, obwohl er schon völlig erwachsen ist. Und dieser Giftspritzen- Mann, der sich in deinem Leben weiterlebend behaupten will, erkennt jedoch schon die Überlegenheit dieses kleinen Jungen, der den absolut sicheren Zugangsweg zu deiner geistigen Persönlichkeit als hoher menschlicher Turm, als Hochhaus für sehr viele Menschen weiß.

Dieser Giftspritzen-Mann hat sich entschieden, mit Unterstützung einer Frau aus deinem Umfeld, diesen von dir als Jungen angesehenen Mann innerlich zu bedrohen und umzubringen um einzig und alleine in deine geistige Welt mitbeherrschend eintreten zu können. Seine Tötungsabsichten für den Jungen haben scheinbar Erfolg.

Jetzt hat die begleitende Frau des Jungen-Vergifters die Oberhand. Sie kann nun mit vielen Wesensteile deine weibliche Seite in deinem Leben erschwerend bedrängen und deinen sozialen inneren Raum mit all ihren Wesensteilen besetzen.

Was ist die Folge??? Na klar, du flüchtest aus deiner eigenen Persönlichkeit. Zwar noch nahe an deinem Persönlichkeitshaus verbleibend, aber du hast doch die innere Herrschaft darüber aufgegeben. Ausgedrückt durch dein Terrassenversteck. Und in dieser Situation erscheint wieder dieser Junge, der vergiftet worden ist und mit ihm seine wahre Persönlichkeit und wenn du deine Augen zum Himmel blickend erhebst, dann kannst du die Sterne, also die Zeichen am Himmel glasklar sehen......

Aber leider verstehst du es noch immer nicht die Zeichen an deinem Himmel richtig zu deuten. Der einzige der dir hier helfen könnte wäre dieser 5jährige Junge mit seinem Wesensteil als erwachsener Mann auf deiner Terrasse. Aber vor diesem Jungen und seinem Wesensteil hast du noch immer Angst. Warum??? Weil er Dinge in dein Leben bringen könnte, die dir noch völlig unbekannt sind. Dir einen völlig neuen Weg des Himmels zeigen könnte und dir diesen Weg an deinem Sternenhimmel erklären könnte. Dort ist alles schon zu sehen, als Zeichen des Himmels an deinem Himmel.

Aber was machst du in deiner Angst vor dem Unbekannten kleinen Jungen??? Du sehnst dich nach deinem alten Freund, gerne mit Panikattacken, die du mit deinem Freund nun in Verbindung bringen mußt.

Eine Traumbotschaft die dich auffordert, eine männliche Person, die du als kleinen Jungen derzeit noch ansiehst, anders wahrzunehmen, anders zu werten. Dir von ihm die Zeichen an deinem Himmel erklären lassen, damit du eine ganz neue Lebenslandschaft betreten kannst. Dann darfst du erwachen.....

Herzlichst

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Hallo Ghost

Vielen Dank. Ich muss mir Zeit nehmen dies genau zu verstehen.
Aber ich bin eine Frau, sorry wenn ich das sage, aber ich hab vom Text her verstanden, du könntest meinen, dass ich ein Junge bin...im Traum hab ich meinen aktuellen Freund vermisst, (wir haben aber schon seit über einem Jahr die Kriese und ich denke daran, mich von ihm zu trennen...)

Lg
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Re: Traum von Angst und Einsamkeit

Beitragvon Ghost » 18.10.2019, 20:24


Hi Nadasusu,

ich muß heute einen unglaublich cleveren Tag haben. :wink: :wink: :wink: Ich bin davon real ausgegangen, dass du eine Frau bist. Vielleicht ein kleines Reihenhaus mit Terrasse dein eigen nennst oder dein aktueller Freund so ein Reihenhaus besitzt.

Ich bin ferner irgendwie unglaublich clever davon ausgegangen, dass du seit längerer Zeit erhebliche Schwierigkeiten mit deinem Partner/Freund hast. Dieser aktuelle Freund hat erkannt, dass er NICHT mehr Zugang zu deinen Gedanken hat und dieser Freund weiß auch schon sehr genau, dass es da einen Mann gibt, den du noch als kleinen Jungen empfindest und dieser sein Nachfolger bei dir werden könnte, wenn...........

….ja wenn du endlich bereit bist diesen Jungen mit seinem Traumwesenteil anders und weiser wahrzunehmen. Er kann dir dann die neuen Hinweise an deinem Sternenhimmel erklären.... :D :D :D

Herzlichst

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Re: Traum von Angst und Einsamkeit

Beitragvon Nadasusu » 19.10.2019, 00:43

Ghost hat geschrieben:
Hi Nadasusu,

ich muß heute einen unglaublich cleveren Tag haben. :wink: :wink: :wink: Ich bin davon real ausgegangen, dass du eine Frau bist. Vielleicht ein kleines Reihenhaus mit Terrasse dein eigen nennst oder dein aktueller Freund so ein Reihenhaus besitzt.

