Mutter/Zecken/Haare/Kopf

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Moderator: Mirakulix

Mutter/Zecken/Haare/Kopf

Beitragvon Blume84 » 29.08.2019, 15:02

Ich bitte das Forum, um den Versuch einer Deutung meines Traumes von letzter Nacht:

Ich stand in der Küche meiner Eltern, dem Haus in dem ich aufgewachsen bin. Ich habe was geschnippelt und hatte eine Position eingenommen, die ich von meiner Mutter kenne: diejenige, die sich für das Essen in unserer Familie gekümmert hat und, wenn wir Kinder auf Besuch sind, immer noch tut. Nun kommt meine Mutter rein, sie hat riesige Beulen auf der Kopfhaut, rot, wie Kugeln. Ihre Kopfhaut schimmert durch, was sie in der Realität auch hat, also schütteres Haar, und erklärt mir, die ich weiterhin am Schnippeln bin, dass sie erst gerade über eine andere Person kapiert hätte, dass diese roten Kugeln auf ihrer Kopfhaut, Zecken wären, die sich festgefressen hätten. Sie erinnert sich diese schon einmal gehapt zu haben, nicht so groß allerdings, von denen sie meinte, dass es Teigablagerungen wären und die wurden vom Hautarzt werggeschnitten (hatte meine Mutter in der Realität tatsächlich mal). Aber jetzt kapiere sie, und man sehe es ja auch eindeutig, dass es diese Tierchen sind, bis oben hin vollgefressen, in unterschiedlicher Größe und 6-10 Stück auf ihrer Kopfhaut. Ich blicke zunächst nicht auf und sage, wie man denn so lange davon nichts merken konnte und entschließe mich schließlich doch, ihr zu helfen die Zecken mit ner Pinzette zu entferenen. Ich setze an der ersten, größten Zecke an, dann wache ich auf. Meine Mutter war, den ganzen Traum über die kindlichere von uns beiden. Kleinlaut, schüchtern, überfordert. Ich die resolutere.

Ich bin 35, lebe Hunderte Kilometer von meinen Eltern weg. Verstehe mich gut mit ihnen, allerdings war meine Mutter Zeit meiner Kindheit eine ängstliche, überführsorgliche Mutter. Hat auch auf mich abgefärbt. Hab auch Panikattacken/Angststörung wie meine Mutter. War gerade 2 Wochen auf Besuch bei meinen ELtern, war total schön, erholend. Jetzt bin ich wieder zurück und vermisse meine Familie, meine Kindheit, Zuhause unglaublich. Hab ich oft, wenn ich von dort wieder komme, dass ich mich erst in mein Leben wieder einfügen muss, als ob beide voneinander getrennt, ich meine Kindheit, Jugend nicht in mein erwachsenes Ich integriert hätte. Fühle mich davon auch oft gestört, so als ob ich nicht erwachsen werden wollte/könnte. Hab gerade beruflich viel STress, eine große Herausforderung steht an, mache eigentlich das, was mir Spass macht, was künstlerisches. Hab aber die letzen Monate nur Angst zu versagen und kann nichts genießen, also keinerlei Spaß an meinem Job. Meine ELtern machen nichts mit Kunst, sind Angestellte, war auch die erste Akademikerin in meiner Familie, haben mich immer unterstützt, jedoch tatsächlich nicht wirklich eine Ahnung von dem was ich konkret mache. Habe immer so latent das Gefühl, wenn ich meinen Bedürfnissen nachgehe, dass ich IHR Leben verrate und wenn ich längere Zeit auf Besuch bei meinen Eltern bin, dann rutsche ich in eine jüngere Version von mir, und dann hinterfrage ich mein Leben, mit meinen Entscheidungen. Aber trotzdem hab ich das Gefühl, dass ich Beides in mir habe: das Praktische, auch den Wunsch nach SIcherheit und Stabilität, was das Leben von meinen ELtern ist. Und auf der anderen Seite das Freie, Unstetige, Chaotische, Kreative...Tja

Ich bin gespannt und dankbar für Deutungsversuche!
Beste Grüße,
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Re: Mutter/Zecken/Haare/Kopf

Beitragvon EROSA » 29.08.2019, 16:14

Blume84 hat geschrieben:Kleinlaut, schüchtern, überfordert. Ich die resolutere.

=dein inneres ES und dein Ueber~Ich

das die Zecken=deine verrueckten Gedanken versucht los zu werden,,,

Was fuer verrueckte Gedanken koennten denn das sein???

