schreckliche Busfahrt

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Moderator: Mirakulix

schreckliche Busfahrt

Beitragvon speedy3011 » 16.10.2017, 17:49

Hallo zusammen, ich bin weiblich und 28 Jahre alt.

Seit 3 Monaten habe ich angefangen wieder zu Arbeiten auf Teilzeit und würde unterstützend noch Geld vom Amt bekommen, was sich aber schon seit Anfang an zu einem Problem entwickelt, da Ihnen immer wieder Unterlagen fehlen und ich dadurch kein Geld bekomme bis jetzt. Und dadurch ist meine momentane finanzille Situation nicht wirklich sehr gut. Ende Oktober hatte ich einen sehr schönen Familien Urlaub, da ich meine Familie von Vaters Seite nicht sehr oft sehe ( so alle 5/6 Jahre oder länger ) war die Freude noch größer. Nach diesem Urlaub habe ich entschlossen mein Leben umzukrempeln. Ich werde versuchen den Nachnamen von meinem Vater anzunehmen. Gleich nach meinem Urlaub habe ich mich erkundigt wo ich mich hinwenden muss und was ich dafür benötige. Weil ich noch Unterlagen vom Jugendamt benötige zieht sich das immer mehr in die Länge und es würden auch Kosten in Höhe von 100€ bis 300€ auf mich zukommen. Genau so habe ich das Ziel zu meiner Familie zu ziehen, ich habe auch schon einen genauen plan, wieviel Geld ich benötigen würde um weg zu ziehen. Mittlerweile schaut mein Vater auch schon nach Wohnungen, damit ich endlich in seiner Nähe wohnen würde. Er geht wahrscheinlich nächstes Jahr in Rente.
Und hinzu kommt noch, das es meine Psyche zur Zeit wieder mal nicht gerade gut geht.

Ich hoffe das sind zumindest mal ein paar Einblicke in meine momentane Lebenssituation.

Gerade bin ich aufgewacht und musste gleich meinen Traum hier posten, da er mich gerade sehr beschäftigt und ich immer noch ein mulmiges Gefühl habe. Ich hoffe Ihr könnt mir ein bisschen weiterhelfen. Ich habe versucht es so gut wie möglich wieder zu geben, deswegen sind die Sätze ein bisschen komisch geschrieben. Fals sich Fehler eingeschlichen haben, liegt es daran das ich es mit dem Handy geschrieben habe.

Ich fahre mit einem Reisebus mit, der auf der Autobahn fährt.
Es war eine Person dabei, die ich kannte und mit der ich sprach. Sie saß einer Sitzbank neben mir.
Plötzlich kam die Durchsage von einem anderen Busfahrer, das wir uns sofort anschnallen sollen und Ruhe bewaren sollen. Da es dem Busfahrer nicht sehr gut ging.
Als ich nach vorne schaute, sah ich den fahrenden Busfahrer halb unmächtig am Steuer sitzen und der andere Busfahrer stand leicht hinter ihm und half ihm den Bus leicht zu steuen, da sie ihn nicht vom Steuer weg ziehen konnten und er irgendwie auf das Gaspedal drückte.
Sie redeten permanent auf ihn ein, damit er halbwegs bei Bewusstsein blieb und das er es schaffe uns an Ziel zu bringen.
Plötzlich saß eine Frau neben mir auf der Sitzbank die ich nicht kannte.
Da ich ziemlich große Angst hatte und wir ziemlich schnell fuhren, habe ich mich immer wieder an ihre Schulter gelehnt vor Angst und habe es auch immer wieder gesagt zu ihr. Aber ich hatte gleichzeitig Angst am Fenster zu sitzen und dachte mir, das wenn ein Unfall passieren würde, mir am Fenster mehr passieren würde als auf dem Sitz wo die fremde Frau saß.
Die Weiterfahrt wurde immer schrecklicher für mich und ich habe gehoft, das wir schnell und sicher dort ankommen werden.
Der Bus fuhr auch durch Tunnel mit sehr starken Kurfen. Der Busfahrer fuhr auch über Ecken und Kanten, aber es ist jedes mal gut gegangen und es ist nichts passiert.
Plötzlich fuhren wir auf eine Polizeistreife zu, aber da der Busfahrer nicht im Stande war zu bremsen, fuhren wir schlängeln an ihnen vorbei.
Die Polizisten rannten dem Bus mit Kelle und lautem schreien hinterher, aber ohne Erfolg.
Sie stiegen in die Autos und versuchten eine Straßensperre zu errichten, aber der Busfahrer hat sie geschickt ungebremst umfahren bzw. ignoriert. ...
Auf einmal habe ich nichts mehr gesehen und gehört von der Polizei.
Im selben Moment sind wir an einer kleinen Waldauffahrt, wo sich am Ende des Weges unser Ziel befand.
Alle redeten auf den Busfahrer ein, das er es schaffen werde sicher anzukommen. Ich sah dann die Waldhütte und war heil froh bald da zu sein.

Dann habe ich von verschiedenen Enden des Traumes geträumt:

- Der Bus hielt sicher an und wir stürmten alle aus dem Bus und waren heil froh sicher angekommen zu sein.

- Ich sah wie der Bus auf dem Dach landete.