Ich bin ferner irgendwie unglaublich clever davon ausgegangen, dass du seit längerer Zeit erhebliche Schwierigkeiten mit deinem Partner/Freund hast. Dieser aktuelle Freund hat erkannt, dass er NICHT mehr Zugang zu deinen Gedanken hat und dieser Freund weiß auch schon sehr genau, dass es da einen Mann gibt, den du noch als kleinen Jungen empfindest und dieser sein Nachfolger bei dir werden könnte, wenn...........

….ja wenn du endlich bereit bist diesen Jungen mit seinem Traumwesenteil anders und weiser wahrzunehmen. Er kann dir dann die neuen Hinweise an deinem Sternenhimmel erklären.... :D :D :D

Herzlichst

Ghost




Danke dir.

Aber ich wüsste nicht wer dieser Mann sein sollte.

Ich lasse mein Herz nicht mehr so schnell erobern.

Daher kommt mir keinen Mann in den Sinn...der aktuell in meinem Leben steht. Aber vielleicht kommt ja dieser Mann noch?? Nur die Sterne wissen es..
Nadasusu
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Re: Traum von Angst und Einsamkeit

Beitragvon Nadasusu » 19.10.2019, 01:28

Almuth hat geschrieben:Hallo Nadasusu,
Träume haben keine für alle Menschen gleichermaßen geltende Bedeutung. Sie erklären sich über die Person des Träumers. Also ohne auch nur die kleinste Information über deine Person kann man da nur allgemein schreiben.

Die erste Szene zeigt nur Gewalt. Sonst nichts. Weder der Mann noch der Junge verfolgen eine zielgerichtete Handlung, auch nicht, wenn der Mann etwas wissen will von dem Jungen.
Es geht um Macht und Gewalt über einen Menschen, die bis zum Tod führt.
Heißt, mit Machtgehabe anderer Menschen kennst du dich aus. Auch mit Panikattacken kennst du dich aus, also in der Realität.

Die andere Szene mit deinen Arbeitskolleginnen – das ist zumindest Mobbing.
Dass dir Luft entweichen muss, wie du schreibst, zeigt, dass du irgendwie irgendwas an dir hast, was andere Menschen, deine Kollegen, auf Abstand hält. Das muss dir nicht bewusst sein.

Du versteckst dich, und das kannst du wohl im übertragenen Sinne wörtlich nehmen. Auch in deinem realen Leben hältst du deine Person bedeckt so weit es geht...?
Ich fühlte mich extrem einsam.
Und das nicht nur in diesem Traum?

Zuletzt geht auch noch dein Freund auf Abstand. Er will weg für einige Zeit, ohne dich. Die Entfremdung, die du im Traum fühlst, die könnte sich schon eingeschlichen haben in eure Beziehung?
Herzliche Grüße Almuth


Hi Almuth

zunächst Danke.

Ja, die Entfremdung hat schon stattgefunden aber ich versuche es immer noch zu Retten..obwohl ich weiss, dass es nicht mehr lange geht bis zur Trennung, was mich unglaublich traurig macht.
gewalt ja- habe einiges an Gewalt erlebt. Aber diese Zeiten sind vorbei
Macht-ja, ist mir wichtig, ich lasse nicht zu dass jemand anderst über mich Macht hat. Ich habe gerne Kontrolle und Macht über die Dinge, missbrauche dies aber nie. Habe einen grossen Sinn für die Gerechtigkeit und Fairness.

Nun, die Panikattacken machen mir einfach sorgen, ich finde das nicht normal. Komischerweise belastet mich im Leben nichts akutes, somit geht bei mir alles Bergauf...Nicht selten träume ich von Dingen, die dann aber auch passieren.
Das ist meine Angst.
Nadasusu
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Re: Traum von Angst und Einsamkeit

Beitragvon Almuth » 19.10.2019, 09:32

Hallo Nadasusu,
Ja, die Entfremdung hat schon stattgefunden aber ich versuche es immer noch zu Retten
Vielleicht probiert ihr das aus, was du geträumt hast. Man nennt es heute Auszeit, also für eine vorher festgelegte Zeit mal keinen Kontakt haben, sozusagen probeweise.
Ich weiß um die Gefahr dabei, einer von beiden könnte sich endgültig abwenden. Aber erstmal denken beide in Ruhe über die Beziehung nach, über das, was, wie und warum schief lief. Vor allem aber wird sich jeder über seine Gefühle klar, über das was verbindet.

