Alkoholleichen/Drogenleichen

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Alkoholleichen/Drogenleichen

Beitragvon Eileenx3 » 16.09.2017, 04:10

Hi,

vor paar Stunden habe ich geträumt, dass ich mit meiner Schwester an einem Ort war mit dem Auto, es war ein Haus, das nicht ganz verschlossen war, eine Art Gerüst. Da standen wir mit dem Auto davor. Ich war Fahrerin, entweder kamen wir vom Feiern oder wir haben jemand abgeholt. Jedenfalls saß ich im Auto und die Fenster waren unten. Plötzlich kamen paar Männer, der Ort war eh mit mehreren Menschen, die irgendwie einsteigen wollten bzw. uns belästigt haben. Ich hab dann einfach aufs Gas getreten und bin weggefahren. Dann war die Sicht bei der Fahrt irgendwie komisch, ich hatte das Gefühl keine richtige Kontrolle beim Fahren zu haben und bin dann in ein Kreisverkehr gefahren und bin im Kreisverkehr sehr dicht an der Insel gefahren, dass ich dort jedes mal hängen blieb bzw. im Traum teilweise darübergefahren bin.

Plötzlich waren wir an einem Ort, das war wieder glaub dieser Ort mit diesem Haus, das aussah wie ein Gerüst. Es ging eine Treppe hoch und dort sah ich Urin auf dem Boden. Geekelt sind wir weitergelaufen und dort lagen plötzlich viele Alkohol- oder Drogenleichen, viele Menschen, dies maßlos übertrieben haben. Auf einem Sofa wurde einer mit Mund zur Mund beatmung wiederbelebt und es war auf dem Boden viel Urin und Erbrochenes. Plötzlich war ich ein Stockwerk unten und es fiel ein Mann runter, wie als wäre dieser nun auch tot, im Traum hatte ich das Gefühl ihn zu kennen, aber er war mir dann doch unbekannt. Nebendran lag noch eine Leiche.
Der Mann der runtergefallen ist, ist stehend runter gefallen und war dann doch nicht tot und kam zu sich.

Irgendwann bin ich aufgewacht, was kann das bedeuten?

Liebe Grüße
Eileen
Eileenx3
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Re: Alkoholleichen/Drogenleichen

Beitragvon Almuth » 16.09.2017, 08:03

Hallo Eileen,
in diesem Traum bist du im Unterschied zum vorigen nicht bei dir, nicht in deinem Wald, du bist in der Außenwelt. Du siehst das, was dir dort begegnet, und was dich dort am meisten stört.

Das Auto symbolisiert ganz klassisch deine Art und Weise, deinen Lebensweg zu gehen. Du bist die Fahrerin, ist gut so und nicht selbstverständlich.
Jemand ist bei dir und du willst wohl noch jemand abholen. Heißt, du schleppst oft andere Menschen mit dir mit. Kümmerst dich um deren Angelegenheiten und wohl auch Probleme.
Es kommt, was in solchen Fällen fast normal ist, es kommen noch mehr andere Menschen zu dir. Sie wollen von dir auch noch mitgenommen werden. Du fühlst dich belästigt, bedroht. Und das ist die Normalität so.

Jetzt haust du ab. Und das kannst du übertragen auf dein reales Leben. Du willst und wirst die Probleme anderer Menschen mehr fern halten von dir.
Eigentlich müsstest du ja nun ganz entspannt deine Straßen entlangfahren können. Ist aber nicht.
Du hast keine Sicht mehr. Heißt, ohne das Kümmern um die Sorgen anderer Menschen weißt du nicht so recht was mit dir anzufangen. Wohin fährst du jetzt mit dir allein, so ganz ohne Mitfahrer und irgendwo abzuholende Menschen?
Und es kommt noch schlimmer, du fährst im Kreisverkehr. Das symbolisiert, wie du dich um dich selbst drehst. Dich mit dir selbst befassen, mit deiner äußeren Lebensbewältigung, da kommst du ins Schlingern. Also erstmal…

Im anderen Traumbild bist du in einem Haus, das aussieht wie ein Gerüst (dieses Mal kein Steingerüst). Ein Gerüst hat Wände wie ein Haus, aber kein Dach. Ist eigentlich ein gutes Zeichen, denn so ohne Dach gibt es da noch viel Wachstum nach oben. Alles im Traum symbolisiert ja immer die eigene Psyche.

Alles, was du nun siehst, der ganze Schmutz, die Alkohol- und Drogenleichen, stellen das dar, was du real auch in deinem Leben wahrnimmst.
So viele Menschen gibt es da, die so was von runtergekommen sind, die mit sich und dem Leben so überhaupt nicht klarkommen, die alle dringend Hilfe brauchten, sie aber nicht bekommen …
Du siehst symbolisch, was du real am Tage siehst.

Der Mann aber, der tot eine Etage tiefer fällt, dann aber unerwarteterweise doch nicht tot ist, der hat dir eine Wahrheit gesagt: Man kann und braucht niemand vor dem „Fallen“ zu bewahren.

Die Elendsgestalten hat du in der ersten Etage gesehen, also in einer gewissen Höhe über dem Erdboden. Dort, ohne Bodenhaftung, verlieren sie sich in ihrer Sucht. Suchtverhalten ist Sehnsucht nach etwas, nach einem Glücksempfinden, das es in der Realität nicht einfach so gibt.
Diese Süchtigen müssen fallen, müssen aufschlagen auf dem Boden der Realität. Man muss sie also in ihrer Sucht umkommen lassen, was sicher zynisch klingt.
Dann sind sie entweder im Himmelreich, also tot, oder sie sind hart auf der Erde aufgeschlagen. Und nur von dort aus kann es weitergehen für sie!

Entweder hast du es tatsächlich mit Abhängigen in irgendeiner Form zu tun, oder du siehst einfach die Menschen und damit auch dich selbst als nicht besonders geeignet, das reale Leben bewältigen zu können…
Herzliche Grüße Almuth
Almuth
Traumaturg(in)
 
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