Und ein Sturm zieht auf

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Moderator: Mirakulix

Und ein Sturm zieht auf

Beitragvon Gloeckchen86 » 22.10.2017, 19:56

Es ist lange her, seitdem mich ein Traum mal wieder schwer beschäftigt hat. Seit meinen letzten zwei Träumen im Jahr 2014 bzgl meiner Oma sind noch viele weitere unheimliche und zum Teil auch sehr schlimme Träume gefolgt. Bis ich den Mut gefasst habe ein Geheimnis Preis zu geben.
Das sag ich jetzt nur für die die sich noch an meine letzten Lebenssituationen erinnern :D

Nun zu meinem Traum von letzter Nacht.

"Mein Mann, mein Großer und ich waren im Meer in der Nähe eeines Strandes. Ich wusste, dass mein Jüngster an diesem Tag anderweitig betreut wird und obwohl wir so weit vom Ufer weg waren ging uns das Wasser nur bis zur Hüfte. Es war sehr voll und an einem Felsen inmitten des Meeres saß eine Mutter aus meiner Kindertageseinrichtung und beobachtete die Kinder, die immer davon ins Wasser sprangen. Es waren hauptsächlich Freunde meines Großen. Als die Kinder ins Wasser sprangen bemerkte ich, dass der Wasserspiegel Anstieg und die kleinen Wellen im Wasser unruhiger wurden.

Ich sah mich um aber niemanden schien dies zu stören. Die Mutter am Felsen rief mir zu ob ich ihr bei der Betreuung helfen könnte. Ich merkte meine Angst, denn ich bin eine sehr schlechte Schwimmerin und habe sehr großen Respekt vor Wasser. Das sagte ich ihr auch.... Von einer Sek auf die andere zog ein Sturm auf und die fröhlichen Kinder auf dem Felsen wurden weggeweht. ..Von einer Welle erfasst oder ins weiter Meer hinausgetrieben. Ich hörte meinen Mann noch sagen dass ein guter Freund von uns es nicht geschafft haben könnte weil dieser gerade beim Windsurfing war. Ich hatte Todesangst als mich eine riesige Welle erfasste. Ein Junge aus der Klasse meines Sohnes war neben mir und ich fühlte mich verpflichtet ihm zu helfen. Also nahm ich seine Hand eher wir erfasst wurden und unter tauchten.

Ich dachte ich ertrinke bis es mich wieder hoch zog und ich dies Panik aller Menschen spürte und sehen konnte. Ich kämpfte mich mit dem Jungen zum Ufer und wurde von einer Welle nach der anderen erschlagen. Die Todesangst um mich war vergessen als ich mich umsah und weder meinen Mann noch meinen Sohn sehen konnte. Ich rief nach ihnen und spürte dass etwas nicht stimmt und kämpfte weiter mit den anderen hunderten von Menschen im Wasser um unser Überleben. Der kleine Junge war dabei immer an meiner Hand. Wortlos. Die Angst um meine Männer ließ mich dann aus dem Traum aufschrecken.


Gestern Abend war ich emotional sehr aufgewühlt. Kann das damit zusammen hängen? Die Probleme und Sorgen welche mmich erschlagen ? ICH drohe darin zu ertrinken?
Gloeckchen86
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Re: Und ein Sturm zieht auf

Beitragvon plush » 22.10.2017, 20:12

Hallo Lebenssituation!

Träume stellen Botschaften des Unbewussten dar, die über Deine innere Situation berichten, die ihrer symbolischen Sprache wegen ausgelegt werden müssen. Dafür versetze Dich bitte nochmal in die Handlung Deines Traumes und suche eine Überschrift, die zu seiner Dramaturgie gefühlsmäßig passt. Am besten wäre eine poetische, so wie die Dichter mit ihren Werken machen. Kannst Du Unterkapitel entdecken? Gegebenen Falls setze ihnen eigene Überschriften auf...