Nun, die Panikattacken machen mir einfach sorgen, ich finde das nicht normal.
Wenn du Gewalt erlebt hast, wie du schreibst, dann hast du auch Hilflosigkeit, Wehrlosigkeit erlebt. Und dieses Gefühl, bewusst erlebt, ist so ziemlich das Schlimmste, was man erleben kann.
Dieses Gefühl hat sich bei dir festgesetzt, verselbständigt, dazu braucht es keinen äußeren Anlass mehr.
Ein Gedanke genügt, und schon ist es wieder da. Zum Beispiel der Gedanke, dein Freund trennt sich von dir. Du willst das nicht, kannst aber nichts dagegen machen. Ist pure Hilflosigkeit. Es geschieht etwas in deinem Leben, das du über dich ergehen lassen musst, was du aushalten musst.
Das ist eine Form von Gewalt, auch wenn die Trennung völlig friedlich verläuft.
Weiter ist nun jeder Gedanke, dies oder das könnte schief laufen, hier passiert mir vielleicht was und da kann ich nichts dagegen tun und schon kommt die Panik.
Diese Gedanken müssen dir noch nicht mal wirklich bewusst sein. Einfach das unbestimmte Empfinden, es passiert was, das ich nicht will, genügt schon.
Oder das:
Nicht selten träume ich von Dingen, die dann aber auch passieren.
Ist auch ein Gedanke von Hilflosigkeit, von konkreter Machtlosigkeit den Dingen des Lebens gegenüber.

Macht-ja, ist mir wichtig, ich lasse nicht zu dass jemand anderst über mich Macht hat. Ich habe gerne Kontrolle
Wie viel Kontrolle hat man über das, was andere Menschen so machen? Über das, was geschehen könnte?
Solange du glaubst, dass du über so Dinge eben keine Kontrolle hast, solange kommt die Panik immer wieder.

Was aber jeder Mensch hat, das ist Eigenmacht, weiß nicht unbedingt auch jeder.
Du gestaltest dein Leben, und das in jeder Situation. Wäre ein Thema für dich, das sich an deinen Traum logisch anschließt...
Herzliche Grüße Almuth
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Re: Traum von Angst und Einsamkeit

Beitragvon Ghost » 19.10.2019, 10:13


Hi Nadasusu,

sehr gerne komme ich deinem Wunsch nach und reflektiere auf deine Antwortzeilen. Im Dialog mit Almuth bist du ja die Wege der Psychologie mit therapeutischen Erkenntnisbemühungen gegangen. Ich schaue lieber auf die von deiner eigenen inneren Weisheit gezeichneten Wege und Visionen.

Sehr gerne glaube ich dir, dass du keinen brauchbaren Mann derzeit erkennen kannst. In deinem Haus befinden sich ja nur noch Arbeitskolleginnen. Die Gefühlshinwendung zum weiblichen Geschlecht und die Zulassung nur noch weiblicher Entscheidungserkenntnisse ist in deiner Traumhandlung unübersehbar. Du selbst hast diesen Frauen den gesamten inneren Raum überlassen, bist nur noch im Bereich deiner Traum-Terrasse zu finden. Die Aufgabe deiner inneren Hoheit ist damit perfekt.

Wohin führen unausgeglichene weibliche Erkenntnis-Entscheidungen??? Na klar, zu einem äußerst kalten Klima. Du hast also das kalte Klima selbst entscheidend zugelassen und produziert. Und jeder Astronom wird dir bestätigen, in den kalten dunklen Nächten kann man die Zeichen des Himmels am besten beobachten.

Deinen Sternenhimmel beobachten, dass bekommst du ja noch hin, aber die Zeichen des Himmels verstehen, das liegt weit außerhalb deiner Möglichkeiten. Und dein Traum zeigt dir, dass es nicht zu einer Gemeinschaft mit dem weisen Mann in dieser Lebenssituation kommen wird, du wirst diese Chance verpassen, weil du panische Angst vor der Neuzulassung eines Mannes hast, des Mannes mit der Fähigkeit deinen Sternenhimmel dir erklären zu können.

Was hat es mit der Macht wirklich aufsicht. Geistige Überlegenheit eines Menschen kann sehr machtvoll sein, und davor hast du Angst. Geistige Überlegenheit eines Mannes raubt dir, so glaubst du, deine Macht. Aber in Wirklichkeit siehst du durch geistige Macht nicht dich deiner eigenen Macht beraubt, sondern der Bedrängungen deiner Freiheit.

Immer wenn ein Mann etwas besser weiss als du, dann fühlst du die Freiheit deiner eigenen Entscheidungslandschaft erheblich eingeschränkt und dass bezeichnest du dann als Machtverlust. Gewaltausübung kann auch geistige Überlegenheit eines Mannes gepaart mit männlichem Durchsetzungswillen sein.

So jedenfalls würde ich deine Traumlandschaft verstehen.

Herzlichst

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