,,, jedoch im ansetzen vom Rausreisswerkzeug erwacht ~ sind wohl nicht traumatisch zu erfassen ?! solange KEIN Interesse dafuer in dir is

DAS
is meine essentielle Sicht deines Traumes Blume 84

LIEBENden Gruss
ALLROSE EROSA
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Re: Mutter/Zecken/Haare/Kopf

Beitragvon Blume84 » 29.08.2019, 18:35

Danke Erosa! Finde ich erstmal spannend was du schreibst, mit ES und ÜberIch. Auch mit den Zecken und den verrückten Gedanken, weil ich fühle mich gerade Ver RÜCKT, also stehe neben mir, depersonalisiere, Gedankenschleifen etc. Also du meinst, dass mein Überich kein Interesse daran hat, bzw schließlich doch die Zecken wegzumachen, allerdings kriege ich das dann nicht mehr mit, weil ich dann aufwache. Oder interessiert sich nur bedingt dafür.

Lg,
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Re: Mutter/Zecken/Haare/Kopf

Beitragvon EROSA » 29.08.2019, 20:36

Hallo Blume84 :)

versuch mal meine Worte wortwoertlich zu nehmen statt sie in etwas anderes meinend zu aendern

:D
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Re: Mutter/Zecken/Haare/Kopf

Beitragvon Blume84 » 29.08.2019, 21:30

Ok :D Ich versuchs mal :D
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Re: Mutter/Zecken/Haare/Kopf

Beitragvon Blume84 » 29.08.2019, 21:33

Aha, ich glaub JETZT bin ich bei dir :D Danke!
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Re: Mutter/Zecken/Haare/Kopf

Beitragvon plush » 30.08.2019, 01:11

Also du meinst, dass mein Überich kein Interesse daran hat

Also. Im Über-Ich ist die erziehende, aber auch mit Essen versorgend-abhängig haltende Mutter eingenistet (das war schließlich ihre Funktion in Deiner Säuglingszeit: Dich an ihr saugen zu lassen).

Demnach sind die Zecken Dein Ich, bzw. begann Dir diese unnatürlich über die orale Phase hinaus bis heute verewigte Situation (festgezeckt an Deiner Mutter zu sein) zwischen dem 6 und 10 Lebensjahr schon mal zu dämmern. Nun sollst Du Dir dieses Hanges, Dich von ihr und ihren Dir eingeprägten Werten abhängig zu halten, also erneut bewusst werden (besser spät als nie), damit Du anhand einer fundierten Diagnose beginnen kannst, Dich auf den Weg der psychisch-emotionellen Nachreifung zu begeben. Dazu hast Du ab jetzt Gelegenheit. Mit mir oder einem anderen Psychoanalytiker/in Deiner Wahl.

Das, was an diesem Traum aus dem ES stammt, stellt diejenige Energie dar, die Dir diesen Traum erschuf ("Libido" genannt von Freud: eine sich insgesamt in 6 Bedürfnisbereichen äußernde, universale Antriebeskraft: Deinen Lebensbogen unlustvoll spannend, mit Lust entladend). Um Dich Deine innere Situation realisieren zu lassen (Selbsterkenntnis-Bedürfnis), als die erste und unverzichtbare Voraussetzung, therapeutische Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Auch gegen die Gewissensbisse, die die Mutter im Über-Ich Dir (als Ich und Zecke) immer dann einzusuggerieren beginnt, sobald Dir ein wenig gelingt, auf das ES hinzuhören und Du mit dem Gedanken spielst, Deinen eigenen, natürlichen Es-Bedürfnissen nachzugehen. Nicht den Ersatzbedürfnissen (nach Konsum, Prestige und Macht), die aus deren erziehungsgewollter Verdrängung in den Dark Continent des Unbewussten resultieren und u.a. ins nach deutscher Manier penibel durchstrukturierte "Arbeits"-KZ treiben...

Ist Dir mein Deutungsversuch so weit nachvollziehbar? Siehst Du Ungereimtheiten oder hast Du Fragen? Schreib sie gerne auf, und wenn Du magst lass uns auf Skype direkt reden, das ist effektiver.

Viel Erfolg!
plush
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Re: Mutter/Zecken/Haare/Kopf

Beitragvon Blume84 » 30.08.2019, 09:26

Danke! Macht Sinn und stimmt total für meine Situation.

Liebe Grüße,

Blume84
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