Im nächsten Schritt geht es um die einzelnen Symbole Deines Traumes:

Von Personen, die Du kennst, erstelle bitte Charakterportraits, die ihre Vorzüge und negativen Seiten beleuchten, so dass man sich eine Vorstellung von ihnen machen kann. Unbekannte Personen skizziere ihrem Alter und Aussehen nach, Größe, Haarfarbe, Gesichtsausdruck, Haltung usw. Überlege auch, an wen, oder an was für ein Ereignis sie Dich erinnern könnten.

Für die nicht-personalen Symbole gilt, dass Du bei jedem für sich beschreiben sollst, wie es funktioniert, was es tut, woher es stammt (entsteht oder hergestellt wird) und wozu es sich selbst oder seinem Nutzer dient. Ob Deine Einfälle wissenschaftlich richtig sind oder nicht, ist unwichtig. Auf keinen Fall schaue in einem Lexikon nach.

Ein Beispiel, um Dir das „Freie Assoziieren“ besser nachvollziehbar zu machen:

Ein Junge träumte, er wurde von einem Arzt untersucht; der stellt fest: ein Organ liegt schief und soll operiert werden. Darnach schickt er ihn ein Stockwerk höher, um von drei anderen Ärzten seine Nase untersuchen zu lassen; sie entdecken Polypen, die sollen vorher operiert werden.

Dieser Traum hat 5 Symbole, die der Junge beschrieb wie folgt:

Ärzte: Sie haben Gesundheitsmodelle, die erlauben, Krankheiten zu erkennen.
.......................Gesundheit: Naturzustand

Organ: Körperbestandteil, das man braucht zum leben.
..........Körper: Ein Teil der Seele, die auch einen Geist hat.
......... Geist: Der Seelenteil, der gesundes und krankes unterscheidet.

operieren: Eingriffe machen, die die Heilung fördern.

Nase: zum Luft holen und Riechen
.............Luft: ein lebensnotwendiger Stoff.
.............Riechen: Qualität der Nahrung prüfen.

Polypen: Verstopfen die Nase.

Wie Du siehst, beim Beschreiben der ursprünglichen 5 Symbole tauchen neue auf, die auch definiert und beschrieben werden sollen. Je mehr "Freie Assoziationen", um so besser.. Seinem Traum gab der Junge die Überschrift "Unangenehme Überraschung".

Ich freue mich auf Deine Vorbereitungen!
Herzlichst, Dein Plus
plush
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Re: Und ein Sturm zieht auf

Beitragvon Almuth » 23.10.2017, 08:41

Hallo Gloeckchen,
Gestern Abend war ich emotional sehr aufgewühlt. Kann das damit zusammen hängen? Die Probleme und Sorgen welche mmich erschlagen ? ICH drohe darin zu ertrinken?
Ja, damit hast du deinen Traum recht gut selbst gedeutet.
Du ertrinkst symbolisch in Problemen, die dich überschwemmen, die dir über den Kopf zu wachsen scheinen.

Aber, was natürlich auffällt in deinem Traum, obwohl du um dein Überleben kämpfst, obwohl dein Mann und dein eigenes Kind zu ertrinken drohen, hast du die ganze Zeit ein fremdes Kind an der Hand.

Es soll natürlich nicht heißen, dass du auf das Leben des Kindes hättest pfeifen müssen.
Aber dieses Bild symbolisiert etwas, was sehr wahrscheinlich zumindest einen Teil deiner Probleme ausmacht: Du kümmerst dich um anderer Leute Angelegenheiten. Du lässt dich in die Pflicht nehmen wie eben von der Frau, die dich auffordert mitzumachen. Du tust es, obwohl du dir diese Aufgabe gar nicht zutraust!
Das ist dann eine Eigenschaft von dir, die du auch in der Realität zeigst.
Du hättest genug mit dir und deiner Familie zu tun, kommst aber in Bedrängnis wegen Angelegenheiten, die eigentlich nicht deine sind.
Darüber würde ich mir mal Gedanken machen an deiner Stelle…
Herzliche Grüße Almuth
Almuth
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