-Der Bus fuhr Rückwärts eine Böschung runter und wir drehten uns ein paar mal, übers Dach bis wir auf dem Dach liegen geblieben sind. Ich sah wie wir alle aus den Sitzen abhoben, aber durch die Anschnallgurte blieben alle in ihren Sitzen auch Kopfüber. Das ganze sah ich in Zeitlupe....

Ich bin total verwirrt aufgewacht.....

Ich bedanke mich jetzt schon einmal für eure Hilfe bei der Traumdeutung.

Liebe Grüße
speedy3011
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Re: schreckliche Busfahrt

Beitragvon Almuth » 17.10.2017, 08:43

Gut, Speedy, ich will es nochmal mit dir versuchen.

Die Busfahrt ist das Symbol für dein Lebensgefühl, für die Art und Weise, wie du dein Leben gestalten willst, wie du erfahren hast, dass es von selbst so läuft, wie du das Geschehen, die Dinge deines Lebens, wahrnimmst.

Auf unserem Lebensweg können wir entweder mit dem Auto, dem Fahrrad oder halt zu Fuß vorankommen. Du fährst Bus. Das bedeutet, du lenkst dein Leben nicht wirklich selbst. Du lässt dich lenken und leiten. Und das sieht dann im übertragenen Sinne so aus wie in diesem Traum.
Dein reales Leben so mit Teilzeitjob und Geld vom Amt läuft nicht wirklich rund. Der halb ohnmächtige Busfahrer symbolisiert, wie halb ohnmächtig du dich selbst fühlst in deiner Lebensreise.

Während der Fahrt lehnst du dich wie selbstverständlich an die Schulter eines fremden Menschen. Andere haben Kraft, und zwar seelisch-moralisch, andere haben Standfestigkeit im Leben, du nicht.
Du sehnst dich nach dem Platz im Inneren, wo du dich mehr geborgen fühlen kannst. Diese Geborgenheit bekommst du aber nicht vom Leben, von anderen Menschen. Das ist eine wichtige Info für dich!

Die Fahrt mit Kurven und Tunnel und Kanten, das ist die Wahrnehmung deines Lebens. Es geht alles viel zu schnell, es werden Anforderungen gestellt, die du kaum erfüllen kannst. Immer wieder besteht tatsächlich die Gefahr, dass du zu Fall kommst.

Die Polizeistreife, das ist oder war ein Versuch von dir, einer Behörde, dem Staat oder auch Mitmenschen die Verantwortung zu übertragen. Da sollte jemand was regeln für dich, dir ein bisschen zu Hilfe kommen. Hat nicht funktioniert.

Die Waldauffahrt ist nun das Sehnsuchtsziel, der Moment deiner Lebensreise, wo alles mal ein Ende hat. Der Wald symbolisiert das so genannte Unterbewusstsein. Heißt, du würdest eigentlich gern von den äußeren Verpflichtungen und Anforderungen wegkommen, irgendwo in seelischer Ruhe und Geborgenheit einfach nur sitzen können oder so.

Es ist nun ausgesprochen bemerkenswert, dass du verschiedene Möglichkeiten siehst, wie dein Traum, also deine Lebensreise enden könnte.

Sicher ankommen heißt, es ist zwar anstrengend im Moment für dich, wird aber alles noch gut ausgehen. Die Probleme werden sich irgendwie von selbst erledigen.

Auf dem Dach landen steht dann eben für das Gegenteil. Deine konkreten Probleme werden weder von dir, noch von anderen gelöst.

Rückwärts runter und dann doch auf dem Dach landen heißt dasselbe, wird aber nicht ganz so schlimm erfahren. Du löst deine Probleme nicht, andere auch nicht, macht aber nichts. Du könntest theoretisch heil aussteigen und deinen Lebensweg auf andere Weise fortsetzen.

Du willst zu deinem Vater ziehen? Und wenn du mal still für dich überlegst, was außer der offiziell vorgetragenen Nähe zur Familie erhoffst du dir von ihm?
Herzliche Grüße Almuth
Almuth
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Re: schreckliche Busfahrt

Beitragvon speedy3011 » 17.10.2017, 09:44

Hallo Almuth, danke für deine ausführlich Antwort.

So wie du das alles geschrieben hast, öffnet mir die Augen und wenn ich so darüber nachdenke passt es total.

Zu deiner Frage, ich habe bei mir in der näheren Umgebung zwar auch ein Teil meiner Familie von meiner Mutter, aber habe leider fast gar keinen Kontakt zu ihnen. Ich will einfach nur weg von hier, da ich mich noch nie wirklich zu Hause gefühlt habe wo ich wohne bei meinem Vater, werde ich auch beachtet und geliebt von meiner ganzen Familie die bei ihm in der nähe wohnt. Mein Vater und ich kennen uns zwar schon seit dem ich 14 bin, aber ich habe ihn leider bis jetzt nur 4 mal gesehen. Weil er leider nicht um die Ecke wohnt.Vielleicht liegt es auch daran, daß ich Sehnsucht habe nach ihm. Und wer weiß wie lange er noch lebt, da der Alkohol ihn körperlich sehr kaputt gemacht hat. Seit dem Urlaub kümmert er sich auch um mich und wir telefonieren sehr oft.

Liebe Grüße
Speedy
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Re: schreckliche Busfahrt

Beitragvon Almuth » 18.10.2017, 08:13

Danke Speedy für deine Antwort.
Dann wünsche ich dir viel Glück in deinem neuen Leben. Und melde dich mal wieder, würde mich freuen.
Herzliche Grüße Almuth
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