Mich selbst geheiratet

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Mich selbst geheiratet

Beitragvon Eileenx3 » 14.09.2017, 17:46

Hallo :)

In letzter Zeit träume ich wieder etwas intensiver, deshalb wieder was Neues von mir :)

Heute Nacht habe ich mich im Traum in einem weißen Brautkleid gesehen. Das komische war nur, dass ich keinen Bräutigam hatte. Ich habe im Grunde mich selbst geheiratet bzw. stand kurz davor. Es wurde eine Feier geplant, im Traum wusste ich auch, dass ich mich nicht an einen anderen Namen gewöhnen muss, weil ich den Name behalte. Ich habe mich selbst im Kleid gesehen und für ein Moment als ich vor dem Spiegel stand, hatte ich noch eine Jeans drunter, irgendwie komisch :D die war aber glaub ich nur zu sehen, als ich vor dem Spiegel stand. Hinterher hatte ich nur das Kleid an. Die Feier hat glaube ich nicht stattgefunden, also so weit kam ich zumindest nicht mit dem Träumen. Auf jeden Fall lustig, es wurde viel geplant für meine eigene Hochzeit mit mir selbst.

Dann kann ich mich an noch eine Situation erinnern, ich kann nicht genau sagen, ob das der gleiche Traum war oder ein separater, ich weiß nur, dass ich plötzlich mit jemandem in einem Wald stand, es war ziemlich dunkel, wir haben etwas gesucht, kann mich aber nicht erinnern an was, weiß auch nicht, ob das überhaupt bekannt war. Jedenfalls war der Waldboden mit Blätter übersäht, sah zumindest so aus, aber es war dunkel. Plötzlich lag da ein abgehacktes Bein, also komplett, bis zum Oberschenkel und lag da einfach, echt beängstigend.

Ich bin für jede Antworten und bedanke mich im Voraus :)

Viele Grüße
Eileen
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Re: Mich selbst geheiratet

Beitragvon Trigital » 14.09.2017, 23:40

Hallo E.,
die Hochzeit würd ich so interpretieren, dass du dich mit dir und deinen Vorstellungen vom Leben fest legst. Das müsste bedeuten, dass dein Partner dir entsprechen sollte und sich dir anpasst?

Die Dunkelheit im Wald sehe ich als deine Wahrnehmung der Menschen und deine Unfähigkeit die Menschen richtig einzuschätzen. Das würde bedeuten, dass du nicht in der Lage bist mr. Right aus der Masse von Menschen herauszulesen.
Übung macht den Meister.
Der einzige Anhaltspunkt den du gut ausmachen kannst sind die Beine. Der Antrieb. Du müsstest also mögen, wenn ein Mann eine pos. Lebenseinstellung hat und eher offen für neue Aktivitäten ist?
lg
Zu Wissen ist ein Moment.
Unwissenheit der Zustand vom restlichen Teil des Lebens.
Wenn einem etwas negativ erscheint, dann sollte man eigentlich genauer hinschauen
Denn schließlich hat doch alles seine zwei Seiten
Trigital
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Re: Mich selbst geheiratet

Beitragvon Almuth » 16.09.2017, 08:03

Hallo Eileen,
eine Hochzeit ist klassisch eine Vereinigung, und zwar von etwas, das zuvor getrennt existiert hat.
Wer sich selbst heiratet – was übrigens ein genau so ausgesprochen freudiges Ereignis ist – der vereint sich in sich, mit sich selbst. Wie zum Beispiel Verstand und Gefühl oder Verstand und ein Empfunden für sich selbst, für die eigenen innerseelischen Vorgänge.
Nicht zuletzt über die Träume hier hast du dich ein bisschen näher kennengelernt, du warst auch bereit dafür.
Der ganze Aufwand rundherum zeigt, welche Bedeutung das hat für dich.
Eine Hochzeit ist – war in den Zeiten, als solche Symbole entstanden - ein Lebenswechsel, der am selben Tag stattfindet. An einem Tag wird man ein neuer Mensch, der ein komplett neues Leben lebt.

Und sowas hat sozusagen stattgefunden in deiner Psyche.

Das andere Traumbild im Wald ist dabei die Fortsetzung. Im Wald ist man drin in seinem Unterbewusstsein (es ist tatsächlich aber mehr als das, was man allgemein das Unterbewusstsein nennt).
Dass es dort dunkel ist, heißt, du findest dich noch nicht wirklich zurecht in deinem Inneren. Wie auch? Du fängst ja gerade erst an, deinen „Wald“ durchsuchen zu wollen.

Du suchst im Traum, ja das machst du nun schon seit einiger Zeit. Und natürlich weißt du nicht, was du suchst. Ist traumlogisch auch stimmig, denn du willst einfach nur finden, was sich dir dort bieten könnte. Und dort ist viel zu finden, ganz allgemein gesprochen.
Was man – nicht nur du in diesem Traum – immer zuerst findet, wenn man einen tiefen Blick in sein Inneres wagt, sind gewisse Unzulänglichkeiten. Das wissen die meisten Menschen unbewusst, deshalb haben sie auch Angst vor einer allzu tiefen innerseelischen Auseinandersetzung. Du nicht.

Das abgehackte Bein – das ist schon besonders. Da es ohne jeden Zusammenhang einfach nur so zu sehen war, ist es ein Hinweis auf etwas, das mal war. Das Bein war ja schon abgehackt, es geschah nicht erst in dem Moment.

Ich meine aber, man sollte hier nicht allzu viel hineininterpretieren. Es ist in erster Linie davon auszugehen, dass du mit Angst durch deinen dunklen Wald gelaufen bist. So wie man auch in der Realität eine irrationale Angst empfinden würde nachts im Wald. Unwillkürlich erwartet man was Gruseliges…

Ein abgehacktes Bein ist in jedem Fall ein Symbol für einen Defekt, und zwar immer seelischer Natur.
Du hattest noch beide Beine. Also hast du dir gezeigt, worauf man halt gefasst sein sollte im Dunkel des eigenen Unbewussten. Weiter nichts.
Herzliche Grüße Almuth
Almuth
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