Grausamer (luzider?) Traum - Mord, Leiche, Polizei

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Moderator: Mirakulix

Grausamer (luzider?) Traum - Mord, Leiche, Polizei

Beitragvon traeumende_1994 » 19.11.2017, 12:27

Hallo liebe Community,

Ich bin neu hier im Forum und würde gerne um eure Hilfe bei der Deutung eines Traums bitten.
Normalerweise träume ich nicht viel, bzw mein Träume beschäftigen mich nicht sehr, aber dieses mal war es anders.
Ich hatte einen sehr langen, intensiven, bedrückenden Traum, der mich nicht mehr loslässt. Also:

Begonnen hat der Traum damit, dass im Keller des Hauses, in dem ich im Traum wohnte, von der Polizei mit Spürhunden der abgetrennte Kopf einer Leiche gefunden wurde.
Ich war Zuseherin, und hatte ein schreckliches Gefühl, da ich im Traum bereits wusste, dass ich es gewesen war, der die Person (vor Jahren) getötet, den Körper zerstückelt und verbrannt und nur den Kopf hier im Keller versteckt und vergraben hatte. Dabei wusste ich im Traum irgendwie, dass ich von diesem Mord vorher schon geträumt hatte, das heißt mir war einerseits bewusst, dass es ein Traum war, aber andererseits war es so real, das ich mir nicht sicher war, ob es denn nun Traum oder Realität war.
Jedenfalls begann die Polizei dann zu ermitteln, wer denn der Mörder sein könnte. Es kamen nur Personen infrage, die im Haus wohnten (meine Familie aber auch andere Leuet die ich nicht kannte), also auch ich. Allerdings war sich jeder sicher, dass ich es auf keinen Fall gewesen sein konnte, da mich alle als zu lieb und gutmütig einschätzten. Nur ich wusste davon und hatte Angst vor einer Haftstrafe, aber auch davor, alle zu enttäuschen und mein wahres, grausames Ich zu zeigen.
Ich kannte auch das Motiv des Mordes. Die Getötete war eine Angestellte des Hauses, und sie kannte irgendein Geheimnis von mir, dass nicht nach außen dringen durfte. Ich bereute im Traum auch den Mord und dachte mir, dass es doch viel einfacher gewesen wäre, das Geheimnis einfach zu lüften und mit den Leuten zu sprechen, anstatt mich immer tiefer darin zu verstricken und sogar nicht vor einem Mord zurückzuschrecken.
Desto mehr die Polizei ermittelte und andere Täter ausschloss, geriet ich ihn Panik. Ich wusste auch, dass mich die Polizei mittels DNA-Test überführen könnte, da ich sicher Spuren hinterlassen hatte.
Dann erschien mein Freund (mit dem ich im wirklichen Leben zusammen bin) und wir schmiedeten einen Plan, wie ich der Polizei entgehen konnte. Er solle als Zeuge auftreten und mich so entlasten (ich kann mich nicht genau an die Logik erinnern). Allerdings wusste auch er nicht, dass ich die wahre Mörderin war. Nach diesem Plan war ich sehr erleichert und mir wurde im Traum immer bewusster, dass es nur ein Traum war (und war dementsprechend erleichtert, dass ich nicht wirklich jemanden getötet hatte).

Das war der Traum im großen und ganzen.. ich habe das Gefühl, es gibt viele Ebenen und ich bin mir nicht sicher, wie genau ich mit einer Deutung beginnen kann.
Ich bin auch verwirrt, weil der Traum einen so klaren Handlunsstrang hat, fast wie ein Film. Das bin ich von Träumen normalerweise nicht gewohnt.
Was meint ihr?

Danke schonmal für eure Hilfe!
traeumende_1994
Träumerle
 
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Re: Grausamer (luzider?) Traum - Mord, Leiche, Polizei

Beitragvon plush » 19.11.2017, 16:16

Hallo traeumende!

Träume stellen Botschaften des Unbewussten dar, die über Deine innere Situation berichten, die ihrer symbolischen Sprache wegen ausgelegt werden müssen. Dafür versetze Dich bitte nochmal in die Handlung Deines Traumes und suche eine Überschrift, die zu seiner Dramaturgie gefühlsmäßig passt. Am besten wäre eine poetische, so wie die Dichter mit ihren Werken machen. Kannst Du Unterkapitel entdecken? Gegebenen Falls setze ihnen eigene Überschriften auf...

Im nächsten Schritt geht es um die einzelnen Symbole Deines Traumes:

Von Personen, die Du kennst, erstelle bitte Charakterportraits, die ihre Vorzüge und negativen Seiten beleuchten, so dass man sich eine Vorstellung von ihnen machen kann. Unbekannte Personen skizziere ihrem Alter und Aussehen nach, Größe, Haarfarbe, Gesichtsausdruck, Haltung usw. Überlege auch, an wen, oder an was für ein Ereignis sie Dich erinnern könnten.

Für die nicht-personalen Symbole gilt, dass Du bei jedem für sich beschreiben sollst, wie es funktioniert, was es tut, woher es stammt (entsteht oder hergestellt wird) und wozu es sich selbst oder seinem Nutzer dient. Ob Deine Einfälle wissenschaftlich richtig sind oder nicht, ist unwichtig. Auf keinen Fall schaue in einem Lexikon nach.

Ein Beispiel, um Dir das „Freie Assoziieren“ besser nachvollziehbar zu machen:

Ein Junge träumte, er wurde von einem Arzt untersucht; der stellt fest: ein Organ liegt schief und soll operiert werden. Darnach schickt er ihn ein Stockwerk höher, um von drei anderen Ärzten seine Nase untersuchen zu lassen; sie entdecken Polypen, die sollen vorher operiert werden.

Dieser Traum hat 5 Symbole, die der Junge beschrieb wie folgt:

Ärzte: Sie haben Gesundheitsmodelle, die erlauben, Krankheiten zu erkennen.
.......................Gesundheit: Naturzustand

Organ: Körperbestandteil, das man braucht zum leben.
..........Körper: Ein Teil der Seele, die auch einen Geist hat.
......... Geist: Der Seelenteil, der gesundes und krankes unterscheidet.

operieren: Eingriffe machen, die die Heilung fördern.

Nase: zum Luft holen und Riechen
.............Luft: ein lebensnotwendiger Stoff.
.............Riechen: Qualität der Nahrung prüfen.

Polypen: Verstopfen die Nase.

Wie Du siehst, beim Beschreiben der ursprünglichen 5 Symbole tauchen neue auf, die auch definiert und beschrieben werden sollen. Je mehr "Freie Assoziationen", um so besser.. Seinem Traum gab der Junge die Überschrift "Unangenehme Überraschung".

Ich freue mich auf Deine Vorbereitungen!
Herzlichst, Dein Plus
plush
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